Zu Lebzeiten Legende
Michael Jackson ist mal gerade 50 Jahre alt geworden. Gestorben ist er früh, dramatisch, unerwartet und leider auch wahrscheinlich an einer Kombination aus Drogen und Schmerzmitteln, die das Herz am Ende zum Stillstand brachten.
Als Kind der 80er müsste mich das eigentlich mehr berühren. Aber die Wahrheit ist, dass ich nur eine CD von Michael Jackson besitze – und die habe ich geschenkt bekommen. War nie meine Musik. Was es im Moment für mich besonders schwer macht, weil die Radiosender seit gestern fast nichts anderes mehr spielen.
Dennoch muss man seine Leistung anerkennen. Zumindest die bis Mitte der 90er Jahre. Sensationelle Musikvideos, mit “Thriller” ein Album, dass anscheinend jeder (außer mir) im Schrank hat. Im Glitzeranzug mit maskenhaft operiertem Gesicht der wahre und einzige Nachfolger des berühmten Elvis.
Fakt ist aber auch, Jackson war seit geraumer Zeit auf dem absteigenden Ast. Physisch und psychisch kaputt, hoch verschuldet, unterschwellig als Kinderschänder gebrandmarkt und zuletzt leider mehr als nur weit weg von den legendären Songs, die ihn so berühmt gemacht haben. Zu Lebzeiten bereits fast eine Legende haben sich die Karten für die geplanten Konzerte dennoch in Rekordzeit verkauft.
Nun hat er seinen letzten Moonwalk angetreten und hat damit wohl den letzten Schritt zur musikalischen Legende endgültig vollzogen. Ist schon komisch. Wenn man wirklich legendär sein will, dann muss man offenbar früh und spektakulär abtreten. Er reiht sich nun ein in die Riege um Elvis und John Lennon. Es wird eine lange Zeit dauern, bis wieder ein ähnlich erfolgreicher Künstler geboren wird.













