Archiv für April, 2007

Ich hab’s getan!

Nun ja, lange habe ich gespart. Immer wieder auf Geburtstagen und zu Weihnachten das unliebsame Wort “Geld” auf die Frage entgegnet, was ich mir denn wünschen würde. Hochgezogene Augenbrauen ob der Antwort habe ich dann meist mit “okay, schenkt mir ne Spiegelreflexkamera” quittiert. Das wollte merkwürdiger Weise auch keiner machen. Komisch! Mein Ziel war eigentlich die Nikon D80, aber je mehr Testberichte ich gelesen hatte und je öfter ich mich mit der Frage beschäftigt habe, desdo mehr kam ich zu dem Schluß, dass es die rund 400,- Euro günstigere EOS 400 D von Canon für mich auch tun würde. Der Preis war einfach ein schlagendes Argument, bei fast gleicher Qualität. Die EOS verfügt sogar über eine Sensorreinigung, was der Nikon noch immer fehlt. Also, was soll ich sagen? Dieses Mal ist das Geld nicht in Küche, Wohnung, Renovierung oder ähnlichem verschwunden. Gestern war ich im Media Markt, weil sie dort ein Angebot hatten und hier ist sie nun:

Zusammen mit einem 18-55 Originalobjektiv, einer Speichrkarte 1 GB, einer Tasche und einem (gefühlt) 3000 Seiten umfassenden Buch mit allen Funktionen. Das habe ich mir gestern mal zu Gemüte geführt und nun heisst es üben, üben, üben. Hab ich heute trotz der zahlreichen Besucher im botanischen Garten schon mal gemacht, dann gleich etwas an den RAW-Dateien herumbearbeitet und dies ist dabei heraus gekommen.

Ich kann mit den 10 Millionen Pixeln nun auch mal ein Bild extrem bearbeiten, so wie oben oder es klassisch, mit passenden Lichtverhältnissen und recht natürlichen Farben ins Web stellen. Ich denke, wenn nun überbelichtete oder zu dunkle stellen im Bild sind, habe ich keine Ausrede mehr.

Nun hoffe ich, dass sich das Wetter nicht verändert und ich in den nächsten Wochen genug Zeit finde, um die vielen Extras und Funktionen der neuen Digi auszuprobieren. Wahrscheinlich werde ich mir die Finger wund knipsen und die ersten 100 Bilder trotzdem zum größten Teil wegwerfen können. Denn ich habe schon gemerkt: Das scharf zu stellen, was man scharf haben möchte, ist etwas schwieriger geworden. Aber ich lern das schon und dann wird die FC bald aus allen Nähten platzen .

Einen guten Start in die Woche wünscht
Richie

Kommentar (3) »

Gleiches mit Gleichem

Die Amis sind schon ein interessantes Volk. Da rennt einer ihrer Studenten, wenn auch Südkoreaner, mit diversen Kanonen über den Kampus und knallt wahllos Studenten ab, aber dennoch finden es alle völlig in Ordnung, dass jeder Waffen trägt oder tragen darf. Nicht nur das, die Amis sind sogar einer ganz interessanten Auffassung: Wenn der Campus nicht waffenfreie Zone gewesen wäre, dann hätte ein bewaffneter Student den Irren wahrscheinlich aufgehalten, bevor er die 30 Todesopfer voll machen konnte.

Kann sein. Kann aber auch sein, dass bei einem wilden Schusswechsel noch viel mehr Unheil angerichtet worden wäre. Ebenso könnte es sein, dass sich dem Koreaner noch ein paar durchgeknallte Doom-Zocker mit ähnlich verdrehtem Horizont angeschlossen hätten, weil sie die Klo-Szene in “Full Mettal Jacket“ so geil fanden. Denn die Frage ist doch, macht es Amerika seinen Amokläufern nicht leicht, wenn es ihnen ermöglicht, sich mit ein wenig zusammengesparter Kohle und einem blöden Führerschein als einzigem Ausweis geilere Wummen zuzulegen, als sie die Polizei oder Army zur Verfügung hat? Man denke doch mal an die Scharfschützen im Kofferraum ihres Autos oder ähnlich gelagerte Menschenjagtaktionen in den USA.

Logisch denkende Menschen würden dazu neigen, Waffenbesitzrechte im Staat einzuschränken, um die Möglichkeiten solcher Amokläufer an Waffen zu kommen zumindest einzuschränken. In den Staaten würde es mich nicht wundern, wenn sie die Waffengesetze noch mehr lockern, damit zukünftig auch der letzte Student sein Leben auf dem Campus mit einer vollautomatischen Bleispritze verteidigen kann – zur Not auch gegen eine Spezialeinheit der Polizei. Denn die Wege der Waffenlobby scheinen dort nicht nur unergründlich, sondern auch unfassbar dumm zu sein.

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten – auch beim Schuss auf andere Menschen.

Kommentar (1) »

Kurztrip – oder auch: Kopfrechnen ungenügend

Erst mal herzlichen Dank an alle Gratulanten, hier im Blog, per Mail oder im Gästebuch. Kommt später, aber ich war auch gar nicht zugegen.

Ostern war es mal wieder an der Zeit, einen erholsamen Kurztrip zu starten. Den hat man(n) und auch bessere Hälfte sich redlich verdient. Also um drei Uhr aufgestanden und zusammen mit meinen Eltern ab an die Nordsee. Nee, nicht zurück nach Westerland (obwohl es da schön war), sondern nach Borkum. Frühstück auf der Fähre, strahlende Sonne Italiens… äh Ostfrieslands, Zugfahrt bis zum Bahnhof der Inselbahn, dann rinn in die Pension, Herz was willst Du mehr?
Nachdem die Tasche für die vier Tage ausgepackt war, ging es natürlich erst mal ab ans Wasser. Und weil das Wetter so schön, es so warm und wir so durstig waren, sind wir in kürzester Zeit in der Strandbar MATRIX gelandet.

Gut, die haben Preise, als wäre ein Schäferstündchen mit der Bedienung im Preis inbegriffen, aber dafür kann man wunderbar aufs Wasser gucken und den Tag geniessen. Haben wir getan – meine Eltern und ich sogar mit einem recht frühen Weizenbier, so um 12.00 Uhr am Mittag. Aber was muss, das muss. Am Abend sind wir dann dort wieder aufgeschlagen, weil man einfach den Sonnenuntergang dort wunderbar geniessen konnte.

Die Rechnung wollten wir gern auseinandergerechnet haben. So ging die junge Dame dann auch flugs ans Werk und rechnete im Kopf langsam vor sich hin. Als ich dann allerdings bezahlen musste, kam mir an der Rechnung etwas spansich vor – obwohl die Bedienung eindeutig aus Holland stammte. Kurzes nachrechnen und siehe da, ich hätte ohne Kontrolle mal eben 10 Euro zu viel berappt. Kann passieren, war sicher Zufall.
Nun ja, am Tag drauf waren wir abends im Kartoffelkäfer zum essen. Es folgte das übliche Spielchen. Die Rechnung sollte auseinandergerechnet werden. Die junge Dame rechnete ebenfalls langsam und gewissenhaft vor sich hin. Dann präsentierte sie meinem Vater und mir jeweils die zu zahlende Summe. Kurz überschlagen war mir klar, das kann gar nicht passen. Genau nachgerechnet kamen wir dann zu dem Schluß, mein Vater hätte 10 Euro zu wenig bezahlt, ich 10 Euro zu viel. Auch hier also Kopfrechnen ungenügend.

Nun will ich ja diese Mär von der Pisa-Studie nicht zu sehr strapazieren. Aber es ist schon alles andere als witzig, wenn man ohne nachrechnen an zwei Tagen in zwei Restaurants insgesamt 20 Euro zu viel bezahlt hätte. Was wird heute in Mathe eigentlich unterrichtet? Rechnen die nicht mehr im Kopf oder schriftlich? Ich würde allen Bedienungen zukünftig den Umgang mit einem Taschenrechner empfehlen. Ist besser für die Gäste und stellenweise auch besser für die Börse der Kellnerinnen.

Ist aber auch egal, denn der Kurztrip war ein Traum und wir waren viel unterwegs und haben viel gesehen. Die See ist immer wieder eine Reise wert und wer mehr Photos sehen will, der kann sie sich in der Fotocommunity gern anschauen. Da wird es die nächsten Tage immer mal wieder einen netten Einblick geben. Im Moment ist mein Upload-Limit allerdings aufgebraucht. Über Borkum wird es in nächster Zeit auch ein “Richie unterwegs” geben, aber dafür braucht es mehr Zeit und weniger gutes Wetter.

Kommentar (3) »