Archiv für Oktober, 2010

Dialog der Woche

Heute Nachmittag beim Einkauf:

Sie: BOAH MANN EY! Was is’n los mit Dir!?!

Er:

Sie: Meeeensch! Jetzt mach doch mal hinne. Ich will noch wo hin! Meinste ich hab nix anderes mehr vor oder was???

Er:

Sie: Was machste denn für’n Scheiss? Ich hab’s doch passend, ey. Bisste blöde oder was?

Er:

Sie: Ey weisste! Du bist echt VOLL VERSTRAHLT! Mit Dir will ich nix mehr zu tun haben.

Er: “Vielen Dank für ihren Einkauf bei real.”

“ER” war übrigens die automatische Schnellkasse ! “SIE” war Anfang 20 und kaufte 4 Flaschen Waldmeisterschnaps und eine Flasche Sauren. Noch Fragen?

Kommentar (1) »

Platzkämpfe

Gestern haben wir das Engelchen überrascht und sind mit ihm zur Bielefelder Herbstkirmes gefahren. Für das Kind ist es immer ein Erlebnis. Bunte Lichter, Ballons, Pferde, Karussells, viele Menschen und lecker Bratwurst. Für die Eltern ist es Zweierlei. Die bunten Lichter, die Bratwurst und das leuchtende Gesicht des Engelchens, wenn es auf dem Pferd sitzt oder im Kinderkarussell in die Runde düst, dies sind echte Lichtblicke und Entspannung im Leben junger Eltern. Aber bis das Kind mal auf dem Pferd sitzt oder im Bus im Kinderkarussell, da herrscht ganz was anderes.

Ich will nicht sagen, es herrsche Krieg, aber es ist schon ein ausgesprochen ellenbogenhaltiges Gerschäft, bis man sein Engelchen auf einem der bereit stehenden Pferde plaziert hat. Sobald der Mann an der Peitsche sein “hoooooohoooo” ruft, steigen rücksichtslose Väter und Mütter mit teils noch inkontinentem Nachwuchs unter dem Arm über die Absperrung und versuchen ihr Kind auf einem der frei werdenden Pferderücken zu plazieren. Hierbei herrscht das Gesetz der Strasse. Laufwege werden blockiert, zur Not auch mal geschubst und die Kinder rücksichtslos mit Schwung schon aus einem halben Meter Entfernung in Richtung Sattel geworfen, um den Nebenbuhler auszustechen. Schliesslich dauert so eine Runde zwei ganze Minuten. Wer kann da schon warten? Anschliessend laufen besagte Eltern dann schweißgebadet neben den Kindern und Pferden her. So bekommen dann Papa oder Mama auch endlich mal etwas Bewegung. Für das, was da ungestraft passiert, bekommt man beim Eishockey Strafminuten aufgebrummt!

Am Kinderkarussell ist es dann Hardcore pur gewesen. Es hatte nämlich mittlerweile begonnen leicht zu regnen. Nun hatte man als Papa mit Kind auf dem Arm und Fahrchips in der Hand nicht nur das Problem, sich und sein Kind vor rücksichtslosen Eltern zu schützen, deren Kind UNBEDINGT NOCH IN DIESER RUNDE ins Polizeiauto gesetzt werden musste. Nein, man kam gar nicht mehr an die Autos heran. Ganze Familien stellen sich dann unter, machen das Kreuz breit und lassen niemanden mehr vorbei. Wen interessiert schon, dass es sich um ein Kidnerkarussell handelt, in dem auch ANDERE Kinder noch mitfahren möchten, so lange DER EIGENE NACHWUCHS doch schon sein Wunschplätzchen ergattert hat? Nachdem Papa das Engelchen trotz aller Widrigkeiten im Westfalenbus unterbringen konnte (Mama musste mangels Platz im Regen stehen belieben und dort warten), wäre er beinahe durch eine Schubser von hinten zwischen die anfahrenden Autos des Fahrgeschäftes gestoßen worden. Hinter ihm hatte eine Großfamilie beschlossen, dass der Zwillingskinderwagen einer Markenfirma unbedingt vor den fallenden Regentropfen geschützt und auf der Warteplattform des Karussells untergebracht werden musste. Ohne Rücksicht auf Verluste, Proteste, auf dem Arm befindliche Kleinkinder oder in den Weg ragende Gliedmaßen wurde das Gefährt rigoros so lange hin und her geschoben, bis zwar andere wartende Menschen im Regen, aber dafür das Gerät im Trockenen stand. Wahrscheinlich läuft die Karre sonst ein. Einen Markenwagen kaufen, aber kein Geld für ein Regenverdeck. Hauptsache ICH – es ist unglaublich!

Am Énde des Tages war das Engelchen glücklich. Das war die Hauptsache. Aber Mama und Papa haben im Auto noch länger über die Mentalität anderer Menschen an diesem Tag debattiert. Ist das Duchsetzungsvermögen oder fehlt da einfach nur die gute Kinderstube?

…fragt sich

Richie

Kommentar (2) »

So kann’s kommen…

Ich bin ja so einTyp, der bei Elternabenden oder größeren Veranstaltungen auch gern seine Meinung sagt und zum Thema beiträgt. Dabei bin ich meist sehr direkt (und bestimmend, sagt die bessere Hälfte). Nun stand im Kindergarten der erste große Elternabend samt Wahl der Elternvertreter an.

Ich wollte hingehen, weil wir uns die Elternabende immer teilen, aber die bessere Hälfte hat es mir verboten. Sie war der Meinung, wenn ich da hin ginge und den Mund aufmachte, dann käme ich als Elternvertreter wieder – und dafür haben wir gar keine Zeit und auch keine Lust. Also ist die bessere Hälfte hin gegangen. Als sie gegen 21.00 Uhr wieder kam, da habe ich sie gefragt, ob alle Eltern eine Rose bekommen hätten (weil sie die in der Hand hielt). Wisst ihr, was sie geantwortet hat?

“Nein Schatzi, eine Rose haben nur die Eltern bekommen, die auch gewählt wurden!!!”

Kommentar (3) »

Spruch

Mein Doktor hat gesagt, ich muss Diät machen. Habe ich gemacht! DREI STÜCK! Von einer wirste ja nich satt!

Cindy aus Marzan, gestern beim deutschen Comedypreis

Kommentar (1) »

Befindlichkeiten II

Manchmal kotzt es einen an. Nun muss die bessere Hälfte ja wieder ab 6.00 Uhr arbeiten und geht entsprechend um 5.30 Uhr aus dem Haus. Papa bringt deshalb das Kind in den Kindergarten und fängt später an. Letzte Woche war Papa aber eigentlich gar nicht so flexibel, weil er (zusammen mit Opa) ein Seminar zu leiten hatte, welches um halb neun begann.

Schade nur, wenn das Kind die ganze Nacht hustet wie ein 65jähriger Zechenarbeiter und entsprechend ebenso wenig zur Ruhe gekommen ist wie seine Eltern. Dann muss Papa nämlich um halb acht erst mal mit dem Engelchen zum Vertretungsarzt. Dieser, seines Zeichens Pneumologe, erklärt dem verduzten Papa dann auch prompt, dass man den Hustenstiller zur Nacht, welchen die Stammärztin verordnete, einem Kleinkind gar nicht so lange geben darf, weil er nämlich sonst süchtig mache. Nette Sache das, zumal er sowieso nicht gewirkt hat. Gut dass wir ihn bereits quasi instinktiv zwischenzeitlich abgesetzt hatten. Besagter Vertretungsarzt verordnete denn auch – anstelle von Hustensaft – zum lösen des Hustens ein Inhalat, welches das Engelchen drei mal täglich via elektrischem Inhaliergerät zu schnabbulieren hat. Das klappt in Kombination mit einer halben Stunde KiKa übrigens ganz hervorragend ;) .

So kam Papa denn am Donnerstag zwar eine halbe Stunde zu spät zum Seminar (welche Opa aber routiniert überbrückt hatte), aber er war dafür um einiges schlauer. Das Inhalat hat den Husten, an dem sich die Stammärztin sein 4 Wochen versucht, innerhalb von drei Tagen nicht nur gelöst, sondern nahezu zum verstummen gebracht. Eltern und Engelchen schlafen dem entsprechend wieder besser.

Wir ziehen jetzt ein paar Konsequenzen. Hustenstiller wird es bei uns nur noch im extremen Ernstfall geben und wir werden den Vertretungs- zum Stammarzt machen. Denn erstens sind dessen Öffnungszeiten für den berufstätigen Menschen schlicht besser, auch wenn man fahren muss und zweitens bekommen wir süchtig machende Medikamente für das Engelchen ungern verordnet – und wenn, dann würden wir es doch gern wissen und wären gern über die korrekte Anwendung informiert!

Offensichtlich ist aber, dass man mit einem Kleinkind grundsätzlich nichts planen kann. Papa und Mama hatten sich auf eine schwierige Eingewöhnungswoche eingestellt – und die haben sie auch bekommen. Aber mit Erschwerniszulagen. Nun klingt die Erkältung ab, aber eine Mittelohrentzündung kündigt sich schon an. Also wird auch die kommende Woche für uns wohl nicht stressfreier. Also ob die Umstellung mit der malochenden Mama nicht schon Stress genug wäre!

Kommentar (4) »

Befindlichkeiten

Trübe ist dieses Wochenende. Trübe vor allem, weil Papa seit Freitag allein zu Hause ist und das Kind hüten muss. Die bessere Hälfte geht seit Freitag wieder arbeiten und das Engelchen ist passend zu Mamas erstem Arbeitstag krank geworden. Was zur Folge hatte, dass Papa am Freitag sozusagen “blau” gemacht hat, weil der Krankenschein für “Kinderhüten” nun mal blau ist. Eigentlich arbeitet die bessere Hälfte ja Teilzeit, aber wegen der Aufteilung jetzt doch von 6.00 Uhr bis 14.30 Uhr. Sie hat aber dann mehrere Tage am Stück frei. Nun sitzen Papa und Engelchen mehr als den halben Tag allein zu Hause und warten auf Mama. Was muss die bessere Hälfte sich auch unbedingt einen Job aussuchen, an dem die Wochenenden im Preis inbegriffen sind?

Irgendwie gefällt Papa diese Umstellung nicht so richtig !

keine Kommentare »