Archiv für August, 2008

Pflege? Kann doch jeder!

Für die Verbesserung der Altenpflege in Deutschland gibt es mal wieder einen neuen Denkansatz. Der ist ganz einfach: Die Pflegefälle des Arbeitsmarktes sollen für die Pflege der Alten eingesetzt werden. Feiner ausgedrückt, die Langzeitarbeitslosen sollen es richten. Ihnen will man den Weg in die Pflege frei machen, qualifiziert durch eine Schulung von 160 Stunden inklusive Praktikum. Dass dies möglich ist, beweisen scheinbar die vielen privat Pflegenden daheim.Was auf den ersten Blick wunderbar einfach scheint, ruft auf den zweiten Blick Kopfschütteln hervor. Denn zum einen hinkt der Vergleich mit Verwandtschaft pflegenden Privatpersonen, weil deren Motivation eine andere ist und sie zudem meist dennoch einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nehmen. Hinzu kommt, dass sich nicht jeder einen Platz im Pflegeheim für die Versorgung der kranken Angehörigen leisten kann.

Zum anderen löst eine solche Vorgehensweise die Probleme in den Altenheimen nicht. Es mangelt dort ohnehin an Fachkräften, denn nur diese sind dazu qualifiziert, beispielsweise die notwendigen Dokumentationen auf dem neuesten Stand zu halten, Spritzen zu verabreichen und einiges mehr zu tun, was man ihnen in der dreijährigen Ausbildung vermittelt hat. Motivierte Mitarbeiter ohne Examen gibt es in den Pflegeheimen auch heute. Aber der Schlüssel des ganzen ist die Motivation. Altenheime sind voll von meist sehr engagierten, aber völlig unterbezahlten und dafür total überlasteten Kräften, denen die Zeit fehlt, um sich intensiv auch neben dem warm, sauber, satt mit den alten Menschen zu beschäftigen. Da ist es wenig hilfreich, wenn die Verzweiflung langzeitarbeitslose Menschen in einen solchen Job drückt, ohne dass diese sich mit dem Pflegeberuf überhaupt identifizieren. Aber es spiegelt die Denkweise über die Pflegeberufe wieder: Popo abputzen kann schließlich jeder, auch wenn er oder sie eine Ausbildung zum Maurer, Buchhalter oder ein abgebrochenes Studium im Lebenslauf stehen hat!
Um es ganz klar zu sagen: Es sind nicht die Mitarbeiter, sondern die bisherige Sparpolitik, die für die Probleme in den Pflegeberufen verantwortlich ist. Der Ansatz, Langzeitarbeitslosen eine freiwillige, mehrjährige Umschulung anzubieten und sie dann in die freien Altenpflegestellen zu vermitteln, könnte ein richtiger Weg sein. Die rudimentäre Kurzschulung billigster Hilfskräfte, nur zur schnellen und populistisch ausschlachtbaren Bereinigung der politischen Statistik, wird dem Problem nicht gerecht.

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40 Gründe warum Männer im Bett versagen

Mal was aus der Rubrik “nicht ganz jugendfrei”. Oder auch – mein Blog wird erwachsen

40 Gründe warum Männer im Bett versagen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit!

1) Keine anfänglichen Küsse.
Ihre Lippen vermeiden und gleich zu den erogenen Zonen abtauchen gibt ihr das Gefühl, dass Du pro Stunde bezahlst und versuchst, soviel wie möglich für Dein Geld zu bekommen, indem Du die unwichtigen Sachen weglässt. Ein wirklich leidenschaftlicher Kuß ist die ultimative Art, um weiterzukommen.

2) Ihr zu stark ins Ohr pusten.
Gib’s zu, irgendwer in der Schule hat Dir erzählt dass Mädchen das lieben. Nun, es gibt einen Unterschied zwischen erotisch sein und pusten, als wolltest Du die Kerzen auf deinem 50. Geburtstagskuchen ausblasen. So was tut weh.

3) Nicht rasiert sein.
Du vergisst oft, dass Du ein Stachelschwein unter Dein Kinn gegurtet hast, mit welchem Du wiederholt über das Gesicht und die Schenkel Deiner Partnerin fährst. Wenn sie ihren Kopf von einer Seite zur anderen wirft ist das nicht ihre wilde Sinnlichkeit, sondern sie meidet Dich.

4) Ihre Brust quetschen.
Die meisten Männer benehmen sich wie eine Hausfrau, die eine Melone auf ihre Reife prüft, wenn sie ihr Hände an die Brust einer Frau bekommen. Streichle sie, liebkose sie und sei vorsichtig mit ihnen.

5) In ihre Nippel beissen.
Weshalb saugen sich Männer an den Nippeln fest und saugen daran, als wollten sie ihren Körper durch ihre Brüste entlüften? Brustwarzen sind hochempfindlich. Sie können kein drauf rumgekaue ab. Lecke und sauge zärtlich daran. Es ist gut mit Deiner Zunge darüber hin und herzufahren. Brüste sind keine Kauknochen!

6) Ihre Nippel verdrehen.
Hör damit auf, ihre Nippel zwischen Zeigefinger und Daumen so zu verdrehen, als würdest Du bei schlechtem Empfang nach Deinem Lieblingsradiosender suchen. Konzentriere Dich auf die ganze Brust, nicht nur auf ihre hervorstehenden Merkmale.

7) Die restlichen Teile ihres Körpers ignorieren.
Eine Frau ist keine Autobahn mit nur drei Abfahrten: Tittentown Ost und West und der Midtown Tunnel. Es gibt viele Bereiche ihres Körpers die Du viel zu oft ignoriert hast auf Deinem Sturzflug geradewegs ins Stadtzentrum Vagina. Also fang an, auch den anderen Körperteilen etwas Aufmerksamkeit zu schenken.

8) Mit der Hand feststecken.
Schlechte Geschicklichkeit in der Unterwäscheregion kann zu verwirrten Unterhosen und festklemmenden Fingern führen. Wenn Du schon so angriffslustig bist, frag sie einfach, ob sie die blöden Dinger nicht ausziehen kann.

9) Ihr ein kleines Geschenk hinterlassen.
Die Beseitigung benutzter Kondome liegt in der Verantwortung des Mannes. Du hast es getragen, Du bringst es auch weg.

10) Die Klitoris attackieren.
Direkter Druck ist sehr unangenehm, also rotiere sanft mit Deinen Fingern an der Seite der Klitoris entlang.

11) Eine Pause machen.
Frauen, anders als Männer, fangen nicht gleich dort wieder an wo sie zuletzt aufgehört haben. Wenn Du aufhörst, fallen sie sehr schnell auf Feld eins zurück. Wenn Du weißt dass sie weiter als Feld eins ist, mach auf jeden Fall weiter, egal ob Du einen tauben Kiefer hast oder nicht.

12) Sie unbeholfen ausziehen.
Frauen hassen es, dumm auszusehen, aber sie wird dumm aussehen wenn sie bis zur Taille Nackt ist und mit dem Kopf im T-Shirt festhängt. Zieh sie aus als wäre sie ein elegantes Geschenk, nicht wie das Spielzeug eines Kindes.

13) Sie während des Vorspiels scharfmachen.
Sie zärtlich durch den Schlüpfer streicheln kann sehr sexy sein. Denselben zwischen ihren Schenkeln hochziehen und hin- und herzerren ist definitiv nicht sexy.

14) Von der Vagina besessen sein.
Obwohl die meisten Männer die Klitoris ohne Landkarte finden, glauben sie trotzdem daran, das alles in der Vagina stattfindet. Viele Männer greifen sehr schnell nach dort unten. Das ist im Prinzip okay, aber wenn Du nicht vorsichtig bis kann es weh tun.Am besten ist es, sich anfangs mehr auf ihre Klitoris zu konzentrieren und auf das äusseren Umfeld der Vagina, um dann sanft mit einem Finger in sie einzudringen und zu sehen, ob sie es mag.

15) Zu rauh massieren.
Du versuchst ihr eine zärtliche, entspannende Massage zu geben um sie in Stimmung zu bringen. Hände und Fingerspitzen sind okay, Ellbogen und Knie nicht.

16) Vorzeitig ausziehen.
Erzwing nichts, indem Du Dich ausziehst bevor sie nicht mindestens etwas gemacht hat um Deine Klamotten loszuwerden, selbst wenn sie nur ein paar Knöpfe geöffnet hat.

17) Deine Unterhose zuerst ausziehen.
Ein Mann in Socken und Unterwäsche ist das schlimmste. Zieh die Socken zuerst aus.

18) Zu schnell sein.
Wenn Du in die Penis-in-der-Vagina Situation kommst, ist das schlimmste, was Du machen kannst, zu pumpen wie eine Industriewerkzeug – sie wird sich bald wie eine Fließbandarbeiterin fühlen die an ihrem Band nicht mehr hinterherkommt. Fang langsam an, mit sanften, geraden, normalen Stößen.

19) Es zu hart machen.
Wenn Du Deinen grossartigen Liebesknochen zwischen ihre Schenkel oder in ihren Hals rammst, ist der Schmerz so groß wie zwei Wochen pferdereiten konzentriert in wenigen Sekunden.

20) Zu früh kommen.
Jedes Mannes Angst. Mit Grund. Wenn Du schießt bevor Du das weiße in ihren Augen sehen kannst, versichere Dich dass Du einen Ausweichplan hast um ihr Vergnügen und ihre Befriedigung auch sicherzustellen.

21) Nicht rechtzeitig kommen.
Es mag Dir vorkommen, dass eine Stunde Beischlaf ohne Orgasmus das Markenzeichen eines Sexgottes ist, aber für sie ist es eher das Anzeichen einer tauben Vagina. Zumindest solltest Du ein paar spannende und interessante Poster kaufen damit es ihr nicht langweilig wird während Du “Marathon Man” spielst.

22) Nachfragen ob sie gekommen ist.
Das solltest Du wirklich selbst wissen. Die meisten Frauen geben dabei Laute von sich. Solltest Du es dennoch wirklich nicht wissen, frag nicht nach.

23) Oralsex zu zart machen.
Benimm Dich nicht wie eine Katze an einer Milchschüssel. Geh mit dem ganzen Mund heran und lass Deine Zunge an ihrer Klitoris sanft hin und herschnellen oder rotieren.

24) Ihren Kopf nach unten drücken.
Männer versuchen dies oftmals solange, bis sie auf Augenhöhe des Penis ist, in der Hoffnung auf Oralsex. Alle Frauen hassen dies. Das ist drei Schritte davon entfernt, wie in der Urzeit an den Haaren in die Höhle gezerrt zu werden. Wenn Du willst das sie ihren Mund benutzt, benutze Deinen, versuch sachte mit ihr darüber zu reden.

25) Sie nicht zu warnen bevor Du kommst.
Sperma schmeckt wie Meerwasser gemixt mit Eiweiß. Nicht jeder mag es. Wenn sie Oralsex mit Dir macht, warn sie bevor Du kommst damit sie das tun kann was sie für nötig hält.

26) Sich während Fellatio bewegen.
Nicht stoßen. Sie ist die einzige die sich während des Fellatio bewegt. Du hast einfach nur dazuliegen. Und nimm nicht ihren Kopf in die Hände.

27) Sich Vorbilder in Pornos suchen.
In Pornos scheinen es Frauen zu lieben wenn Männer auf sie ejakulieren. Im wahren Leben heisst das nur, mehr Wäsche waschen zu müssen.

28) Sie stundenlang auf Dir reiten lassen.
Sie zu bitten, nach oben zu gehen, ist okay. Dazuliegen und zu grunzen während sie die ganze schwere Arbeit macht ist nicht okay. Liebkose sie sanft, so dass sie sich nicht so wie der Kapitän eines Schoners fühlt. Und gönne ihr ab und zu eine Pause.

29) Versuchen, Analsex mit ihr zu machen und dann vortäuschen, dass es ein Unfall war.
Dies ist der Grund weshalb Männer den Ruf haben, bestimmten Richtungen nicht folgen zu können. Wenn Du ihn dort hinstecken willst, frag sie zuerst. Und glaub nicht, das betrunken sein eine Entschuldigung ist.

30) Photos machen.
Wenn ein Mann sagt :”Kann ich ein Bild von Dir machen?” wird sie die Worte …um es meinen Kumpels zu zeigen… hören. Lass sie den Gewahrsam über die Bilder haben.

31) Nicht phantasievoll genug sein.
Phantasie ist alles, von mit den Fingern kleine Zeichnungen auf ihren Rücken zu malen bis Honig auf sie tropfen zu lassen und wieder aufzulecken. Früchte, Gemüse, Eis und Federn sind alles gute Beispiele, heisses Kerzenwachs und permanente Farbe sind tabu.

32) Mit Deinem Bauch gegen ihren schlagen.
Es gibt keinen unerotischeren Laut. Das ist genauso sexy wie ein Rülpswettbewerb.

33) Sie in dummen Posen nehmen wollen.
Wenn sie Yoga für Fortgeschrittene im Bett machen will, gut, aber solange sie keine rumänische Turnerin ist solltest Du nicht zu ehrgeizig werden. Frag Dich selbst, ob Du einen Sexpartner mit gerissenen Archillessehnen willst.

34) Ihre Prostata suchen.
Lies dies mit Vorsicht: anale Anregung fühlt sich für Männer gut an, da sie eine Prostata haben. Frauen haben keine.

35) Ihr Knutschflecken verpassen.
Es ist hoch erotisch, ihr sanft am Hals zu saugen wenn man dies vorsichtig tut. Keine Frau will Rollkrägen und Halstücher wochenlang tragen müssen.

36) Laute Anweisungen.
Ruf ihr keine Ermunterungen wie ein Trainer mit einem Megaphon zu. Das turnt nicht wirklich an.

37) Dirty Talk.
Damit hörst Du Dich an wie ein einsamer Kerl der eine 0190er Nummer anruft. Wenn sie dirty talk mag, wird sie es Dich wissen lassen.

38) Sich nicht darum kümmern ob sie kommt.
Du musst es zu Ende bringen. Versuch es so lange bis Du es richtig hinbekommst und sie wird versuchen, dasselbe für Dich zu tun.

39) Sie zerquetschen.
Männer wiegen generell mehr als Frauen, wenn Du also ein wenig zu schwer auf ihr liegst wird sie blau anlaufen.

40) Sich bei ihr bedanken.
Bedanke Dich nie bei einer Frau dafür, dass sie mit Dir geschlafen hat. Dein Schlafzimmer ist keine Küche.
Als wichtige Anmerkung am Ende: Ich habe keine Ahnung, aus welcher Feder der Text stammt. Ich habe ihn an verschiedenen Stellen im Netz wiederentdeckt. Sollte ich ein Copyright verletzen, dann teilt mir dies mit und ich werde ihn sofort entfernen!

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Ein Tag im Zoo

Wenn das Wetter mal keine Kapriolen schlägt und die temperaturen nicht gerade zwischen Mantelwetter und Sauna schwanken, macht es Spaß mal einen Zoo zu besuchen. Letzten Samstag waren meine bessere Hälfte und ich deshalb seit langem mal wieder im Allwetterzoo in Münster . Super ist es allerdings, wenn man ins Navi “schnellste Strecke” eingibt und dann von Bielefeld bis zum Kamener Kreuz geschickt wird, um anschließend über die A1 und die A43 wieder 35 km zurück zu fahren. Von Bielefeld bis Münster sind es normalerweise nur 68 km und nicht die 118, welche das Navi uns beschert hat. Aber zugegeben – schnell ging’s. Zurück haben wir dann kürzeste Strecke angegeben - ich wollte Benzingeld sparen – und wurden in Harsewinkel mit 18km/h zu viel geblitzt. Naja, wie gewonnen, so zerronnen! Außerdem waren wir 30 Minuten länger unterwegs, als wir für die längere Strecke Autobahn gebraucht hatten. Wir Bielefelder wissen schon, warum wir das Dorf bei Telgte eigentlich meiden !

Aber irgendwann waren wir auch da. Im Gegensatz zu den erneuerten Zooanlagen in Gelsenkirchen oder Hannover haben sie in Münster andere Schwerpunkte. Da der Platz für den Umbau auf “zaunlose” Gehege dort scheinbar begrenzt ist, hat man sich mehr auf Showeinlagen zu festen Terminen und Erlebniswege für Kinder fokussiert. Nur zwei Affengehege waren frei begehbar. Als wir ankamen, war allerdings erst mal die Raubtierfütterung angesagt :

Nachdem das “Raubtier” gesättigt war, konnten wir mit unserer Tour durch den Zoo beginnen. Was die Vielfalt der Tiere angeht, ist der Allwetterzoo ganz sicher eine Fahrt wert.

Allerdings gebe ich zu, die im Vergleich zum ZOOM in Gelsenkirchen sehr klein wirkenden Gehege sind schon ein Relikt vergangener Tage. Vielfalt fordert eben Platz und den hat man nicht – wenn man nicht gerade etwas neues baut. Aber für Kinder ist Münster sehr interessant, schon weil dort einiges geboten wird. Beispielsweise hatten die Erdmännchen juste Nachwuchs bekommen und zudem ein neues Gehege mit mehr Platz.

Aber die Highlights sind die anderen Vorstellungen. Der Marsch der Pinguine, die Fütterung der Elefanten und natürlich das Training der Kegelrobben. Besonders letzteres hat beim zusehen schon eine Menge Spaß gemacht.

Schade ist nur, dass wir mit der Kleinen nicht ins Delfinarium durften, weil Kinderwagen dort aus Gründen der Sicherheit nicht innen abgestellt werden dürfen. Sie würden dann wohl in größerer Zahl die Notausgänge blockieren. Draussen haben sie zwar einen “Parkplatz” für die Wagen eingerichtet, aber so weit geht mein Vertrauen dann doch noch nicht. Womöglich stellt dann noch jemand einen zweiten Wagen dazu und wir wissen nicht wie wir beide nach Hause bekommen sollen . Außerdem ist die Geduld auf dem Arm auch bei einem normalerweise recht friedlichen, aber eben erst acht Wochen alten Kind begrenzt. So haben wir ihr das nicht zugemutet. Da haben wir sie lieber mit dem Kinderwagen weiter durch die Gegend geschuckelt.

Zum photografieren ist der Zoo allerdings bestens geeignet und man darf die Bilder sogar veröffentlichen, so lange man die Quelle angibt. Man darf sich nur nicht an den Übervätern stören, die einen rigoros zur Seite schubsen, weil ihr Nachwuchs nicht unmittelbar nach dem Eintreffen am Gehege ungestört etwas sehen konnte. “Gehen sie mal weg mit der Kamera. Lassen sie die Kinder auch mal gucken” – bei allem Verständnis für die Ungeduld der kleinen Racker, wir haben auch bezahlt! Ist ja nicht so, dass ich stundenlang an einer Stelle verharre und auf das perfekte Bärenphoto warte. Muss man nicht verstehen.

Wenn ihr noch mehr Bilder von unserem Zoobesuch anschauen möchtet, ich werde die FotoCommunity nun erst mal eine Weile mit Tierphotos bombardieren. Ich wünsche eine ruhige Woche!

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Gülle und Collie

Das Modell und der Freak ist ja schon eines der dümmsten Formate im deutschen Fernsehen. Aber es ist doch immer wieder bewundernswert, wie spielend es den Privatsendern gelingt, selbst die hirnlosesten Formate nicht nur zu kopieren, sondern die Dusseligkeit auch noch zu toppen. Im Moment läuft im Fernsehen quasi die Persiflage auf  “the simple life” mit Paris Hilton und Nicole Richie. Aber frei nach dem Motto “das geht schlimmer” schickt Deutschland mangels Hotelerbin einfach Gülcan und Collien ins Rennen, bzw. aufs Land. Wichtig ist: technisch talentfrei müssen die Damen sein.

Talentfrei kann vor allem Gülcan gut. Die zwangsverblondete Schnattertusse von VIVA hat in ihrem Leben noch nie wirklich gearbeitet. Das kann auch ihre kongeniale Partnerin Collien für sich in Anspruch nehmen. Aber damit nicht genug: Das wollen beide doch bitte schön auch noch für die ganze Welt sichtbar untermauern. Deshalb zieht es die beiden just mal medienträchtig auf einen bayrischen Bauernhof, wo sie die Bäuerin von einer Verzeiflung in die andere treiben, weil sie bauchfrei zur Stallarbeit stapfen, nicht ohne die Hälfte der aufgetragenen Arbeiten schlicht zu vergessen. So muss denn ein Jungbulle auch schon mal einen Tag ohne Futter auskommen, weil Gülcan und Collien schlicht wichtigeres im Kopf haben. Ferien auf dem Bauernhof – nur 15 Jahre zu spät, aber mit dem gleichen kindlichen Gemüt.
Der geneigte Zuschauer kann nun beobachten, wie die beiden Grazien ein Gatter in Pink und Gelb verzieren, anstatt es einfach anzustreichen, als Bedienungen auf dem Dorffest ihre nicht vorhandenen Rechenkünste vorführen, einen Boden für eine Erdbeertorte bis zur Versteinerung im Ofen backen und sich auch sonst nach allen Regeln der Kunst blamieren. Die Arbeit auf dem Bauernhof wird von den beiden Grazien ohne wirkliches Engagement angegangen und so stehen sie dem Bauern eigentlich mehr im Weg herum, als sie helfen können. Entsprechend grinst der Bauer (weil er wenigstens auf zwei hübsche Ärsche gucken kann) und die Bäuerin steht kurz vorm Kollaps.
An jeder Szene merkt man, die beiden haben keine Ahnung, was Arbeit eigentlich ist. Der einzige Job, den sie wirklich fehlerfrei ausführen könnten, wäre den der Vogelscheuche auf dem Feld. Das wäre auch nötig, nachdem die Vogelscheuche, welche die beiden gebaut hatten, nach nur zwei Minuten wieder in ihre Einzelteile zerfallen ist. Die Kühe auf dem Hof sind technisch wahrscheinlich begabter.

Aber gut – zumindest eine hat schon reich geheiratet und wird somit in der Welt da draussen überleben können. Für die andere sehe ich schwarz. Das Klischee der dummen Gören wird in der Sendung völlig neu erfunden – und der Zuschauer der heutigen Zeit scheint dies zu mögen. Traurig aber wahr!

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Meckerrunde

Ist schon komisch was einem so auffällt, wenn man mit so einem kleinen Würmchen im MaxiCosi durch die Gegend eiert. Früher habe ich nie darauf geachtet, wie schief manche Menschen parken. Mittlerweile achte ich auch nicht drauf, bekomme aber eine mittelschwere Krise, wenn ich deshalb meine Tür nicht auf und das Kind somit entweder nicht rein oder raus bekomme. Schwitzend und fluchend steht Papa dann vor dem Wagen und macht allerlei Verrenkungen, um wenigstens die eigene Tür nicht zu verkratzen und die Kleine nicht zu wecken.
Besonders lustig ist es aber, wenn man bei den derzeitigen Temperaturen endlich mal den Vorteil eines hitzegeschädigten und somit quengelnden Kleinkindes im Kindersitz nutzen und einen Eltern/Kind-Parkplatz belegen möchte. Die sind schön breit und nah am Eingang und somit recht begehrt! Leider nicht nur bei den eltern. Wer da alles so parkt, das ist schon recht interessant. Die beiden Striernacken von heute Nachmittag mögen zwar Vater und Sohn gewesen sein, aber Sohnemann war dem Kindersitz (und auch manchem Autositz) schon seit mehreren Jahrzehnten entwachsen.
Gesehen hab ich das auch vorher des Öfteren, aber man ärgert sich erst, wenn man selbst betroffen ist. Wahrscheinlich muss man für manch einen dran schreiben, dass es sich dann doch um Eltern mit kleinen Kindern handeln sollte. Solche Typen sind die gleichen, die an der Schnellkasse das Band vollpacken und dann sagen sie wären zu zweit, also könnten sie auch 16 anstelle von acht Teilen auflegen. Da kriegst a Hörnche – besonders bei der Hitze!

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