Archiv für März, 2010

sturmfreie Bude!

Papa hat heute sturmfreie Bude. Die bessere Hälfte geht mit den (bald) ehemaligen Arbeitskollegen zum Essen. Die wollen sich noch mal treffen, bevor das Altenheim entgültig geschlossen wird und sie in alle Himmelsrichtungen umverteilt werden. Papa darf derweil das Engelchen zunächst mal bespassen, um dann später den Abend allein ( und hoffentlich ruhig) mit “Terminator – die Erlösung” (DVD) oder “Nur noch 60 Sekunden” (SAT 1) vor der Glotze zu verbringen. So einen entspannten Samstagabend bin ich gar nicht mehr gewohnt! Aber einen Haken hat das Ganze noch:

Die Lüdde tut mir gerade richtig leid. Die bekommt oben einen der Eckzähne und hat Fieber, schmerzen und is nöckelig ohne Ende. Derzeit bekommt sie im 20-Minuten-Takt Osanit, aber für die Nacht ist das nix. Gleich greife ich deshalb zu den härten Mitteln, den Zäpfchen! Hoffentlich hilft das Paracetamol und sie kann schlafen. Armes Mäuschen! Wir werden also sehen, wie ruhig der Abend und die folgende Nacht wirklich wird.

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knick, knack

Am Dienstag kommt man(n) nach Hause und findet die bessere Hälfte zusammen mit dem noch mittagsschläflich dahin dämmernden Engelchen im Bett vor. Auf die Frage, was sie denn um die Uhrzeit im Bett täte, antwortet die bessere Hälfte, sie sei im Schwimmbad umgeknickt, dabei hätte es geknackt und es täte nun “etwas” der Fuss weh.

Nun ja, man(n) nahm dies zur Kenntnis und nach dem erwachen des Engelchens bat die bessere Hälfte darum, ob man(n) nicht doch mal einen Blick auf den Knöchel werfen könnte. Nach Entfernung des Sockens entdeckt man da eine Schwellung, etwa so groß wie ein Hühnerei. Aber Güteklasse A! Nun fragt die bessere Hälfte doch glatt, “ob sie damit vielleicht mal zum Arzt gehen sollte?“. Was antwortet man(n) da? “Nö. Brauchste nich’. Warte doch, bis der Flunken von allein abfällt!

Der Hausarzt hat der besseren Hälfte noch am Abend die Illusion genommen, dass es sich nur um eine Dehnung handeln könnte und sie am Folgetag zum Röntgen zum Chirurgen geschickt. Der Chirurg hat am am nächsten Tag mit Blick auf die Bilder direkt einen Bruch des Sprunggelenks vermutet, konnte aber wegen der starken Schwellung nicht alles sehen und so durfte man(n) heute und Morgen spontan frei nehmen und die bessere Hälfte heute Morgen zur Kernspinuntersuchung fahren. Die Diagnose: Gebrochen ist nix! Soweit so gut. Leider ist ansonsten so ziemlich alles kaputt,. was in so einem Knöchel kaputt gehen kann. Bänderriss, Kapselriss, Schleimbeutel angerissen – das soll wohl 4 – 6 Wochen dauern. Der Fuss ist geschient, Krücken sind verschrieben und die Hilfe von Omas und Opas ist für die nächsten Wochen organisiert. Immerhin muss man(n) und frau in diesem Haushalt mit einem fast zweijährigen Wirbelwind Schritt halten. Ohne Aufzutreten geht das irgendwie nicht so richtig! Die bessere Hälfte träumt davon, dass sie in drei Wochen wieder ohne diese Hilfe zurecht kommt. Da kann man(n) nur müde lächeln, will ihr aber die Träume nicht zerstören.

Man(n) kommt sich derweil vor wie ein Butler und bedient die fusslahme bessere Hälfte und das Engelchen von vorne bis hinten. Ich glaub, man(n) versucht tatsächlich mal sich als Haushaltshilfe von der Steuer abzusetzen!

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eine sterbende Veranstaltung

Gestern waren wir mit dem Engelchen auf kurze Karussell-Stippvisite auf der Brackweder Frühjahrskirmes. Zwei Runden Kinderkarussel, einmal reiten und dann wieder nach Haus. Ein ganz kurzer Aufenthalt.

Während in vergangenen Zeiten die Kirmes am Gleisdreieick immer einen Besuch wert war, hat sich das in den letzten fünf Jahren doch sehr dramatisch gewandelt. Als ich meine bessere Hälfte kennen gelernt habe, da sind wir regelmäßig über mindestens zwei Stunden auf dem Kirmesplatz herum gelaufen, haben aus der zahlreichen Auswahl an Ständen die gewünschten Futteralien heraus gesucht, in Ruhe gegessen und im Bierzelt etwas getrunken. Zudem gab es gab allerlei zu sehen. Natürlich war es nie eine Jahrhundertkirmes, aber es war doch groß genug um dort kurzweilig seine Zeit zu verbringen. Wenn Schweinemarkt war, haben meine bessere Hälfte und ich Montags frei genommen und haben nach der Ferkelverlosung zusammen mit der Familie bis in den späten Abend die Bierzelte unsicher gemacht – zumindest bis die extrem steigenden Bierpreise dies quasi unmöglich gemacht haben.

Ich weiß nicht so genau, was da in den letzten Jahren schief gegangen ist. Tippen würde ich mal auf viel zu hohe Standmieten und Renditeerwartungen der Gemeinde – aber wer weiß das schon?

Fakt ist, dass sogar der traditionelle Schweinemarkt immer weniger Zuspruch hat und die Anzahl der Bierzelte dort nicht nur ständig sinkt (von drei auf eins, welches am Montag obendrein schon zu war), sondern im letzten Jahr mit einem “Oktoberfest” und der Abschaffung der traditionellen Ferkelverlosung seinen absoluten Tiefpunkt erreicht hat. Das größte Brackweder Volksfest neben den Glückstalertagen ist konsequent abgewirtschaftet worden.
Die Brackweder Kirmes verdient diesen Namen mittlerweile gar nicht mehr, weil der Festplatz nicht mal mehr zur Hälfte mit Ständen, Fahrgeschäften und Buden gefüllt ist. Wenn da Flohmarkt ist, kommen mehr Händler! Ein Bierzelt ist Utopie. Im Gegenteil die Schausteller werden immer weniger und man ist deshalb “zusammen gerückt”. Es wird durch den Aufbau eine schmale Gasse geschaffen, damit nicht auffällt, wie wenige Besucher sich dort eigentlich verlieren. Da hilft auch die gezielt positive Berichterstattung der lokalen Presse nichts, die uns mal wieder in sehr blumigen Schilderungen eine sehr kleine Achterbahn als “in Brackweder nie da gewesene Attraktion” angekündigt hatte. Das war keine “wilde Maus”, sondern eher ein zahmes Mäuschen. Attraktionen finden sich auf dem Gleisdreieck schon lange nicht mehr. Es scheint (im Gegenteil) so zu sein, dass immer mehr Schausteller unseren Kirmesplatz meiden, weil es sich schlichtweg nicht mehr lohnt. Wenn selbst der altbekannte Bratwurststand von TACKE nicht mehr auf der Brackweder Kirmes vorhanden ist, dann wird es kritisch!

Entsprechend entwickelt sich auch der Zuschauerzuspruch. Am Sonntag haben sich einige junge Eltern dorthin verirrt, pakten ihren Nachwuchs in eines der zwei Kinderfahrgeschäfte oder auf die Pferdchen und machten sich dann schleunigst wieder vom Acker. Wenn da nicht bald mal jemand wirklich gegensteuert – und zwar mit Konzept und nicht mit Blick auf die finanziellen Aspekte – ist das eine sterbende Veranstaltung und es wird in Brackwede in 5 Jahren keine Kirmes mehr geben.  Das wäre wirklich zu schade!

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Kulanz

Hmpf!

Mein PC ist wieder da. Nach sage und schreibe 10 (!!!!!) Wochen hat sich der Verkäufer dazu erbarmt, mir ein neues Mainboard einzubauen. Warum? Weil mein altes Board beim Hersteller scheinbar irgendwie verschollen ist und ich nach diversen Abwiegelungen am Telefon persönlich im ( gut gefüllten) Laden mal so richtig Theater gemacht habe. Ich bin ja nun wirklich geduldig, aber so lange Reparaturzeiten sind vollkommen inakzeptabel!

Nun hat man mir nach vielen Versprechungen, Vertröstungen und geplatzen Abholterminen (bei denen man mich leider nicht telefonisch benachrichtigt hatte, sondern mich im Laden vor vollendete Tatsachen stellte) ein neues Board eingebaut, welches “neuer und besser ist, als ihr altes“. Charmant erklärte mir der Chef doch tatsächlich, dies wäre nach dieser langen Wartezeit KULANZ. Ja, neeeee. Is klar. Leider habe ich weder Karton noch Treiber – CD um das auch nachvollziehen zu können. Schade ist zudem, dass dieses neue Board anstelle der ursprünglichen sechs USB-Anschlüsse nur vier hat, mein Outlook seit dem Einbau vollkommen spinnt, der Rechner nicht gefühlte, sondern tatsächliche vier Minuten zum hochlaufen braucht und ich mir jetzt eine zusätzliche USB-Schnittstelle kaufen und mich mit dem Gedanken einer kompletten Neuinstallation abfinden muss. Nun werde ich mir demnächst Windows 7 zulegen und dann ist der PC mal wieder mit einer zeitraubenden Runderneuerung dran. Es gibt schöneres!

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freier Schleudersitz

Nun ist es also amtlich: Der Schleudersitz auf der Bielefelder Trainerbank ist wieder frei. Arminia hat sich von Trainer Thomas Gerstner getrennt. Notwendig und richtig, weil die sportliche Talfahrt unübersehbar und nicht zu tolerieren war. Trotzdem irgendwie typisch bielefelderisch und peinlich, weil man noch am Montag im offiziellen Statement genau diesen Schritt kathegorisch ausgeschlossen hatte. Nun hat man sich augenscheinlich von der öffentlichen Meinung und der klaren Positionierung der Presse beeinflussen lassen. Wieso oft bleibt festzustellen: Wenn die NW dem Kollegen Klusmeyer in der Sportredaktion die Freigabe für seine kritischen Kommentare im Sportteil gibt, dann sind die Tage des Trainers hier gezählt.

Thomas Gerstner hatte nach einer tollen, aber auch leicht glücklichen Siegesserie keinen Erfolg und hat die Mannschaft nicht voran gebracht, obwohl der Kader für die zweite Liga und das Ziel Aufstieg stark genug besetzt ist. Etliche Spieler hatten unverständlicher Weise entweder gar keine Chance oder waren durch ständige Wechsel zwischen Bank, Tribüne und Spielfeld verunsichert. Andere hingegen durften sich trotz entlicher “Nichtleistungen” konsequent über Startelfeinsätze oder regelmäßige Einwechslungen freuen. Die Mannschaft ist mittlerweile spielerisch eher ein Abstiegskandidat und total verunsichert. Darüber kann weder der Tabellenplatz, noch der Sieg gegen Pauli oder die noch vorhandene Nähe zum Relegationsplatz hinweg täuschen. Deshalb war der Schritt richtig und er wurde auch endlich mal so zeitig vollzogen, dass man bei noch neun ausstehenden Spielen alle Chancen gewahrt hat. Trotzdem bleibt bei mir irgendwie das Gefühl haften, dass hier einige Herren die Reissleine gezogen haben, damit ihre Hintern nicht plötzlich auch noch (oder schon wieder ) in der Kritik stehen. Sportmanager Dammeier hat in meinen Augen jetzt die letzte Chance, endlich einen erfahrenen Trainer zu installieren, der aus dem guten Kader das beste heraus holt und ein klares sportliches Konzept hat.

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Nicht schlecht!

Hut ab vor diesem Statement! Der Mann hat einiges verstanden.

gefunden bei airsign

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plötzlich

Samstag habe ich mich gewundert, warum im Degukäfig so eine Ruhe herrscht und warum da immer nur zwei der Jungs kuscheln. Näheres hinsehen hat die traurige Gewissheit gebracht: Snoopy lag tot hinten in der Käfigecke. Ach Scheisse! Völlig unerwartet und viel zu früh,. weil Degus eigentlich 6 Jahre alt werden, aber er juste mal eineinhalb war. Nähere Besichtigung lässt uns vermuten, dass er eine Atemwegsinfektion hatte, weil die Nase verschleimt war. Nichts haben wir davon bemerkt -im Gegenteil, Freitag waren alle noch putzmunter. Wahrscheinlich hat er sich einfach ausgiebiger geputzt und sich sonst nichts anmerken lassen. Das ist das Leid bei Fluchttieren – wenn man was merkt, ist es schon zu spät. Gestern haben wir ihn bei schwiegereltern im Garten beerdigt.

Nun sitzen die Texas und Banjo traurig in ihrem Käfig und wir hocken ebenso geknickt davor! So’n Mist!

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Tiefschläge

Da kommen wir Samstag von Schwiegerpapas Geburtstagsfeier nach Hause, man(n) zieht die Schuhe aus. Mama macht das Engelchen bettfertig und man(n) wärmt kurz eine Milch an und bringt das Engelchen ins Bett. Soweit alles gut.
Danach kommt man(n) ins Wohnzimmer und sagt zur besseren Hälfte, man(n) hätte auf einmal leichte Schmerzen im Fuss. Nachts wurde es schlimmer, Schlaf war Luxus. Als man(n) am Sonntag aufstehen will (um sechs, weil die Terrorkröte ja Frühaufsteher ist), fällt er fast längs ins Schlafzimmer, weil er den Fuss gar nicht belasten kann. Man(n) dachte zwischenzeitlich der fällt gleich ab. So lebte man(n) den ganzen Sonntag von und mit Ibuprofen 600 und ging heute Morgen zum Arzt (mit erheblich weniger Schmerzen). Ergebnis: Fehlbelastung! Ruhig stellen. AHA!

Wie man(n) oben schon erwähnt hat, kam er Abends von einer Geburtstagsfeier. Also das übliche – Kaffee, Kuchen, Essen, Bier. Bewegung? Eher weniger! Ein, zwei Mal Treppen steigen mit dem Engelchen, welches aber weitgehend von Omas und Opas bespasst wurde. Wie zur Hölle kommt man(n) da zu einer Fehlbelastung? Man(n) soll den Fuss heute ruhig halten, was bis zumMittagsschlaf des Engelchens gar nicht geklappt hat. Ob es so klug war mit zum Kinderturnen zu gehen wird man(n) Morgen sehen. Morgen wird man(n) dann nämlich wieder arbeiten gehen, was die Ärztin für nicht wirklich richtig gehalten hat. Aber man(n) hat auch mal Wochen, da kann man(n) krank sein so gar nicht gebrauchen. Das ist in den nächsten Wochen bis Ostern nun mal der Fall.

Nun muss man(n) sich nur noch überlegen, ob er an derart belastenden Geburtstagsfeiern in seinem Alter überhaupt noch teilnehmen kann. Vor allem, weil Schwiegerpapa ihm bösartig und garstig angekündigt hat, dass am 20. März ein Alptraum wahr werden und Paderborn vor Arminia stehen würde. Wahrscheinlich war dies ein derartiger Tiefschlag, dass man(n) davon nicht Magen- sondern gleich Fussschmerzen bekommen hat !

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