Archiv für Dezember, 2007

auf ein neues…

So! 2007 neigt sich in wenigen Stunden dem Ende entgegen. Aus persönlicher Sicht muss ich sagen :”GOTT SEI DANK!

Das Jahr hat uns persönlich nicht viel Gutes gebracht, hatte im April einen harten Schicksalsschlag für uns parat und innerhalb der Familie gibt es viele kleine, nervtötende  Blessuren – vom Fußbruch bis zum Katheder. Ich werde 2008 freudig und in der Hoffnung auf bessere Zeiten begrüßen, schon weil es schlechter eigentlich gar nicht mehr werden kann. Wir werden heute Abend schön chinesisch Essen und anschließend auf der Sparrenburg das Feuerwerk über Bielefeld bewundern.

All meinen Lesern, Besuchern, Bloggern, sowie mitlesenden Freunden, Familienmitgliedern und Arbeitskollegen wünsche ich auf diesem Weg alles Gute für 2008 und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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Alle Jahre wieder – oder auch “Weihnachtseinkäufe Teil 2″

Es ist unglaublich, was derzeit in den Geschäften rund um Bielefeld los ist. Ich glaube, alle Welt macht derzeit nicht nur Weihnachtseinkäufe, sondern hamstert Vorräte für das komplette nächste Jahr! Überall steppt der Bär. So bin ich denn auch los, um für das Raclette an Heilig Abend Fleisch zu bestellen. Eine Fahrt in die Innenstadt gleicht einem Abenteuer, Parkhäuser verdienen sich dumm und dusselig und die die Supermärkte müssen wahrscheinlich bald wieder das Gammerlfleisch aus dem Keller holen, weil die frischen Produkte komplett ausverkauft sind. Aber selbst die Autofahrt zum kleinen Fleischer um die Ecke ist in der Weihnachtszeit dicht am Stock-Car-Rennen in freier Wildbahn. Angekommen am Parkplatz des Fleischereifachverkäufers meines Vertrauens, habe ich nur ein Auto vor mir und sehe genau geradeaus im wilden Gewusel rund um Fleischer, Bäcker, Feinkost-ALDI und Apotheke zwei freie Parkplätze. Glück muss man haben. Die Dame vor mir steuert denn mit ihrem Audi auch diese Parkplätze an…

…um dann zielgerichtet in der Mitte einzuparken. Ich meine gut, am Alter erkennt man ja nicht, ob eine Frau den Strich bevorzugt und so kann die Dame um die 50 natürlich aus reiner Gewohnheit mal juste beide Parkplätze blockiert haben. Ich dachte eigentlich, die fährt nun noch mal zurück und zieht gerade, aber da hatte ich die Rechnung mal wieder ohne den himmlischen Hirten gemacht. Als sie ausstieg habe ich kurz die Hupe betätigt. Die Dame zeigte mir darauf hin freundlich lächelnd und wild gestikulierend an, sie käme gerade und es würde kein Parkplatz frei. Also Scheibe runter und mal freundlich nachgefragt, wieso sie mit einem Mittelklassefahrzeug zwei Parkplätze benötigt. Die Antwort war allen Ernstes: “Sonst werde ich immer zugeparkt! Ist ja so voll hier.” Seither weiß ich, dass Anschnallgurte nicht nur der Sicherheit des Fahrers dienen!!! Ich habe gedacht, gleich wachsen mir zwei Hörner. Aber was rege ich mich auf, ich musste ja nur eine komplette Runde um den Parkplatz drehen, bis auch ich mein Auto parken konnte.
Nach der Bestellung des Fleisches bin ich noch im real vorbei gefahren. Schräg gegenüber parkte im selben Augenblick eine junge Mutter ihr Auto. Ich fand es erstaunlich, dass ein Wagen wirklich so schief in eine Parklücke passt. Aber anstatt noch einmal zurück zu setzen, quetscht sich Mami auf der Fahrerseite aus dem Auto und zerrt anschließend den Kindersitz samt qäkendem Kind unter merkwürdigsten Verrenkungen ebenfalls durch die eigentlich zu schmale Öffnung. Dabei hat sie wahrscheinlich die Beifahrertür des neben ihr parkenden Fahrzeuges wurderbar neu gestaltet.

Es ist wie immer in der Weihnachtszeit: Die Menschen hetzen und hecheln mit ausgefahrenen Ellbogen durch die Läden. Keine Zeit fürs parken, keine Zeit für Rücksicht – Hauptsache ich bin dran! Eins ist sicher: Das Fest der (Nächsten-)Liebe fängt auf keinen Fall auf dem Parkplatz eines Supermarktes an. Jedes Jahr das gleiche.

Fröhliche Weihnachten!

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Weihnachtseinkäufe

Ich liebe die Vorweihnachtszeit. Ich bin ein wirklicher Weihnachtsmarktgänger und nerve meine bessere Hälfte zumeist mit den regelmäßigen Wünschen, doch mal eben in die Stadt zu fahren, um eine Phosphatstange und eine Feuerzangenbowle zu vernichten. Am Ende der Weihnachtszeit stehe ich immer vor dem Problem, bei jedem Gluckose-Tolreanz-Test die Skala zu sprengen. Allerdings muss ich dazu sagen, ich trinke tatsächlich nur in der Weihnachtsmarktzeit Glühwein – danach nur noch unter Androhung von Gewalt.

Weniger schön ist es, in der Vorweihnachtszeit einkaufen zu gehen. Alle Menschen wirken irgendwie hektisch, problemfixiert und orientierungslos. Das mussten wir am Montag mal wieder am eigenen Leib erfahren. Zunächst haben wir gefühlte 25 Mal irgendwelche wildfremden Menschen bitten müssen, ihre Bewusstseins- und Bewegungsstarre in der Eingangstür/ vor der Rolltreppe /an der engsten Stelle zwischen den Regalen / an sonst irgendeinem Engpassbereich zu beenden, damit wir weiter unseren Einkäufen nachgehen konnten.
Als weiterer Schwierigkeitsgrad entpuppte sich ein gängiges, mir nicht ganz verständliches, aber bei Regen scheinbar normales Verhalten. Wenn man in der Innenstadt einen Schirm aufspannt, dann hält man ihn nicht über den Kopf, man streckt ihn wie eine Lanze von sich – offenbar immer auf der Suche nach dem nächsten geeigneten Kandidaten für ein schön bemaltes Glasauge. Aber es kommt noch besser: Mit diesem aufgespannten Schirm läuft man grundsätzlich nicht in der Mitte der Fußgängerzone. NEIN! Man läuft unter den Dächern am Rand entlang und zwingt die unbeschirmten Passanten in den Regen. Toller Sport.

Nachdem wir die meisten Einkäufe erledigt hatten, entwickelte es sich zu einem größeren Problem, die teilweise sehr zerbrechlichen Utensilien in den Tüten unbeschadet vor wild herumrempelnden Miteinkäufern in die relative Sicherheit des völlig überfüllten Parkhauses zu retten. Da angekommen kann man froh sein, wenn einem so ein LIP (Landwirt in Panik) nicht den Saum von der Hose fährt.

Ehrlich, ich liebe den Weihnachtsmarkt, aber die Weihnachtseinkäufe sind die Hölle!

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PIN und Co.

Nun ist das Geschrei groß! Der Mindestlohn im Postgewerbe (9,80€ / Stunde) vernichtet nun also 1000 Arbeitsplätze bei PIN. Das ist ein privater Briefzusteller, der aufgrund dieser Lohnforderung jetzt festgestellt hat, dass sich ein privater Dienst in Deutschland zu diesen anscheinend horrenden Bedingungen nicht mehr lohnt. Weitere private Zustelldienste werden folgen, TNT und Hermes verzichten gleich ganz auf den Aufbau eines Briefzustelldienstes. Steuersubventionen gehen dabei den Bach runter, getätigte Investitionen in Milliardenhöher würden sehenden Auges vernichtet, so PIN-Geschäftsführer Günther Tiel.
So ist die Gewerkschaft! Nun werden tausende von Arbeitsplätzen für gering Qualifiizierte und ehemalige Langzeitarbeitslose vernichtet. Die Süddeutsche Zeitung beschäftigt sich mit dieser Thematik intensiv und prangert an, dass verdi sich anscheinend nur für die arbeitende, nicht aber für die arbeitslose Bevölkerung interessiere. Der Mindestlohn müsse deutlich unter 9,80 € liegen. Ah ja! Kurze Frage: Wovon soll man denn leben?

Nun haben wir gelernt, dass der Mindestlohn ein Teufelswerk ist, welches Arbeitsplätze vernichtet. Aber wie sehen die Arbeitsplätze eigentlich aus? Pro zugestelltem Brief bekommt ein Zusteller etwa 13 Cent. Das ist noch viel. City Post beispielsweise liegt bei ganzen 5 Cent. Man kann sich also ausrechnen, was da am Monatsende an Unsummen in der Geldbörse klingeln. Wer das spritgeld raus hat, der kann quasi glücklich sein.
Dazu kommt eine Arbeitszeit, die gern auch mal bei 60 Stunden in der Woche liegt. Um es genau zu sagen: Wer bei so einem Zustelldienst arbeitet, der macht das aus reiner Langeweile oder er sieht es als Hobby. Denn Fakt ist, leben kann man davon nicht! Dies bestätigt auch die Geschichte von Lothar Daniel, der gerade mal 1100,-€ Brutto mit seinem Job verdient und sich deshalb wieder bei seiner Mutter einquartiert hat. Eine Wohnung in Kiel kann er sich von den maximal 850,- € Netto sowieso nicht leisten. Aber Lothar hat einen Vorteil: Er hat etwas zu tun und vor allem wird er aus der Arbeitslosenstatistik gestrichen!

Nun verlieren wir also etwa 1000 dieser Arbeitsplätze bei der PIN Group, die übrigens mehrheitlich dem Axel-Springer-Verlag gehört. Mit anderen Worten, es kommen wieder 1000 Menschen in die Statistik, die mit ihrem Job sowieso nicht die Butter für’s Brot verdinen konnten. Der eigentliche Skandal ist nicht der Mindestlohn, sondern die Tatsache, dass Menschen in Deutschland mit einem Vollzeitjob so wenig verdienen, dass sie dennoch Hartz IV-Empfänger bleiben. Nur der vom Staat zu zahlende Satz ist geringer. Aber das scheint ja schon zu reichen. Arm nicht statt, sondern trotz Arbeit.
Weshalb tut sich der Staat mit einem ordentlichen Mindestlohn so schwer? Ganz einfach: Er hat die Möglichkeiten für Billigfirmen durch die Verschärfung der Hartz-Gesetze erst geschaffen, weil die Zumutbarkeitsregelungen das Ablehnen solcher Jobs gar nicht mehr zulassen. Berlins Ämter haben beispielsweise ihre Briefe nach dem Motto “Hauptsache billig” vornehmlich mit Billiganbietern wie PIN verschickt. Länder und Ämter haben diese Möglichkeiten genutzt, obwohl bekannt war, wie schlecht die Arbeitsbedingungen bei den privaten Zustellern sind.

So schön es ist, wenn ein Mensch Arbeit hat und wie wichtig es auch ist, dass er in seinem Leben einen Sinn erkennt, sowas kann nicht das Ziel sein. Es kann nicht sein, dass eine Firma wie PIN als Opfer dargestellt wird, nachdem sie über Jahre hinweg ihren Beschäftigten das Blut ausgesaugt hat. Medien, die dies so darstellen, haben die Zeichen der Zeit und die bedenkliche Entwicklung im Land immer noch nicht erkannt. Um solche Arbeitsplätze ist es nicht schade!

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Was soll mir diese Werbesendung sagen?

Habt ihr auch so ein Problem mit Spam-Emails? Ich frage täglich drei Mailadressen ab und mein Postfach, bzw. mein Spamordner läuft beinahe über. Wenn ich mal drei Wochen im Urlaub war, dann muss ich ne halbe Stunde investieren, um die Spam von den wichtigen und normalen Mails zu trennen. Vor allem wurndere ich mich, dass die Dinger augenscheinlich bei manchen Menschen funktionieren, obwohl man auf den ersten Blick die dubiosen Hintergründe erkennen kann. Welchen Sinn haben die Dinger, außer mich nervlich in den Abgrund zu treiben?

Okay – ich habe mich dran gewöhnt, dass mir ständig die Volksbank schreibt, um meine gerade gefährlich gehackten Kontodaten dadurch zu sichern, dass ich mich auf einer Webseite einlogge und eben all diese (gerade gehackten) Daten dort einhacke…. äh gebe. Ich bin zwar gar kein Volksbankkunde und die Mail liest sich etwa so, als wäre sie vom Japanischen ins Englische, dann ins Französische, danach in Suaheli und zum Schluß ins Deutsche übersetzt worden, aber zumindest verstehe ich den betrügerischen Sinn dieses Schriebs.
Ebenso kann ich nachvollziehen, dass ich ständig tolle Börsentips bekomme, weil irgend ein dubioser Makler mit Millionen dieser Mails tatsächlich einen Börsenkurs beeinflussen und den Wert seines Aktienstocks nach oben treiben kann. Aber wenn ich Geld für Aktien hätte und wenn diese Tips wirklich funktionieren tuen täten, wäre ich (und Millionen anderer Empfänger) reich und würde sicherlich aufgrund meiner üppig bemessenen Freizeit mehr in diesem Blog schreiben.
Manchmal informiert mich die Email auch darüber, dass Wissen sexy macht, ich in der Nachbarschaft bei sexy Frauen eingeladen bin (da hab ich meine eigene), gerade viel Geld gewonnen habe (is klar) und aus unerfindlichen Gründen sind etliche Anbieter obendrein der Meinung, dass ich mit meinen zarten 35 Jahren unbedingt eine Jumbopackung Viagra benötige . Ich kann mir zwar kaum vorstellen wie die Menschen aussehen sollen, die auf diese Mails hereinfallen, aber zumindest erkennt man einen Sinn.

Interessant ist aber, dass ich in letzter Zeit immer mehr sinnentleerten Spam bekomme. Beispielsweise bekomme ich immer mal wieder Emails mit dem Betreff aknemius vom absolut vertrauenswürdigen Absender Hengloc uinhiuhui und der noch vertrauenswürdigeren Email-Adresse uinhiuhuixzqcm@andycrowley.com. Gibt es wirklich jemanden, der diese Mails überhaupt öffnet?

Ich kann mich an die damalige Fernsehwerbung gut erinnern. Unter anderem gab es da einen Spruch, der auf alle Spammer passt, wie die Faust aufs Auge:

WAS WILL UNS DIESE WERBESENDUNG SAGEN???

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