Archiv für Juni, 2009

Zu Lebzeiten Legende

Michael Jackson ist mal gerade 50 Jahre alt geworden. Gestorben ist er früh, dramatisch, unerwartet und leider auch wahrscheinlich an einer Kombination aus Drogen und Schmerzmitteln, die das Herz am Ende zum Stillstand brachten.

Als Kind der 80er müsste mich das eigentlich mehr berühren. Aber die Wahrheit ist, dass ich nur eine CD von Michael Jackson besitze – und die habe ich geschenkt bekommen. War nie meine Musik. Was es im Moment für mich besonders schwer macht, weil die Radiosender seit gestern fast nichts anderes mehr spielen.

Dennoch muss man seine Leistung anerkennen. Zumindest die bis Mitte der 90er Jahre. Sensationelle Musikvideos, mit “Thriller” ein Album, dass anscheinend jeder (außer mir) im Schrank hat. Im Glitzeranzug mit maskenhaft operiertem Gesicht der wahre und einzige Nachfolger des berühmten Elvis.

Fakt ist aber auch, Jackson war seit geraumer Zeit auf dem absteigenden Ast. Physisch und psychisch kaputt, hoch verschuldet, unterschwellig als Kinderschänder gebrandmarkt und zuletzt leider mehr als nur weit weg von den legendären Songs, die ihn so berühmt gemacht haben. Zu Lebzeiten bereits fast eine Legende haben sich die Karten für die geplanten Konzerte dennoch in Rekordzeit verkauft.

Nun hat er seinen letzten Moonwalk angetreten und hat damit wohl den letzten Schritt zur musikalischen Legende endgültig vollzogen. Ist schon komisch. Wenn man wirklich legendär sein will, dann muss man offenbar früh und spektakulär abtreten. Er reiht sich nun ein in die Riege um Elvis und John Lennon. Es wird eine lange Zeit dauern, bis wieder ein ähnlich erfolgreicher Künstler geboren wird.

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Grillabend

Das Engelchen hatte einen ereignisreichen Tag. Erst ein langer Spaziergang mit Mama, dann ausgiebiges Spielen im Garten, zusammen mit der Nachbarin und deren Kindern. Weniger schön war die Dusche danach. Die war zwar nötig, aber wenn das Engelchen erst mal nöckelig ist, dann  ist es eben nöckelig und das hält auch ne ganze Weile. Eben ganz typisch Frau !

Als Papa dann den Grill angeworfen hat, da war weder die sonst so geliebte Kartoffel mit Quark noch die eigentlich kiloweise verputzte Bratwurst interessant. Statt dessen hat das Kind die Terrorkröte rausgekehrt und eine dreiviertel Stunde lang Zeter und Mordio gebrüllt. Bis Mama beschlossen hat, dass nun Bettzeit ist – EGAL wie spät es gerade ist!!! Aber gut, es hat gepasst, denn 19.00 Uhr ist für ein einjähriges Kind die passende Zeit. Beide Eltern haben sich dann noch auf ein leckeres Bratwürstchen “danach” verabredet und sich auf einen ruhigen Abend am Grill gerfreut.

Leider hat das Engelchen heute Mittag das Babyphon runter geworfen und dabei offensichtlich die bewegungsempfindlichen Sensormatten beschädigt. Denn kaum war das Engelchen weggeratzt und Mama aus dem Kinderzimmer, da ging der Alarm los. Die Folge ist, dass unser Engelchen zunächst senkrecht im Bett sass und anschließend weinend aus selbigem entfernt werden durfte. Nun ist sie wieder wach und krabbelt todmüde und dem entsprechend unzufrieden zwischen unseren Füssen herum. Der Grill ist derweil kalt, dass Fleisch auch und Mama räumt gerade die letzten Reste der weniger gelungenden und schon gar nicht entspannenden Grillveranstaltung in die Spülmaschine.

Es gibt so Tage, da klappt nicht mal die Tür!

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neulich beim Einkauf

Wenn ich mit der besseren Hälfte unterwegs bin um den Wocheneinkauf zu erledigen, dann haben wir strikte Gewaltenteilung. Papa bleibt beim Wagen und passt auf das Kind auf (und wuchtet eselgleich am Ende des Einkaufs die tonnenschweren Taschen in den 2. Stock), während Mama von Pontius zu Pilatus rennt, um den einkaufswagen aufzufüllen. Dabei dirigiert sich mich erstaunlicher Weise immer von den Wein- und Spirituosenregalen weg. KOMISCH!

Aber manchmal habe ich auch Hummeln im Hintern. Meist endet das im Fiakso, weil die bessere Hälfte ständig Sonderwünsche hat. Hole ich die Kartoffeln, dann ist es garantiert der falsche Sack, weil die “festkochend” sind, sie aber “vorwiegend festkochend” haben will. Hole ich Erdbeeren, dann sind die falsch: “zu sauer”, “zu unreif”, “zu reif”oder weil sonst irgendwas mit den Dingern nicht stimmt!

Aber neulich im Marktkauf habe ich entdeckt, dass man(n) nun nichts mehr falsch machen kann. Da gab es natürlich weiterhin eine riesen Auswahl an Kartoffeln und Erdbeeren. Aber wenn man(n) genau hinschaut, dann gibt es die normalen Kartoffeln und links daneben liegen die “Geschmacks“kartoffeln. Bei den Erdbeeren liegen da rechts die normalen Erdbeeren und daneben die “Geschmacks“erdbeeren. Ja wenn ich gewusst hätte, dass 99% der riesen Auswahl gar nicht schmeckt und man sich nur auf das eine Prozent “Geschmacks“produkte konzentrieren muss, dann wäre mein Einkaufsleben seit Jahren viel leichter !

Dann will ich mal hoffen, dass es heute Abend “Geschmacks“schnitzel gibt und nicht etwa die, die rechts daneben lagen. In diesem Sinne ein schönes Wochenende!

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MAC POMM #3

Der Schmetterlingsgarten war den Besuch in jedem Fall wert! Allerdings hätte ich mir eine Warnung für Nutzer von Spiegelreflexkameras gewünscht! Am Eingang der klimatisierten Halle hing ein Händetrockner, der dazu dienen sollte Brillen und Digitalkameras vom Beschlag zu befreien, der sich bei gut 90% Luftfeuchtigkeit nun mal auf den Gläsern absetzt. Leider haben meine Objektive mehr als nur eine Linse und die beschlugen absolut alle. Ich hatte wirklich Panik, weil ich Wassertropfen auf den inneren Linsen meines 200ers oder meines 18-55 so gar nicht brauchen kann!

Aber es hat sich nach Verlassen des Schmetterlingsgartens alles ohne bleibende Schäden regeneriert. Die Bilder habe ich dann mit der Digi meiner besseren Hälfte gemacht. Faszinierende Falterwelt! Bunt, exotisch und ganz entspannt – die haben sogar kurz auf Schwiegerpapas Hand pausiert. Als wir raus kamen, waren wir ob des Klimas in den “Tropen” wie aus dem Wasser gezogen.

Nach dem Besuch des Gartens sind wir nach Malchow weiter gefahren. Das “Venedig des Ostens” ist eine Stadt mit zwei Gesichtern. Die zwei Attraktionen sind die Kloserkirche mit dem Orgelmuseum,

sowie die Drehbrücke mitten im Ort. Diese Drehbrücke ist die einzige Brücke im ganzen Städtchen, welches durch einen Kanal in zwei Hälften geteilt wird. Immer zur vollen Stunde wird die Brücke für ca. 15 Minuten geöffnet, um den regen Schiffsverkehr zwischen den Seen der Mecklenburger Seenplatte gegen Entrichtung eines Brückenzolls passieren zu lassen. Die Folge ist, dass einmal in der Stunde der komplette Auto-, Fahrrad-, und Fußgängerverkehr in der Stadt zum erliegen kommt und sich die Autos kilometerweit die Strassen hinauf stauen. Wenn die Brücke wieder geschlossen ist, braucht es etwa 20 Minuten bis sich der Knoten gelöst hat, nur um dann zur vollen Stunde das gleiche Spielchen zu wiederholen. Mit anderen Worten: Jeder halben Stunde Normalität folgt eine halbe Stunde Ausnahmezustand! Strategisch günstig plazierte Bierstände und Eisdielen erleichten den Touristen das Warten und Zuschauen. Wirklich witzig und für Touristen sicher eine Attraktion, während man sich als Einheimischer wahrscheinlich eher traktiert fühlen dürfte. Aber man gewöhnt sich wohl an alles.

Was mit zudem auffiel war, dass neben vielen wunderbar restaurierten Häusern trotzdem immer wieder extremer Verfall das Stadtbild prägt. Vor allem abseits der stärker genutzten Strassen sah man immer wieder verfallende Gebäude und selbst in der Klosterkirche gab es einsturzgefährdete Bereiche und kaputte Fenster. Es fehlt offensichtlich immer noch das Geld, um das Schmuckkästchen in Stand zu halten.

Ein Phänomen, welches wir auch auf unserer “Drei-Seen-Schiffstour” in Plau beobachten konnten. Da sieht man die Folgen der vielen Abwanderungen in Richtung Westen. Schade eigentlich, denn es lebt sich sicherlich schön dort unten – so man denn Arbeit hat.

Das war alles, was wir in den vier kurzen Tagen erleben konnten. Der Urlaub dort war schön, entspannend und gar nicht mal teuer. Es gibt viel zu sehen, schöne Landschaft und selbst Regenwetter würde einen dort nicht unbedingt sehr behin dern, weil es genügend Museen gibt. Meine bessere Hälfte und ich würden jederzeit wieder an die Mecklenburger Seenplatte fahren.

THE END

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Kommentarfunktion wieder freigeschaltet

Wundersame Dinge passieren in meinem Blog.

Da ist plötzlich die Kommentarfunktion blockiert und man muss “angemeldet” sein, um kommentieren zu können. Das komische ist, ich habe seit Wochen keine Einstellungen mehr geändert. Wahrscheinlich ist bei der Aktualisierung der Plugins ein Fehler passiert. Der ist jetzt korrigiert.

Es kann wieder kommentiert werden!

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Rücktritt in neue Ämter

Es wurde auch Zeit! Der Vorstand der Arminen ist gestern komplett zurück getreten. Das kann nur der erste Schritt sein. Die Herren Mamerow und Lämmchen werden noch mal kandidieren. Damit kann man leben, weil eine Neubesetzung kein Kahlschlag sein muss. Ich denke, dass Herr Mamerow in diesem Vorstand noch eine der unterschätzen Personen ist.

Ansonsten ist es irgendwie witzig und bezeichnend für den Plunder in diesem Club, dass alle zurück treten, aber dennoch weiterhin sichere und einflußreiche Posten haben. Das ist eher munteres Stühle rücken. Was hier statt findet ist ds berühmte Partyspiel “die Reise nach Jerusalem”, nur mit dem Unterschied, dass genügend Stühle für alle vorhanden sind. Schwick bleibt Vorsitzender des Aufsichtsrates, Kentsch bleibt Geschäftsführer und ein paar heutige Aufsichtsräte rücken in den Vorstand. Verbreitet man so Aufbruchstimmung? Ist das ein Umbruch? Ich denke nicht!

Konsequenzen zu ziehen heisst, dass man persönlich auch welche spürt. Hier wird nicht entmachtet oder gar ausgemistet, sondern es wird ein linientreuer, neuer Vorstand aus den alten Zöpfen zusammen geflochten und dem vermeintlich blöden Volk als Neuanfang verkauft!

Erst wenn Kentsch und Schwick den Club verlassen und absolut neue Gesichter im Verein installiert werden, kann man von einem Neuanfang reden. Bisher werden im Klüngelclub Armninia Bielefeld nur die Amateure umbesetzt.

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MAC POMM #2

… Es ist aber schnell wieder Frieden eingekehrt und wir haben gemeinsam einen Grillabend vorbereitet. Am Abend sind dann ganze Geschwader von Mücken über uns Urlauber hergefallen. Der einzige, der ohne Mückenstich aus der Nummer heraus kam war ICH! Nun ist es zu Hause auch so, dass ich in den seltensten Fällen gestochen werde und beim Frühstück habe ich dies auch noch fröhlich lächelnd der sich wüst kratzenden Restfamilie mitgeteilt. Fanden die irgendwie weniger lustig. Komisches Volk, diese Verwandten!

Aber: Das war VOR dem Spaziergang durch den Wald, den wir anschließend unternommen haben. Ich weiß ja nicht wie verzweifelt die Mücken in Mecklenburg so sind, aber die haben jedenfalls alles gesoffen – sogar mein Blut! Wohl ein typisches Beispiel von Überbevölkerung. Sind wahrscheinlich nicht genug Touristen für alle da. Wie dem auch sei – am Ende des Tages war ich genauso zerstochen wie der Rest der Familie. Danke sehr!!! Alles Gute zum Vatertag!!!

Am Abend waren wir im Fischrestaurant zum essen. Interessant ist, dass man in der ehemaligen DDR offenbar auch nach 20 Jahren noch keinen sonderlich ausgeprägten Geschäftssinn entwickelt hat. Da kommt es denn schon mal vor, dass die auf der Karte angepriesene Spargelsuppe ebenso “aus” ist, wie das Matjesfilet. Wenn man aber zum Herren(Vater)tag großartig “Wildschwein vom Spieß” ankündigt, dann sollte zumindest das am Abend nicht “aus” sein. War es aber, was vor allem meine Schwiegermutter und meine bessere Hälfte in Schwierigkeiten gebracht hat, weil sie keinen Fisch mögen. So gab es dann Kasseler. Übrigens mit Bratkartoffeln, weil es zur Auswahl nämlich entweder Bratkartoffeln oder Salzkartoffeln gab! Flexibel wie eine Bahnschranke, diese Speisekarte. Kennt man hierzulande in dieser Form nicht. War eine witzige Erfahrung. Planwirtschaft an einem Touristentreff. Aber alles in allem war es nicht so dramatisch, wie es vielleicht rüber kommt, denn wenigstens war das Bier nicht “aus” und das Essen war auch super!

Für den nächsten Tag hatten wir eine Tour in den Schmetterlingsgarten in Alt-Schwerin geplant und wollten anschließend nach Malchow…

…to be continued…

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