Das Update ist diese Woche ausgefallen. Nicht weil ich langsam updatefaul werde, sondern weil ich seit Freitag Vollbeschäftigung hatte. Ich war Freitag um 14.00 Uhr zu Hause und von da an waren meine bessere Hälfte, das Engelchen und ich unterwegs auf Erkundungstour. Das Ergebnis war der Einzug von drei neuen Hausbewohnern am Samstag. Aber der Reihe nach.
Am Freitag sind wir zunächst in Bielefeld im Fressnapf gewesen. Dort haben wir nach einer großen Voliere Ausschau gehalten. Danach waren wir in Bielefeld im Baumarkt und haben Preise für unbehandelte Echtholzplatten und Ketten, sowie Karabiner, Unterlegscheiben und Schrauben eingeholt. Am Ende waren wir in Bielefeld im Tiergarten. Das ist ebenfalls eine Zoohandlung, wo wir zu unseren Fragen sehr kompetente Beratung gefunden haben. Zu Hause angekommen haben wir den Käfig aufgebaut und mit Echtholzplatten, Ketten, Baumrinde, Ästen, Weidenbrücken, Stroh und Streu ausgestattet.

Am Samtag sind wir dann erneut zum Tiergarten gefahren und haben Banjo, Snoopy und Texas abgeholt. Drei ganz junge Degus, zwei graue (blaue) und einen braunen. Zumindest bei Banjo, dem braunen, sind wir uns namentlich immer sicher. Die beiden anderen sind sich (im Moment noch) sehr ähnlich. Im Augenblick sind sie noch recht scheu und gewöhnen sich ein, weshalb die Photos eher Glückssache sind.

Lange habe ich mich über die Tiere schlau gemacht, Fress- und Lebensgewohnheiten erkundet. Mit Entsetzen habe ich festgestellt, dass einem manche Zoohandel alles als optimal aufschwatzen würden, selbst viel zu kleine Käfige mit (nicht deguresistenter Plastikschale), nur um die Tierchen zu verkaufen. Im Tierheim haben wir das eine Extrem erfahren (”am besten, die Tiere bekommen ein eigenes Zimmer und mindestens 5-7 Stunden Auslauf am Tag!“), in der Zoohandlung das andere (”Ach was, 60 cm Grundfläche und 1m Höhe reichen auch für 5 Tiere!“). Im Tiergarten haben wir eine Züchterin getroffen, die zwischen beiden Extremen den Mittelweg erklärt hat. Das Ergebnis waren ein Käfig mit der Fläche (BxLxH) 100×90x180, sowie drei Degus, die auch Freilauf bekommen (im Bad oder Flur) , wenn sie erst mal handzahm sind.
Nun sitzen wir das ganze Wochende da und beobachten diese kleine, flinken, kletternden Tierchen und sind ganz begeistert. Degus leben zwischen 6 und 9 Jahren und sind weitgehend tagaktiv, knabbern alles an und sind nicht gerade leicht zu pflegen. Für mich als Hobby die ideale Weiterentwicklung vom Hamster zu Nagern, die arbeitsintensiver, aber dafür auch öfter zu sehen sind
. Obwohl ich mich vorher schon sehr intensiv über Degus schlau gemacht habe, studiere nun ich seit Tagen sämtliche Internetseiten die ich finden kann und lerne fleissig alles über die richtige Ernährung und das passende Gemüse oder Grünfutter.
Ihr seht, ich bin schwer beschäftigt und hab’ keine Zeit für Updates!
CU
Richie