Oktober 30, 2008
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Da will man(n) im real nur mal schnell eine Flasche Wein und ein wenig Sahne für einen leckeren Eierpunsch am Abend besorgen. Mit den genannten Utensilien im Arm wirft man(n) einen kurzen Blick auf die vier Schnellkassen des Ladens und stellt fest: 4 Kassen in Betrieb, drei Personen warten nur, drei der Zahlenden sind fast fertig. Fazit: Also lohnt es, sich dort anzustellen.
Nun mal eine Frage: Wie nennt man das, wenn anschließend alle 4 (in Worten VIER) Schnellkassen nacheinander aus unterschiedlichsten Gründen des Geist aufgeben und man(n) sich dann nach 10 Minuten Wartezeit doch an einer der (gefühlt) 10km langen anderen Schlangen für weitere 15 Minuten anstellen muss? Das alles, während die bessere Hälfte im Auto mit dem Engelchen wartet, weil’s ja eigentlich schnell geht.
Fällt das noch unter “doof gelaufen“, ist es schon “Arschkarte gezogen” oder gar ein “FUCK! Wär ich mal im Bett geblieben“?
Oktober 27, 2008
· abgelegt unter Aus dem Nähkästchen
Erst mal zur Erklärung für alle, die nicht bewandert im westfälischen Slang sind. Im Pölter bedeutet so viel wie “im Schlafanzug”. In Pölter hingegen bedeutet, man hat bequeme Klamotten an, also beispielsweise Schluffen, Schlabberbuxe und bolleriges T-Shirt.
Vor dem Engelchen haben meine Frau und ich des Öfteren Pölter(sonn)tage gemacht. Frühstück im Bett, zwischendurch ein bisscken nönkern (Mittagsschläfchen), Fernsehen oder DVD schauen, Abends was vom Chinesen kommen lassen und dann wieder in die Falle zum Fernsehen gucken.
Solche Tage gibt es mit einem Baby natürlich in der Form nicht mehr. Die Lüdde will beschäftigt werden, Mittagsschläfchen der Eltern findet sie augenscheinlich doof und außerdem darf sie allenfalls mal mit Papa Arminia gucken, aber ansonsten ist die Flimmerkiste tabu
!
Samstag haben meine bessere Hälfte und ich zumindest mal wieder ein Frühstück im Bett hinbekommen. Ich hatte Brötchen, Mett und Fleischsalat besorgt, meine bessere Hälfte hat das Engelchen aus dem (Kinder)Bett geholt und rüber ins (Eltern)Bett gebracht. Danach bin ich wieder in Pölter schlüpft und habe zusammen mit meiner besseren Hälfte in Ruhe gefrühstückt. Mit Zeitung lesen und allem drum und dran. Wie früher. Es gab nur einen Unterschied: Das Engelchen steht spätestens um 7.00 Uhr auf. Um die Zeit sind wir früher an unseren Pölterntagen auch aufgestanden – sind kurz zum Klo und dann haben wir uns wieder hingelegt!
So kam es denn, dass wir uns gestern darüber klar wurden, dass es einen echten Pöltertag so ohne weiteres gar nicht mehr geben wird. Denn wir waren zu einer Zeit mit dem Frühstück fertig, da wären wir früher noch nicht mal wach gewesen
. Wenn man aber schon so früh mit Frühstück fertig ist, braucht man(n) ja fast noch was zum Mittag, muss also sowieso irgendwann aufstehen. Da wird der Tag viel zu lang, um ihn nur in Pölter zu verbringen. ABER: Man fängt gemütlich an und hat dennoch was vom Tag. Ist doch auch schön, oder?
Oktober 25, 2008
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Teddy, Charlie, Winnie, Speedy und Barney. Fünf Hamster haben wir in den letzten Jahren gehabt. Goldhamster Teddy wurde sozusagen von meiner besseren Hälfte in den Hausstand eingebracht, war unglaublich zutraulich und ist im fast biblischen Alter von 4 Jahren an Altersschwäche gestorben. Danach kam mit Charlie ein schwarz/weißer, ungewöhlich mißtrauischer kleiner Kerl. Er ließ sich nie in die Hand nehmen, egal was man versucht hat. Käfig reinigen war immer ein Abenteuer. Er ist uns mehrmals augebüchst und wir haben ihn nach längerer Suche mit dem Besen unter dem Sofa hervortreiben oder mühseelig unter dem Badezimmerschrank hervorholen müssen. Er wurde gut zwei Jahre alt und musste nach einem Schlaganfall eingeschläfert werden.
Ihm folgte Winnie, ein ebenfalls sehr schnell hamdzahmer, brauner Teddyhamster mit tollem Charakter, der sich für ein Stück Gurke oder einen Drops immer gern auch zur Tageszeit aus seinem Häuschen locken ließ. Winnie stand unheimlich auf Joghurt und wartete jeden Morgen um 5.30 Uhr an der Käfigtür auf mich, um ein Leckerchen vor dem Schlafen abzustauben. Er wurde ebenfalls gerade zwei Jahre alt, bevor er mit einem Tumor im Bauch ebenfalls eingeschläfert werden musste. Auf ihn folgte nach einer etwas längeren Pause der naturfarbene Goldhamster Speedy. Der hat seinem Namen alle Ehre gemacht, fast nie geschlafen, war immer “auf Speed”, hat in alles gebissen was ihm vor die Schnüss kam. Von der Möhre bis zum Finger. Die Aktivität kam mir immer komisch vor, er wurde nie zahm, griff die Hand immer an und bekam nach nicht mal einem Jahr einen riesigen, schnell wachsenden Tumor im Bauch und wurde (was schon?) eingeschläfert.
Als letztes folgte Barney. Der kleine war neben Teddy wohl der charakterlich tollste Hamster den wir hatten. Der Kopf cremefarben, der Körper weiß. Beinahe sofort handzahm, immer bereit zu einer Klettertour über die Arme auf die Schulter und den Rücken wieder runter. Viele Wachzeiten, immer neugierig und geschäftig unterwegs. Bemerkenswert war, dass er nie Süßes gefressen hat, also praktisch keine Drops, keine Knabberstangen, aber dafür alle Arten von Gemüse und Obst. Getrunken hat er wie ein Meerschweinchen – eine Tränke pro Woche. Gestern musste auch er eingeschläfert werden, weil er einen Tumor am Darm hatte und der Körper von Wasser aufgeschwemmt wurde, weil der Stoffwechsel es nicht mehr abbauen konnte.
Warum schreibe ich das? Weil ich zum einen erstaunt bin, wie schwer es mir gestern mal wieder gefallen ist, den kleinen Kerl einschläfern zu lassen und wie sehr einem so ein kleines Tier ans Herz wachsen kann. Heftig ist die unglaubliche Anfälligkeit für Tumore im Alter.
Zum anderen, weil es für mich unfassbar ist, wie unterschiedlich selbst solche Kleintiere in ihrem Charakter ausgebildet sind. Von zutraulich bis bissig war alles dabei. Was wir jetzt allerdings machen ist eine lange Hamsterpause. Denn ganz ehrlich – alle zwei Jahre ein Todesfall in der Familie ist auch nicht wiirklich schön. Egal wie putzig und pflegeleicht die Tierchen auch sind.
Schönes Wochenende!
Oktober 23, 2008
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Gerade habe ICH Nudelsosse gemacht. So wie zuvor schon tausend Mal: Zwiebel würfeln, in Olivenöl andünsten, derweil Knoblauch würfeln, mit andünsten, derweil Tomaten würfeln, mit andünsten. Danach ein wenig passierte Tomaten hinzu, würzen mit Salz und Pfeffer, etwas Majoran dran, etwas Basilikum, fertig ist das leckere Sösschen. Theoretisch!
Ich hatte heute die Rechnung ohne die Holländer gemacht. Die schaffen es nämlich seit ein paar Jahren aus Wasser Tomaten zu züchten. Entsprechend schmeckte die Sosse nach – genau – WASSER! Genau genommen nach heissem Wasser mit Olivenöl und Knoblauch. Die Tomaten müssen aus bestem Felsquellwasser gezüchtet worden sein, sonst bekommt man so wenig Geschmack gar nicht hin.
Schatz? Wo war doch gleich das Tomato al Gusto???
Oktober 21, 2008
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Wenn ich Zeit hätte über die Zeit zu sprechen, würde ich sagen, ich habe zurzeit keine Zeit für dieses Weblog. Aber so viel Zeit habe ich nicht!
Oktober 16, 2008
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*POLEMIKMODUS AN*
“Der Staat war und ist die einzige Instanz, um das Vertrauen zwischen den Banken wieder herzustellen.“
(Angela Merkel)
Da stellt sie etwas sehr komisch dar. Tatsächlich ist es doch so, dass der Staat aus unseren Steuergeldern ein Hilfspaket in Höhe von
500 000 000 000 €
für eine Bankenrettung ausgibt. Eine Rettung, die natürlich und selbstredend notwendig ist, aber vor allem entstand, weil es einen Sektor gab, der ungezügelt in irgendwelche Glücksspielspekulationen und dubiose, ungesicherte Immobilienkredite eingestiegen und so in großem Stil Geld vernichtet hat.
Besonders lecker wird es dann, wenn man vorher als junge Eltern verfolgen durfte, wie man sich in der Politik davor geziert hat, das Kindergeld um sagenumwobene 10 (in Worten: ZEHN) Euro zu erhöhen. In der Diskussion hat man unter anderem darüber debattiert, ob es nicht sinnvoller wäre, den sozial schwachen Familen lieber ein Kostgeld zur Verfügung zu stellen, weil die das sensationelle mehr an Kindergeld sonst “für sich” verpulvern würden
!
Nun müssen wir superreichen Finanzjongleuren Milliardensummen hinterher werfen, damit unser Wirtschaftssystem nicht salopp gesagt über die Wupper geht. Das ist sowas von zum schreien, ich habe Angst, dass bald einer wegen Ruhestörung die Polizei rufen muss.
*POLEMIKMODUS AUS*
Hoffentlich haben die jetzt auch einen Arsch in der Hose und regulieren den ganzen Sumpf soweit, dass sich diese Krise nicht wiederholen kann. Ich habe nämlich keine Lust, mit schöner Regelmäßigkeit für die Verluste von Großspekulanten aufzukommen, während ich an den Gewinnen nicht beteiligt werde.
Oktober 15, 2008
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Kann mir mal einer was erklären?
Wieso muss eine Ansammlung von Feuerwehrfahrzeugen in der Woche nachts um 2.00Uhr mit schallenden Martinshörnern die menschen- und fahrzeugleere Strasse hinunterballern? Reicht da um die Uhrzeit nicht das Blaulicht und ein kurzes Tatü vor der nächsten großen Kreuzung? Muss man die ganze Nachbarschaft aufwecken?
Vor allem aber, wieso fahren die Jungs in rot zunächst mit viel lautem TATÜ in die eine Richtung an unserem (offenen) Schlafzimmerfenster vorbei, um etwa 3 Minuten später mit ebenso lautem TATA wieder in die andere Richtung zu düsen? Ich hoffe, wenn es hier mal brennt wissen sie wo sie hin müssen. Zur Not um die Uhrzeit einfach dem hellen Lichtschein nach. Was war das also heute Nacht?
Bevölkerungsschikane?
Navi kaputt?
Orientierungsverlust?
*kopfkratz*
Oktober 13, 2008
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Ich verstehe diesen USB-Fernanschluß von meiner Fritz!-Box nicht. Erst hat es Ewigkeiten gedauert hat, bis meine bessere Hälfte und ich über besagte Box auf die neue externe Festplatte zugreifen konnten, weil Fritz! eigentlich lieber FAT32 hätte (wer hat das heutzutage noch?). Nun stellen wir heute fest, das An- und Abmelden am Laptop klappt auch nur dann wenn Fritz! gerade mal Bock hat. Ist ja toll wenn es so eine “gemeinsamdieFestplattenutzen” – Funktion gibt. Wenn die Kopie von schlappen 5 GB Daten auf das Ding allerdings schon fast eine Stunde dauert, dann wäre zumindest eine fehlerfreie Anmeldesoftware echt nett. Dann braucht die bessere Hälfte auch nicht in der Firma anzurufen, um zu fragen wie sie Zugriff auf die Kinderbilder bekommt.
*grmpf*