Archiv für Juli, 2008

DVD-Tip

Wenn Frau die typischen Sendugen schaut, also “Bauer sucht Frau” “Gülle und Collien” “Sarah und Marc” oder ähnlichen Blödsinn, wirft Mann sich schon mal einen Film ein, den er normal nicht unbedingt sehen müsste. Ich hatte mich für den Rocky Balboa entschieden, die 6. Fortsetzung der Saga um den mittlerweile recht ergrauten italienischen Hengst. Ohne große Erwartungen habe ich mich vor die Glotze gesetzt, immer noch Teil 5 in Erinnerung, der so unterirdisch schlecht war, dass es einer Sau grauste. Aber ich musste mich erfeulicher Weise deutlich getäuscht sehen.

Rocky ist in die Jahre gekommen. Seine Frau ist an Krebs gestorben, sein Sohn ist ein erfolgreicher Banker, der unter dem scheinbar unvergänglichen Ruhm seines Vaters leidet und ihn deshalb meidet. Rocky betreibt ein kleines Restaurant, in dem er italienisches Essen serviert und die Gäste mit seinen alten Boxgeschichten unterhält. Lediglich der alte, ewig meckerndePaulie ist ihm als Freund erhalten geblieben.
Während dessen ist das Boxgeschäft eintönig geworden, weil der amtierende Weltmeister Mason Dixon unschlagbar scheint und durch seine absolute Dominanz immer mehr den Rückhalt des Publikums verliert. Als ein Sportkanal in einem computersimulierten Kampf den alten Weltmeister Rocky gegen Dixon antreten und Dixon durch K.O. verlieren lässt, verselbstständigt sich die Situation und die Boxexperten aller Welt diskutieren über die Stärken und Schwächen der beiden Boxer. Dixons Manager sehen hier die Möglichkeit, ihren Mann noch mal richtig zu vermarkten und überreden den alternden Rocky zu einem Showkampf in Las Vegas.
In der Vorbereitung auf den Kampf regiert der Realismus. Die sonst legendären Trainingsbilder werden kurz gehalten. Bezeichnend ist der Spruch seines Trainers: “Normales Training kommt nicht uin Frage. Die Reflexe sind nicht mehr schnell genug, die Gelenke zu sehr angegriffen. Wenn Du eine Chance haben willst, musst Du ihm weh tun!” So wird denn auch vornehmlich Schlagkraft trainiert und Rocky steigt gegen den überheblichen Dixon zum letzten großen Kampf in den Ring…

Ohne es vorweg zu nehmen, das Ende zeigt in der Dramaturgie nun auch das endgültige Ende der Rocky-Geschichte an und ist wohltuend “realistisch” gehalten. So wie der ganze Film. Das Umfeld passt, die Schauspieler sind solide, Stallone verkörpert genau den leicht verschwabbelten, alternden Boxer, der für die Story benötigt wird. Teil 6 der Rocky-Saga kehrt noch einmal zurück zu den kultigen Szenerien des ersten und zweiten Teils. Die Boxszenen sind spektakulär wie eh und je, die Dialoge zwischen Rocky und Paulie, sowie die angedeutete Romanze zur Kellnerin Marie passen genau in die Szenerie der leicht schmuddeligen Viertel von Philadelphia. Rocky Balboa ist meiner Ansicht nach besser als die Teile 3 bis 5. Ein Überraschungstip für verregnete Tage.

Wer hätte das gedacht?

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Süsse Träume

So richtig nett ist es, wenn man die Matraze von der Winterseite wieder auf die Sommerseite drehen kann. Weniger nett ist es, wenn sich auf der Sommerseite plötzlich ein fast 30 cm großer Schimmelbefall zeigt. Irgendwie wird einem da nämlich ganz anders und man beginnt sich zu fragen, ob morgendliche Hustenanfälle vielleicht andere Gründe hatten. Also mussten meine bessere Hälfte und ich die Konsequenzen ziehen. Zum einen ist nun klar, die Unterbettaufbewahrungsboxen eines schwedischen Möbelriesen sind zwar praktisch, aber zu hoch für das Bett. Zum anderen musste zumindest eine neue Matraze her.

Aber Frau wäre ja nicht Frau, wenn es mit der Matraze getan wäre. Nix da, das geliebte 140×200-Bett musst dran glauben und eine neue, 180×200-Liegewiese musste her. Da gerade Sommerschlußverkauf ist (wieso auch immer – wahrscheinlich fängt im August das Weihnachtsgeschäft an), erstanden wir zunächst ein verhältnismäßig günstiges, weil stark reduziertes Bettgestell. Dann ging es an das Zubehör. Nix Rollrost, wie früher. Frau will es bequem, Frau will es weich, Männer leben bekanntlich 5 Jahre weniger, ich hatte (frei nach Mario Barth) für diese Diskussionen keine Zeit! Also musste es ein Lattenrost sein. Genauer gesagt zwei, denn die gibt es erschwinglich nur in 90×200. Naja, wo wir schon mal da sind…
Also hat uns der Verkäufer des Möbelhauses galant in die geweihten Hallen des ruhiges Schlafes geführt und uns ein Lattenrost gezeigt, an dem man mehr einstellen kann als an meinem Handy. Leider lag das Ding auch in einer ähnlichen Preiskathegorie, denn man kann Lattenroste ja leider nicht mit Hilfe eines Zwei-Jahres-Vertrages preislich nach unten schrauben. Also habe ich dem guten Mann mitgeteilt, dass es nicht unbedingt der Mercedes unter den federnden Hölzern sein müsste, wir würden auch nur einen Peugeot fahren. Den Vergleich hat er nicht verstanden, also musste ich deutlich werden: “Ham se dat nich billiger?” Er hatte. Zumindest das, was er unter billig versteht. Ich war weniger begeistert, weil die beiden Lattenroste mehr kosten als das ganze Bett. Aber gut, Frau will es bequem, Frau will es weich, Männer leben bekanntlich 5 Jahre weniger, ich hatte (frei nach Mario Barth) für diese Diskussionen keine Zeit!

Nun musste natürlich noch eine Matraze her. Auch hier wurde uns zunächst wieder zielsicher der Mercedes vorgeführt. Nicht Ferderkern, sondern Kaltschaum, aber nur das beste vom besten mit diversen Zonen und allem Zipp und Zapp. Dummer Weise wurde mein Hinweis auf den Peugeot dieses Mal von der besseren Hälfte unterlaufen, die es sich bereits auf der Vorführlümmelfläche bequem gemacht hatte (und diese in den höchten Tönen lobte). Kennt ihr das, wenn eure Geldbörse in der Hosentasche sich plötzlich so leicht anfühlt, weil ihr euch gedankllich schon mal von den letzten Scheinen verabschiedet? Mir ging das in dem Moment so. Aber gut, Frau will es bequem, Frau will es weich, Männer leben bekanntlich 5 Jahre weniger, ich hatte (frei nach Mario Barth) für diese Diskussionen keine Zeit!

Was soll ich sagen, das Buget wurde deutlichst überschritten. Aber zumindest passen die Unterbettaufbewahrungsboxen des schwedischen Möbelriesen jetzt vernünftig unter das Bett. Ich bin leider pleite! Dafür schlafe ich jetzt (gefühlt) kilometerweit weg von meiner besseren Hälfte auf einem Küchenschwamm, der sich auf federndem Untergrund jeder Rippe anpasst und bin umrahmt von furniertem Pressholz. Ist das Leben nicht schön?

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AWARD

Da ist mir ja was komisches passiert. Ich habe einen Arward verliehen bekommen, von der werten Frau B aus der Pfotologie. Der sieht so aus:

Über den Award an sich freue ich mich, weil er schließlich zeigt, dass mein Weblog doch noch nicht, in den tiefen des Internets vergraben, unbeachtet sein Dasein fristet. Im Gegenteil, Frau B liest hier sogar so gern, dass sie es für diesen Award ausgesucht hat. Blöd finde ich allerdings die angehängten Regeln:

Die Regeln für diesen Award lauten:

1. Der Gewinner darf das Logo auf seinen Blog stellen
2. Verlinke die Person, die dir den Award verliehen hat !
3. Nominiere mindestens 7 Blogs !
4. Stelle die Links zu diesen Blogs ein !
5. Hinterlasse den Nominierten Nachrichten auf deren Blogs!

Eine Auszeichnung sollte man nicht so inflationär vergeben. Somit werde ich auch nicht sieben weitere Blogs nominieren. Ich suche mir drei aus, die nicht so alltäglich sind:

airsign, weil es der etwas andere Blog ist und sie sich nicht tierisch ernst nimmt. Außerdem müssen wir Bielefelder zusammen halten.

guggloch, weil ich mich beim lesen immer schlapp lache und mittlerweile am eigenen leib erlebe, dass manch witziges in echt gar nicht so witzig ist.

Entschleunigung der Gesellschaft, weil ich mich beim stillen mitlesen entspannen kann.

Liebe Nominierte, es ist mir wurscht, ob ihr mich verlinkt oder nicht, denn von meiner Seite aus verknüpfe ich so eine Auszeichnung mit keiner Erwartung. Ich habe einfach Spaß daran bei euch zu lesen.

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Seit 7.57 Uhr wird Geld verdient!

Seit 7.57 Uhr heute Morgen sollte das Arbeiten wieder Spaß machen. Wieso? Weil wir ab diesem Moment laut dem Bund der Steuerzahler nicht mehr für den Staat, sondern für die eigene Geldbörse arbeiten. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Man arbeitet mehr als ein halbes Jahr allein nur für die steuerliche Belastung. Tendenz steigend. Wenn man noch einen Beweis für die These gebraucht hat, dass die Spanne zwischen Brutto und Netto in Deutschland zu groß ist, dann sollte sie hiermit erbracht sein.
Trotzdem kommt unser Land mit den Einnahmen vorne und hinten nicht hin, hat noch immer Schulden bis über beide Ohren. Viele Bundesbürger kommen hingegen mit ihrem Einkommen ebenfalls nicht mehr hin und die Verschuldung und die Anzahl der Privatinsolvenzen steigen. Entlastung ist nicht in Sicht.

Ab und an stelle ich mir schon die Frage, wieso andere Staaten das besser hin bekommen?

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rufen Olga

Wer würde auf diese Email nicht antworten???

Betreff: Ist vom Betrug ermudet und der Luge suche ich den ehrlichen und richtigen Mann!!!!!

Hallo werde ich der schone Fremde, uber unsere Bekanntschaft mich froh sein rufen Olga.
Ich suche seine einzige und eigenartige Halfte. Ich suche nicht einfach den Mann ich ich suche den Freund, des vorliegenden Freundes auf ganzes Leben. Ich das warme, zartliche, zarte Madchen. Mir 27 Jahre.
Es ist ein wenig uber mich: ich liebe, die Gemutlichkeit zu schaffen, mir gefalle wenn zu Hause gut und ruhig, ich in das Ma? das ernste, verantwortliche, richtige Madchen. Au?er dem ich romantisch, empfindlich, verstehend und emotional. Ich verstehe mit dem Humor, auf die Probleme bezogen zu werden und lustig zu sein. Fur mich in der Einsamkeit verliert das Leben den Sinn ich ich verwelke wie das Blumchen. Betreffs der Einfachheit kann, dass ich offen wie das Buch sagen. Mich mu? man nur lesen. Wenn es Ihnen interessant ist, uber mich jenes dann zu erfahren schreiben Sie!
Ich warte mit der riesigen Ungeduld auf die Antwort.

Manchmal, aber wirklich nur manchmal sind diese Junkmails echt witzig zu lesen.
Ich meine – was ist das? Eine Übersetzung aus dem japanischen ins englische und dann ins deutsche? Hat da einer seine russische/polnische/tschechische Bekannte einen deutschen Brief verfassen lassen? Wer zum Geier antwortet auf so einen Mist? Wer glaubt, dass man so die Frau fürs Leben (oder fürs putzen oder für die Kiste oder was auch immer) kennen lernen kann? Viel wichtiger ist: Warum habe immer ich diesen Schrott im Postkasten? Was ich mich aber vor allem frage ist, wieso bekomme ich diese Mails auf meine private Adresse, die ich nie bei Versandhäusern, Amazon oder sonst wo benutze? Wurde da mal wieder an den Meistbietenden verkauft?

Es muss sich allerdings irgendiwe für die Schreiberlinge dieser Mails lohnen. Man kann sich kaum vorstellen, dass sich auf diese Weise Geld verdienen lässt, oder?

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