Archiv für November, 2008

Was ist denn hier los?

Im Laufe der Woche habe ich feststellen müssen, dass sich zunächst in unserem Wohnzimmer und danach Schritt für Schritt in der ganzen Wohnung die Anzahl debil vor sich hingrinsender Elche und Schneemänner konsequent erhöht hat. Dazu kommt aus heiterem Himmel eine hohe Anzahl kindgesichtiger, kerzenhaltender Personen (früher auch Armleuchter genannt) mit solchen Pausbacken, dass sie jedes Kleinkind in den Schatten stellen. Außerdem hat sich die Anzahl der Leute mit langen Bärten derart drastisch nach oben geschraubt, dass man den Eindruck haben könnte, hier wäre eine Zelle der Al Kaida eingezogen – wären die Bärte nicht vornehmlich weiß, die Gewänder rot und die Gesichter freundlich, ja fast zu freundlich. Wenn dann noch gegen 16.00 Uhr die Wohnung von zahlreichen Lichtern geflutet wird und man das Gefühl hat, die Suchscheinwerfer eines Sondereinsatzkommandos würden die Butze ausleuchten, dann weiß auch der Ehemann:

Sch***, es ist bald Weihnachten und die bessere Hälfte hat die Wohnung wieder mit zwei Tonnen Sondermüll dekoriert!

Schönen ersten Advent

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Email für mich

Gerade habe ich eine Email bekommen, in der mir ANGIE (neee, nicht die… brrrrr!) mitgeteilt hat, dass Weihnachtszeit POTENZZEIT ist. Gut zu wissen! Ich dachte immer, das wäre die Zeit der Besinnlichkeit. Die neue Erkenntnis werde ich sofort der besseren Hälfte mitteilen und entsprechende Maßnahmen einfordern. Mal sehen, was die sagt…

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Herr HIPP

Der Herr HIPP, das ist der Mann, der die ganze Babynahrung herstellt. Also Milchpulver, Babybrei, leckeres püriertes Obst und natürlich die Pastinaken mit Kartoffeln, von denen wir schon gesprochen haben. Nun ist der Herr HIPP auch derjenige, der die verschiedenen Milchsorten für Babys in vielen bunten Verpackungen im Supermarkt verkauft. Die kann man dann kaufen. Nein, eigentlich MUSS man die kaufen, weil Babys immer nur Milch trinken. Klingt komisch, ist aber so. Nun macht sich der Herr HIPP auch ständig Gedanken, wie man etwas verbessern kann. Deshalb hat er jetzt statt der alten HIPP Milch die neue HIPP Milch Plus probiotik in die Regale gebracht. Mit verbesserter Rezeptur für die Babys. Die hat zwar niemand gebraucht, aber der Herr HIPP hat das trotzdem gemacht. Die Milch ist tatsächlich eine Verbesserung gegenüber der alten. Zumindest für den Herrn HIPP. Denn statt der vorher vorhandenen 800 Gramm wiegt die neue Milch nur noch 600 Gramm. Weil die Rezeptur aber verbessert wurde, kostet die Milch immer noch das gleiche, wie vorher 800 Gramm. Herr HIPP hat also etwas verbessert, was man eigentlich gar nicht verbessern musste und verdient nun mehr Geld, obwohl er weniger Milch in seine Tüten packt. Klingt komisch, ist aber so. Das nennt man Marktwirtschaft. Und weil der Herr HIPP etwas verkauft, was Babys unbedingt haben müssen und wo man sich nicht aussuchen kann, ob man das nun kauft oder nicht, bezahlen nun alle Leute zähneknirschend die versteckte Preiserhöhung. So wird der Herr HIPP immer reicher und die Leute mit Kindern haben weniger Geld in der Tasche. Das hat er super hinbekommen. Da freut er sich, der Herr HIPP!

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Alle Jahre wieder…

Einmal im Jahr bin ich dran. Dann muss ich zur Firma Husemann, um die Schaltberechtigung für Hochspannungsanlagen zu erneuern. Seit Jahren vermittelt der selbe Typ vom TÜV (zugegeben mit sehr viel Enthusiasmus) den selben Stoff, mit Hilfe der selben Filme, Satzbausteine und Vorschriften. Sogar mit den selben Witzen. In der Mittagspause führt dann immer der selbe Mitarbeiter von Husemann durch die Firma, kommt immer mit der selben, riesigen Verspätung wieder am Schulungsraum an, wo wir immer mit dem selben Problem konfrontiert werden – wieder mal später Feierabend als geplant.

Schade, dass die einzige Hochspannung am Tag die in der Anlage ist!

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mafiöse Zustände

Was man kleinen Kindern so zumutet! Ich meine gut, Milch ist ja bekannter Maßen das, was Kinder im Säuglingsalter bekommen müssen. Aber nun geht die Kurze langsam zu handfester Nahrung über. Also eigentlich wäre die handfest, wenn Onkel HIPP die nicht so fein zu einer Pampe zurecht pürieren würde.

So bekommt das Engelchen mittlerweile also statt purer Pastinake “Pastinake mit Kartoffeln“, was man inhaltsmäßig einfach glauben muss, weil sich Bestandteile in dem beigen Brei schlicht nicht identifizieren lassen. Aber es muss irgendwas anderes mit drin sein, denn die Lüdde stinkt mittlerweile wie ein Puma, wenn sie…

…ach lassen wir das ! Der ganze Matsch schmeckt übrigens wie titti, denn alles ist ungewürzt und selbstredend sind weder Pastinake noch die Kartoffeln wahnsinnige Geschmacksträger. Außerdem: Wer zur Hölle kennt eigentlich Pastinake und noch wichtiger, wer isst das fade Zeug denn überhaupt freiwillig? Ich glaube ja an eine Verschwörung zwischen Kinderärzten (die das Zeug empfehlen) und Babynahrungsherstellern (die es verkaufen), um eine eigentlich nicht für den Verzehr geeignete Wurzel doch unter das zahlende Volk zu bringen. Quasi eine Pastinakenmafia. Mit kleinen Kindern kann man’s ja machen!

Ich wünsche dem Engelchen jedenfalls, dass sie nach der wöchentlichen Steigerung von Pastinake über Pastinake mit Kartoffeln auf Pastinake mit Kartoffeln und Biopute endlich zu feinem, weil süssem Bananenbrei mit Zwieback übergehen kann. Denn mir würde dieses einseitige Futter tierisch auf die Nerven gehen und ich glaube, ein pastinakengeschädigtes Kind ist auf Dauer auch nicht mehr so ausgeglichen wie heute.

oder???

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Immer diese Angebote

Wichtiger Sicherheitshinweis: Heutzutage ist Impotenz ein Fremdwort! Woher ich das weiß? Ich bekomme diese Info seit Tagen in verschiedensten Variationen per Email. Das sogar, obwohl ich bereits das Fremdwort “Impotenz” zum Spamfilter hinzu gefügt habe.

Also liebe Spamroboter: ICH HABE ES KAPIERT – und außerdem brauche ich auch keine Potenzpillen. Meine Versagensängste halten sich sowieso in Grenzen. Ich bin junger Vater – da kommt man sich eh ziemlich regelmäßig wie ein Versager vor!

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*Meckermodus*

Verdammte Tarifrunde! Hoffentlich einigen sich die Herren heute Nacht! Ich habe nämlich so absolut überhaupt gar keine Lust so eine Urabstimmung im Betrieb vorzubereiten und durchzuführen, weil das nämlich unheimlich viel Arbeit, Sabbelei und Zeit kostet. Wieso müssen die Herren Tarifvertragsparteien immer so einen Zinnober veranstalten???

Die liefern sich Schattenkämpfe und ich sitze mal wieder bis in die Puppen in irgendwelchen Funktionärskonferenzen. Danach schleppe ich Tonnen von Papier zwischen Konferenz und Firma hin und her, von denen ich nicht mal weiß, ob sie denn gebraucht werden – weil man eben nicht die geringste Ahnung hat, ob NRW nun Tarifgebiet wird und die Abstimmung überhaupt durchgeführt werden muss, geschweige denn ob der eigene Betrieb überhaupt bestreikt würde. Außerdem habe ich keinen Bock auf Arbeitskampf vor Weihnachten – obwohl ich bei der Teilnahme keine Skrupel hätte!

*grmpf*

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Banjo, Snoopy und Texas

Das Update ist diese Woche ausgefallen. Nicht weil ich langsam updatefaul werde, sondern weil ich seit Freitag Vollbeschäftigung hatte. Ich war Freitag um 14.00 Uhr zu Hause und von da an waren meine bessere Hälfte, das Engelchen und ich unterwegs auf Erkundungstour. Das Ergebnis war der Einzug von drei neuen Hausbewohnern am Samstag. Aber der Reihe nach.

Am Freitag sind wir zunächst in Bielefeld im  Fressnapf gewesen. Dort haben wir nach einer großen Voliere Ausschau gehalten. Danach waren wir in Bielefeld im Baumarkt und haben Preise für unbehandelte Echtholzplatten und Ketten, sowie Karabiner, Unterlegscheiben und Schrauben eingeholt. Am Ende waren wir in Bielefeld im Tiergarten. Das ist ebenfalls eine Zoohandlung, wo wir zu unseren Fragen sehr kompetente Beratung gefunden haben. Zu Hause angekommen haben wir den Käfig aufgebaut und mit Echtholzplatten, Ketten, Baumrinde, Ästen, Weidenbrücken, Stroh und Streu ausgestattet.

Am Samtag sind wir dann erneut zum Tiergarten gefahren und haben Banjo, Snoopy und Texas abgeholt. Drei ganz junge Degus, zwei graue (blaue) und einen braunen. Zumindest bei Banjo, dem braunen, sind wir uns namentlich immer sicher. Die beiden anderen sind sich (im Moment noch) sehr ähnlich. Im Augenblick sind sie noch recht scheu und gewöhnen sich ein, weshalb die Photos eher Glückssache sind.

Lange habe ich mich über die Tiere schlau gemacht, Fress- und Lebensgewohnheiten erkundet. Mit Entsetzen habe ich festgestellt, dass einem manche Zoohandel alles als optimal aufschwatzen würden, selbst viel zu kleine Käfige mit (nicht deguresistenter Plastikschale), nur um die Tierchen zu verkaufen. Im Tierheim haben wir das eine Extrem erfahren (”am besten, die Tiere bekommen ein eigenes Zimmer und mindestens 5-7 Stunden Auslauf am Tag!“), in der Zoohandlung das andere (”Ach was, 60 cm Grundfläche und 1m Höhe reichen auch für 5 Tiere!“). Im Tiergarten haben wir eine Züchterin getroffen, die zwischen beiden Extremen den Mittelweg erklärt hat. Das Ergebnis waren ein Käfig mit der Fläche (BxLxH) 100×90x180, sowie drei Degus, die auch Freilauf bekommen (im Bad oder Flur) , wenn sie erst mal handzahm sind.

Nun sitzen wir das ganze Wochende da und beobachten diese kleine, flinken, kletternden Tierchen und sind ganz begeistert. Degus leben zwischen 6 und 9 Jahren und sind weitgehend tagaktiv, knabbern alles an und sind nicht gerade leicht zu pflegen. Für mich als Hobby die ideale Weiterentwicklung vom Hamster zu Nagern, die arbeitsintensiver, aber dafür auch öfter zu sehen sind . Obwohl ich mich vorher schon sehr intensiv über Degus schlau gemacht habe, studiere nun ich seit Tagen sämtliche Internetseiten die ich finden kann und lerne fleissig alles über die richtige Ernährung und das passende Gemüse oder Grünfutter.

Ihr seht, ich bin schwer beschäftigt und hab’ keine Zeit für Updates!

CU

Richie

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