Archiv für August, 2007

Filmkritik

Meine Frau und ich sind Kinogänger. Wir halten nicht viel von ruckelnden Raubkopien und kopierten DVDs aus der “Videothek”. Da kaufen wir lieber mal eine DVD im Angebot und schauen uns die Specials an. Außerdem sind wir immer wieder begeisterte Besucher von Comic-Verfilmungen. Deshalb war es für uns auch keine Frage, für diesen Film mal wieder die heute horrenden Eintrittspreise im Kino zu bezahlen:

Ich für meinen Teil habe früher viele Superhelden-Comics gelesen. X-Men oder die Fantastischen 4 gehörten weniger dazu. Ich war ein Fan von Spider Man und stand auf Batman oder den roten Blitz, heute neudeutsch auch Flash genannt.
Nun habe ich mich heute Morgen mal an den PC gesetzt und habe aus lauter Spaß an der Freude die Filmkritiken auf filmstarts.de nachgelesen. Dort wird dieser Film zerpflückt, als ginge es um die Rezension einer Literaturverfilmung. Da muss ich sagen, es graust einer Sau!

Man sich mal fragen, mit welchen Erwartungen der Besucher in so einen Film geht. Wer schauspielerische Glanzleistungen erwartet, womöglich oscarreife Charaktere oder hintergründigen Witz und Dialoge, der ist meiner Auffassung nach in einer Comic-Verfilmung absolut falsch.
Spiderman 3 war handlungsmäßig sicherlich eine Ausnahme, aber der Film driftete aufgrund der ausschweifenden Beschäftigung mit Spidies dunkler Seite stellenweise schon in die Langweiligkeit ab. Der Kampf mit seinem bösen Ich war weit weniger spannend, als die Auseinandersetzung mit dem Sandmann, wo es mal wieder furchtbar auf die Murmel gab und eine kreischende Kirsten Dunst dem Finale die besondere Note verlieh.
Will man einer Comicfigur, die sich mit Spinnennetzen aus dem Handgelenk an Hauswänden entlang hangelt oder einem Typ aus Stein, Gummi oder Feuer wirklich Tiefe verpassen? Ich meine – hey – Invisible Woman kann sich unsichtbar machen und Kraftfelder erzeugen! Wen interessieren da eventuelle tiefenpsychologischen Probleme, mit denen sie durch die Fähigkeit zu kämpfen hat? Da fliegt ein Typ auf einem silbernen Surfbrett durch das Weltall, macht riesige Löcher in Planeten und kann ohne Schaden durch Häuser fliegen. Soviel zum Thema Anspruch an realistische Darstellung. Aber ist die in dem Genre wichtig? Ich denke eher nicht.
Meine bessere Hälfte und ich erwarten kurzweilige, actiongeladene Unterhaltung, mit Übertreibung und rasanten Szenen. Wir wurden in Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer bestens bedient. Denn rasant war der Film und kurzweilig war er ebenfalls. Etwas kitschig am Ende und ja, die Darstellung des Galactus als Wolke ist unter aller Sau, aber es tat dem Spaß am Film und den gelungenen Trickeffekten keinen Abbruch. Im Gegenteil, ich habe im Kino viele Lacher wahr genommen, auch bei der vermeintlich albernen Tanzszene oder der Pickelentfernung. Denn das ist es, was wohl auch die anderen Leute im Kinosaal von dem Film erwartet haben: Seichte Unterhaltung.

Wer auch immer die Kritik zu dem Film auf filmstarts.de verfasst hat, er möge sich zukünftig wieder intellektuell wertvolleren Filmen zuwenden und den Comicfans ihre oberflächliche Unterhaltung lassen. Denn ich würde zu der Kritik sagen:

Thema verfehlt, setzen!

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Isses denn wahr?

jahimmidonnerewetzignocheinmal

wo ist denn diese Urlaubswoche geblieben? Das kann doch gar nicht mir rechten Dingen zugehen, dass die schon wieder rum ist. Noch anderthalb Wochen, dann muss ich schon wieder ran.

Kann das wahr sein?

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Urlaub!?!

Seit letzten Freitag habe ich also Urlaub. Dreieinhalb Wochen sollte sich für mich und meine bessere Hälfte alles um Erholung drehen. Wegfahren wollten wir nicht, weil wir Ostern schon unterwegs waren. Allenfalls spontan, wenn das Wetter mitspielen täte (ha ha ha). Es fing aber gut an:
Am letzten Wochenende erwartete uns ein wahrer Feier-Marathon. Freitags zur Hochzeit von Feunden nach Duisburg. Als Trauzeuge entsprechend früh, denn die Trauung war um halb zwölf. Danach Feier bis halb vier am nächsten Morgen, Frühstück um neun, danach auf nach Essen. Ein Freund von uns wohnt dort, hatte Geburtstag und wollte gern, dass auch wir zum Brunch kommen. Soweit, so schön, wäre da nicht Abends noch der 60. Geburtstag eines Kollegen aus Bielefeld gewesen, zu dem Richie ebenfalls geladen war. Am Sonntag war dann Erholung angesagt. Seither ist jedoch von Urlaub keine Spur zu sehen.

Bielefeld hat viele Möbelläden und glaubt mir, ich habe sie alle gesehen! Warum? Weil Frau beschlossen hatte, dass wir für Schlafzimmer und Wohnzimmer je eine Kommode, sowie größere CD-Regale benötigen. Fündig geworden sind wir dann im letzten Geschäft, bei einem schwedischen Möbelriesen, wo wir mal just ganz spontan etliche hundert Euro in angeblich schwedischen Möbel investiert haben.
Das dumme bei diesen Möbeln ist nur, dass man sie selbst transportieren muss und vor allem, dass man sie in Einzelteilen kauft! Als die Möbel im Auto verstaut waren, blieb für mich leider kein Platz mehr. So fuhr meine bessere Hälfte denn vor und ich bin zu Fuß hinterher getigert.
Aber es war noch lange nicht Schluß: Nachdem meine bessere Hälfte und ich die schweren Pakete in den zweiten Stock gewuchtet hatten, sahen wir bei den herrschenden Temperaturen von 25 Grad erst mal aus wie frisch geduscht. Außerdem war es dabei 18.00 Uhr geworden. Aber anstatt eine Dusche zu nehmen und alles am nächsten Tag aufzubauen, beschloss meine Frau, die Möglichkeiten der neuen Wohnzimmerkommode noch an diesem Abend zu endecken. Was soll ich sagen, gegen 21.00 Uhr wohnten wir noch immer nicht – wir schraubten noch! Auch weil zwei Schubladeneinschübe defekt waren und umgetauscht werden mussten. Gut, dass die bis 21.00 Uhr auf haben. Aber nach kaum 4 Stunden waren Kommode und zwei neue CD/DVD-Regale zusammengeschraubt und aufgebaut. Gelebt haben wir danach allerdings nicht mehr, sondern sind tot ins Bett gefallen

Der nächste Tag war auch gerettet, denn im Schlafzimmer lagen noch weitere Einzelteile, die sich am Dienstag auf wundersame Weise ebenfalls zu einer Kommode ,it vielen Schubladen zusammenfügen sollten. Auch das wäre schneller gegangen, hätten nicht ein paar Kleinteile gefehlt. Aber egal, der schwedische Möbelriese ist nur 15 Minuten Fussmarsch von uns entfernt. Nachdem alles zusammen geschraubt, vernagelt und fixiert war, mussten die neuen Möbel natürlich auch eingeräumt werden. Es ist schon erstaunlich, wie schnell so ein Tag dann plötzlich vorbei ist.

Mittwoch beschloss meine bessere Hälfte, dass der kleine Vorratsraum, den wir in der Wohnung haben,  dringendst neuer Lagermöglichkeiten und in Folge dessen eines kleineren Umbaus bedürfe. Also sind wir wieder zum schwedischen Möbelriesen geeiert und haben uns ein ausgeklügeltes Lagerungssystem mit verschiedenen einzuhängenden Plastikbehältern zugelegt. Was soll ich sagen, gegen 14.00 Uhr waren wir wieder am schrauben und bis alles eingeräumt war, hatte auch der Mittwoch bereits den größten Teil seiner Stunden hinter sich.

Was soll ich sagen? Wir haben nicht nur just mal eben unseren eventuellen spontanen Urlaubstrip in allerlei neue Möbel investiert, sondern ich habe eine Auftragsliste vor mir liegen, die noch das Streichen von Türrahmen, das Versehen der Küchenschränke mit Fußleisten, das Aufräumen des Kellers und das Ausräumen des Kinderzimmers beinhaltet. Das zum Thema Urlaub. Ich glaub, ich gehe morgen wieder arbeiten!!!

CU

Richie

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blöde Missverständnisse

Ich lebe noch. Aber es war in der letzten Zeit viel zu planen und zu basteln. Freunde von uns werden heiraten und wir haben an einer Hochzeitszeitung und an der Organisation des Junggesellenabschieds gebastelt. Da war wenig Zeit für Photos und Internet.

Bei der Organisation des Junggesellenabschieds ist mir klar geworden, wie schnell man sich seinen Ruf ruinieren kann. Da bin ich morgens losgeschlürt, um Rosen und kleine Schluckpülleken zu besorgen, weil der Delinquent das ganze ja verkaufen muss.
Jedenfalls bin ich morgens früh raus und just in mein schlabberndes “Tote-Hosen-T-Shirt” geschlüpft. Dazu unrasiert und ohne Gel im Haar mit leicht müden Augen ab in den ALDI, weil mir alle vermeintlich Wissenden versichert hatten, dort gäbe es Rosen zu erschwinglichen Preisen und auch eine gute Auswahl kleiner Schnapspülleken, die man(n) abends verkaufen kann. Was soll ich sagen? Es gab nüscht. Nix Rosen, die waren schon alle. Schnaps gab es, aber nur in großen Flaschen, bis auf Zehnerpacks mit Mümmelmann, so einer Art Underberg in billig. Mir war klar, die werden nicht reichen, dennoch habe ich dann drei Packungen Mümmelmann (30 Stück) in meinen leeren Wagen gelegt. So stand ich dann morgens um neun an der Kasse im ALDI – unrasiert, Schlabberlook, müde, mit nichts weiter als billigstem Schnaps im Einkaufswagen - und treffe an der Kasse einen Kollegen, der mir schon in vielen Seminaren der IG Metall über den Weg gelaufen ist. Super – da ist jede Erklärung überflüssig, weil sowieso unglaubwürdig (“ja hey, ich kauf den nicht für mich, den wird mein Kumpel heute Abend auf dem Jungesellenabschied verkaufen!” “Nee, is klar – Spritti!“) Der hat wahrscheinlich gedacht, ich würde den Stress im Alkohol ertränken. Hoffentlich erzählt er das nicht überall rum. Würde ich Wahlkampf machen, meine Karriere wäre im viel zitierten Eimer.

Wenn ich mich also die nächsten Monate nicht melde, hat man mich zur Zwangsentziehungskur eingewiesen. In diesem Sinne…

Prost…. äh tschüss!

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