Archiv für Januar, 2010

Achte auf die Zeichen

Notiz für mich:

Wenn das Kind in der Badewanne zwei mal kurz hintereinander mit überkreuzten Beinen aufsteht, schnellstens ein Handtuch holen und das Engelchen aufs Töpchen setzen oder rucki zucki ‘ne Pampi um…

sonst kackt die Terrorkröte ins Badewasser!

(was ‘ne Sauerei *würg*)

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Abenteuer Einkaufen

Samstag, 14.00 Uhr. Mal eben einkaufen – nur ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt um die Ecke – und bis zum Beginn der Bundesliga um halb vier wieder da sein. Just Leergut weg bringen und eine neue Kiste Bier und ein wenig Saft für den geplanten Spieleabend holen. Sollte schnell gehen. Sollte…

Am real angekommen findet man(n) erst mal keinen Parkplatz. Dann, weit ab vom Schuß, erst mal die leeren Kisten und die leeren Flaschen in den Einkaufswagen und im Stechschritt Richtung Eingang. In der Tür vor mir ein Rentnerehepaar. Er klammert sich an den Einkaufswagen und nutzt ihn als Gehhilfe, während er eine Schrittlänge vorlegt, über die selbst das Engelchen mit ihren 19 Monaten lachen würde. Kurzzeitig fragt man(n) sich (wie so oft), warum die eigentlich am Samstag einkaufen gehen müssen? Dann kommt es ihm in den Sinn, dass die beiden womöglich zu Fuß zum einkaufen wollten, ihr Tempo unterschätzten und womöglich eigentlich schon am Donnerstag…

…aber dann ist man(n) auch schon in der Lage zu überholen. Nun ist es im real ja leider so, wie in allen Supermärkten. Es gibt Leergutautomaten. Ihr kennt doch sicher diese technologische Meisterleistung, die zwar Mitarbeiter eingespart, aber die Lage nicht gerade verbessert haben. Schon von weitem höre ich das bekannte Alarmsignal, wenn mal wieder eine Pulle nicht erkannt werden konnte. Seit es Leergutautomaten gibt, denke ich echt über die Erfindung von Warnblinkanlagen für Einkaufswagen und Verkehrsfunk für Supermärkte nach. “Vorsicht liebe Einkäufer, bei Besuch des real in Brackwede. Das Stauende vor dem Leergutautomaten liegt hinter einer Kurve. Es ist mit Wartezeiten von gut 20 Minuten zu rechnen.

Denn kaum um die ersten Kistenstapel gebogen, treffe ich schon auf besagtes Stauende. Entsetzt sehe ich, wie vor mir eine große Anzahl Menschen darauf wartet, ihr eigenes Leergut los zu werden, während am linken Automaten jemand gefühlte 25 Taschen mit einzelnen Flaschen Stück für Stück in den Schacht entleert. Rechts hebt eine junge Mutter in aller Seelenruhe immer wieder ihren Sprößling hoch und lässt ihn die “Pullas” in die Luke schieben – leider meist falsch herum, was den ständigen Alarm erklärt, den ich schon am Eingang gehört habe. Mama ficht das ebenso wenig an, wie die zahlreichen wartenden Menschen, von denen einige vor sich hin brummeln, während kollektives Kopfschütteln die Warteschlange oberhalb der Schultern in lustig anzusehende Bewegungen versetzt. Ich mein’, man(n) hat ja selbst ein kleines Kind, aber man(n) nimmt dennoch Rücksicht auf die Mitmenschen.

Aber gut, man(n) stellt sich geduldig an, direkt neben dem Schild “ab hier noch 15 Minuten” und wartet bis man(n) an der Reihe ist. Natürlich muss man(n) auch zwei Flaschen wieder mit nehmen, weil das Wunderwerk der Technik den Strichcode aus irgendwelchen Gründen nicht mehr lesen kann. Da kann man wirklich von einer Verbesserung gegenüber der persönlichen Leergutannahme in einem Löschdepot sprechen! Chapeau!

Dann gibt man(n) Hackengas, ist ja schon 14.25 Uhr, um die Einkäufe zu erledigen. Die bessere Hälfte hatte die Liste noch um ein paar Gewürze ergänzt, also hastet man(n) quer durch den ganzen Markt, um dann endlich der Kasse entgegen streben zu können. Auf dem Hauptweg zu den Kassen hat man(n) dann eine junge Familie vor sich, für die der Samstagsseinkauf augenscheinlich Event und Zeitvertreib in einem ist. Mama, Papa, zwei Kinder im Alter von etwa 10 und 14, sowie ein Baby im Einkaufswagen gehen sie nebeneinander her – nein sie schlüren nebeneinander durch den Markt – augenscheinlich ohne zeitliches Limit oder ein bestimmtes Ziel, während sich hinter den ehrenamtlichen Stauführern eine Schlange von genervten, Einkaufswagen schiebenden Mitmenschen bildet. Aber wer sagt denn, dass man nicht glücklich sein kann, nur weil man nix mehr merkt?

Nach der obligatorischen Schlange an der Kasse lädt man(n) die Einkäufe ins Auto und ist sage und schreibe um 15.15Uhr wieder daheim. Ich denke, Männer sind für das Einkaufen schlicht nicht geschaffen. Das die bessere Hälfte einem ein “wo warst’n so lang” entgegen wirft, macht die Laune auch nicht besser. Aber wenigstens war man(n) gerade so pünktlich zum Anpfiff wieder zu Hause.

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Dialog der Woche

Eben in der Stadt:

Sie: “Das ist aber ein niedliches Kind!”

Er: “Ja. Aber mit negativer Zukunftsprognose.”

Sie: “Wieso? Nur weil der Junge ein Ausländ…”

Er:Quatsch! Aber schau Dir mal den hässlichen Vadder an!”

… böser Richie!!!

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eine lange Zeit

Meine Fresse!

Als ich am 13.01.2004 bei Parsimony ein Weblog angefangen habe, da hatte ich an ein kurzfristiges Hobby gedacht. “Schreibste halt mal ein Weilchen so dies und das” hatte ich mit vorgenommen. Diese Kurzfristigkeit ist heute sechs Jahre her. Sechs Jahre lang habe ich das Web nun schon mit meinem kümmerlichen Privatleben, meinen eigenen kleinen Kolumnen, meinen Ansichten und all den Dingen genervt, von denen viele gar nicht wussten, dass sie diese wissen wollten. Trotzdem habe ich noch Leser. Erstaunlich!!!

Ich habe in der Zeit vieles erlebt und eine Menge Weblogs kennen gelernt und eine ebenso große Menge Blogger “überlebt“. Man braucht bloss mal in die Blogtour auf Richies Welt zu schauen, um zu sehen, wie viele Weblogs nicht mehr erreichbar sind. Von Helga, über den Wattwurm oder Laurin, bis hin zu Schatzi haben etliche Blogger ihr Hobby aufgegeben und ihre Blogs liegen entweder brach oder wurden gelöscht.  Tom hat sich umbenannt und thematisch neu orientiert, Agnes hat öfter den Anbieter gewechselt als ich zählen kann, shayanna heisst jetzt annelie, die bessere Hälfte bloggt jetzt auch, bei fast allen wurde aus “täglich” eher “sporadisch”… – da sag noch mal einer, es würde sich nichts verändern.

Einige Leser der ersten Stunde habe ich verloren obwohl sie noch bloggen, wie beispielsweise Lemmi oder Sunny, aber dafür sind etliche Neue hinzu gekommen. Früher hatte ich unter jedem Eintrag rund 10 Kommentare, meine Blogrunde dauerte fast zwei Strunden und mein Schwiegerpapa hat gemeckert, wenn ich mal ein paar Tage nichts geschrieben habe. Heute ist meine tägliche Blogrunde sehr kurz, die anderen Weblogs besuche ich etwa einmal die Woche und trotz der dadurch “gewonnenen” Zeit schreibe auch ich schon seit einigen Jahren “sporadisch” statt “täglich”, habe deshalb wenige Kommentare und dennoch kann ich über die Onlineauswertung verfolgen, dass ich viele regelmäßige, aber “stille” Leser habe.

Blogmüde war ich auch das eine oder andere Mal, aber bisher haben mich und damit dieses Weblog immer die wohl dosierten Pausen über die Runden gerettet. Auch wegen der treuen Leser, lobender Worte und einiger bestätigender Erlebnisse. Es erstaunt mich immer wieder, dass sich Menschen wirklich für meine Texte interessieren, aber so schlecht scheinen sie wohl nicht zu sein.

Ich habe vor drei Jahren das Angebot einer Onlinezeitung abgelehnt, als Autor dort tätig zu werden. Ich wurde in die Blogbibliothek aufgenommen und wurde ab und an in der NW in Bezug auf Arminia zitiert oder erwähnt. Eine echte Richtung in den Beiträgen habe ich nie gehabt, sondern nur das alltägliche in Worte gefasst. So war es bisher und so soll es auch noch möglichst lange bleiben.

Bisher bin ich noch motiviert. Mal sehen, ob ich ein zehnjähriges Jubiläum schaffe. Um es mal mit Jochen Busse zu sagen:

“Bleiben sie mir gewogen!”

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Daisy

Also echt – Schneestürme und die begleitende Panikmache haben auch ihre guten Seiten. Selten habe ich an einem Samstagmorgen um 10.00 Uhr so viel Ruhe beim einkaufen gehabt. Daisy hat dank der Medien für so viel Panik gesorgt, dass die Menschen am Freitag quasi den Laden gestürmt und sich offenbar über das Wochenende mit Vorräten eingedeckt hatten. Am Samstag befanden sich deshalb kaum Autos auf der ( zugegeben glatten ) Strasse und der Laden war leer wie nie.
Der gemeine Ostwestfale kann mit Schnee halt nicht mehr um und verlernt schon beim ersten Anzeichen von weißer Pracht das Auto fahren. Man glaubt heute scheinbar auch nur zu gern den vermeintlichen Experten, die jedes Mal das Ende der Welt verkünden, wenn die Witterung mal nicht der Norm entspricht. Da bleibt das Auto eben stehen. Es fanden sich zudem auch kaum Menschen auf dem Bürgersteig, dabei war es eigentlich nichts weiter als ein windiger Wintertag. War ja auch klar, immerhin bedeutet Daisy in Amerika schlicht und einfach Gänseblümchen. Was soll da schon schlimmes passieren ;) ?

Einzig des Deutschen offenbar liebstes Winterhobby – das Schnee schieben – trieb dick vermummte Gestalten auf die Strassen, bzw. in ihre Einfahrten. Das dann aber, typisch pflichtbewusst, schon zu nachtschlafender Zeit, also ab 6.00 in der Früh! Egal wie dicht das Schneegestöber auch ist, es wird geschoben was die müden Arme her geben. Auch wenn man genau weiß, dass jeder frei geräumte Weg in der Einfahrt nicht mal eine Stunde später erneut der Räumung verlangt. Dann räumt man eben drei bis vier mal am Tag. Syssiphus lässt grüßen. Beim Bürgersteig sehe ich es ja ein, aber die Einfahrt??? Obwohl man sein Auto ob der angekündigten Katastrophe eh nicht bewegen will? Na ja, wer’s braucht…

…wir haben am späten Vormittag einmal geräumt, weil man die Massen sonst nicht mehr gehoben bekommt. Ansonsten war ich einmal mit dem Auto und dann noch zu Fuß zum einkaufen. Ganz unproblematisch übrigens. Schön sind solche Schneespaziergänge nämlich und man kann sie mit dem nützlichen verbinden.

Während dessen haben sich Freunde von uns in Essen auf die Autobahn geworfen und siehe da, sie kamen tatsächlich abends pünktlich zur Lasagne bei uns an. Die einen nennen es Daisy und machen sich bange, die anderen nennen es halt schlicht und einfach Winter und passen sich entsprechend an. So haben wir Sonntag auf einen gelungenen Spieleabend zurück geblickt und uns fest vorgenommen, dass wir auch beim nächsten angekündigten BLIZZARD ( O-Ton RTL II ) kein Notstromaggregat kaufen werden.

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AAAAHHHHH!!!!!

Gerade die Bestätigung von PCN erhalten: Das Mainboard meines Rechners ist defekt.Glück im Unglück – es ist ein Garantiefall. Pferdefuss – aber leider nur die Herstellergarantie. Das Ding muss also eingeschickt werden. Wartezeit voraussichtlich 5 ( in Worten FÜNF ) Wochen!!! Oh Mann, jetzt muss ich auf dem Laptop aber wirklich alles installieren, vom Drucker bis zur Bildbearbeitung. Aber wenigstens bin ich nicht völlig abgeschitten und kann die Termine noch über das Blackberry verwalten. Oh Mann, so hatte ich mir den Start in 2010 nicht vorgestellt :( .

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…dann kam PAUL

Über Sylvester waren wir in der Rhön. Meine Schwiegereltern hatten uns eingeladen und wir sind am 30.12. angereist und erst seit Sonntag wieder hier. Bilder zeigen kann ich euch heute noch nicht, weil ich noch nicht die komplette, notwendige Software auf dem Laptop installieren konnte. Das kommt noch.

Die Party an Sylvester haben wir in unserer Pension in “Lisas Welt“ gefeiert.  Mit Balkanbuffet, Rhöner Urstoff ( Bier ) und 14 Leuten am Tisch – alles Bekannte der Schwiegereltern vom Campingplatz. Das Engelchen ratzte abends ab 21.30 Uhr friedlich im Zimmer über dem Sal, das Babyphon war aktiviert – normalerweise Voraussetzungen für eine lustig-feuchte Sylvesterparty. Normalerweise…

…doch dann kam PAUL! Paul aus Wüstensachsen sollte für die Mampfmusik, also die musikalische Untermalung des Essens  sorgen. Leider war Paul gefühlt 85 Jahre alt und spielte nicht etwa Keyboard oder Gitarre, sondern klampfte mühsam alte Volkslieder auf seinem Schifferklavier vor sich hin. Nach dem dritten Bissen hatte ich am Tisch den Vorschlag gemacht, für Paul zu sammeln, ihn direkt zu bezahlen und ihm einen schönen Abend außerhalb der Hörweite zu wünschen. Am Ende des Essens war der halbe Saal der Verzweiflung nahe. Die andere Hälfte fand’s toll – die waren aber auch fast alle in Pauls Alter!

Nach dem Essen hatte Paul Pause, doch der DJ des Abends entpuppte sich recht schnell als Endsiebziger mit “Andrea-Berg-Tick“. Okay – besser als Paul, aber für junge Eltern dennoch eine Qual. Selbst nach mehrfacher Aufforderung durch die Gäste, doch mal was Flottes zu spielen, zog der DJ seinen Stil bis 0.00 Uhr durch. Mann! Da ist das Jahr 2009 quasi verflogen und die letzten drei Stunden müssen zur Hölle werden ;) .

Ab 0.00 Uhr warf besagter DJ übrigens das Handtuch, nachdem er von der Chefin  gebeten wurde, doch auch mal was zu spielen, was nicht nur ihm, sondern auch den Gästen gefällt. Danach wurde die Musik echt gut *lol*.

Spaß hatten wir dennoch eine Menge. Man muss die Musik halt ausblenden. Und  ins neue Jahr sind wir auch nicht nur sprichwörtlich gerutscht. Dafür hat der Eisregen vom 31. auf den 1. gesorgt.

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HMPF!!!

Netzteil gewechselt. Nun weiß ich: Das war es nicht! Jetzt muss das Laptop der besseren Hälfte webfertig und richietauglich gemacht werden.

Nun muss der PC morgen doch zur Reparatur. Blöder Mist, blöder!!!

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