Definitiv das Zitat der Woche!
(Uschi Glas, 62)
Tja Uschi, so ist das nun mal, wenn der Zahn der Zeit an einem nagt
!
(gemeint waren übrigens die hohen Rechnungen für die Versorgung ihrer drei Hunde)
(Uschi Glas, 62)
Tja Uschi, so ist das nun mal, wenn der Zahn der Zeit an einem nagt
!
(gemeint waren übrigens die hohen Rechnungen für die Versorgung ihrer drei Hunde)
Ein Mann liegt im Krankenhaus und ist gerade aus dem Koma erwacht. Der Arzt steht vor seinem Bett und sagt:
“Gut das es ihnen wieder besser geht. Ich hatte wirklich Sorgen. Blaue Augen, Prellungen, Muskelfaserriss, punktierte Lunge, Riss der Milz, sagen sie mal, sind sie in eine Kneipenschlägerei geraten?”
“Nein,” sagt der Mann, “das ist beim Golfen mit meiner Frau passiert.”
Der Arzt hebt die Brauen und fragt: “Wie kann denn so etwas beim Golfen passieren?”
“Ach wissen sie, wir haben ein schwieriges Loch gespielt. Beide haben wir unsere Bälle über den Zaun auf eine Kuhwiese geschlagen. Na ja und die Bälle haben wir dann gesucht. Plötzlich habe ich im Hinterteil einer Kuh einen weissen Fleck gesehen. Ich bin also hin, habe den Schwanz angehoben und im Arschloch der Kuh einen weissen Golfball mit den Initialen meiner Frau gefunden. Ich habe mich umgedreht, immer noch den Schwanz hochhaltend, und habe Ihr zugerufen: Guck mal Schatz, der sieht doch aus wie Deiner! …
…danach weiß ich nichts mehr.”
Im letzten Jahr war ich spät dran mit meinem Kontrolltermin beim Zahnarzt. Kurz vor Weihnachten bin ich noch schnell in die Praxis gehechelt, um die vorgeschriebene Untersuchung über mich ergehen zu lassen, wohl wissend, dass ich eigentlich schon in jenem Jahr einen Termin für eine Kernbohrung hätte machen müssen.
Als Frau Doktor das Zimmer betrat wurde ich dann auch freundlich daran erinnert, dass wir ja eigentlich schon im letzten Jahr einen Termin gehabt hätten. Ja, ja, ich weiß, durch die lange Renovierung bin ich eben drüber weg gekommen. Aber Frau Doktor wollte nun erst mal eine Kontrolle machen, um dann einen Termin zu vereinbaren. Als sie sich mit dem Spiegel und dem lästigen Edelstahlhaken an die Arbeit machte, glaubte ich einen VW-Polo über ihrem Kopf schweben zu sehen. Je mehr Zähne sie sich ansah und je intensiver sie in meinem Esszimmer – nein offensichtlich meiner Essruine – herumpurkelte, umso mehr entwickelte sich der VW-Polo zu einer ausgewachsenen S-Klasse. Aber immerhin schien sich die abschließende Zahnreinigung noch zu lohnen. So wurde ich dann kurz vor Weihnachten noch mit drei Terminen ausgestattet, um in 2007 meine marode Kauleiste wieder zu einer leistungsfähigen Zerkleinerungsanlage restaurieren zu lassen.
Also bin ich am Mittwochmorgen das erste Mal angetreten, um den rechten Teil meines Oberkiefers sanieren zu lassen. Aber vorher sollte noch mal geröntgt werden. Keine gute Idee bei mir, spucke ich doch schon bei der Hausärztin drei Meter weit, bevor sie mir ihren Stab richtig auf die Zunge gelegt hat.
Die arme Zahnarzthelferin verzweifelte denn auch bald an meiner Röchelei und hatte wohl auch keinen zweiten weißen Kittel zum wechseln mit. So hat sie mir denn, bevor ich mein Frühstück im Raum verteilen konnte, ein Betäubungsspray in den Mund gesprüht, welches von der Zunge bis zum Zäpfchen so ziemlich alles betäubt hat, außer der Stelle am Gaumen, die den Würgereiz hervorruft. Aber nach knapp 10 Minuten waren die vier Bilder denn auch geschossen, zwar etwas verwackelt, aber nutzbar und ich sah mit meinen tränenden Augen aus wie meine Frau, wenn sie drei Stunden Zwiebeln geschält hat.
Dann ging es los, Spritze rein in den Kiefer und schon wurde mit dem Enterhaken noch mal die Konsistenz des Zahnschmelzes geprüft. Kein Problem, nach dreimaligem Nachspritzen habe ich dann auch am maladen Weisheitszahn nichts mehr gemerkt. Gott sei Dank, denn besagter Zahn war offensichtlich nur unter grober Gewalteinwirkung mit dem Bohrer zu erreichen und der Spiegel wurde von meiner Zahnärztin just mal als Brecheisen zweckentfremdet. „Wenn die sich jetzt noch mit dem Knie auf den Brustkorb stützt ist es aus!“ hab ich gedacht. Ich hab ja ne große Klappe, aber wer hätte gedacht, dass da tatsächlich sechs Instrumente und/oder Klammern auf einmal hinein passen?
Aber nachdem die ersten drei Zähne zunächst aufgebohrt und dann verplombt waren, musste nur noch die Füllung aushärten und sie ließ mich kurzerhand erst mal mit den ganzen Klemmen, Zwingen und Keilen in der Schnüss allein. Ist toll, wenn man so aus dem Augenwinkel mit Schielen diverse Metallgegenstände aus dem Maul raken sieht. Aber – auch das wurde wieder entfernt. Immerhin habe ich mich dann noch besabbert, denn spülen mit betäubter Oberlippe ist irgendwie…. schwierig!
Am Freitag kam dann die andere Seite dran und beide Male durfte ich mit betäubter Oberlippe zur Arbeit fahren, was dem Respekt der Kollegen mir gegenüber nicht gerade zuträglich war. Verarschen kann ich mich allein – Saubande elendige!
Die Vorderfront ist auch noch dran. Im Februar. Schön, wenn man sich auf etwas freuen kann.
…an den lieben Menschen, der gerade meine Zeitung liest:
Ich hoffe, Du hast Spaß und holst Dir viele Infos aus der Zeitung, die ich bezahlt habe. Ich hoffe, Du konntest sie mühelos aus meinem Briefkasten entfernen und hast Dich nicht zu sehr anstrengen müssen. Des weiteren hoffe ich, Du wusstest bis heute nicht, dass Du eine Allergie gegen Druckerschwärze hast. Eitrige Geschwüre sollen Dir wachsen, auf dem ganzen Rücken und die Arme sollen zu kurz zum kratzen sein! Ausschlag sollst Du kriegen, auf der Nase und im Gesicht und mögen eine Million Ameisen Deinen zweiten Ausgang heimsuchen.
Liebe Grüße
Richie
Es ist wieder soweit. Deutschland sucht schon mal wieder den Superstar, um ihn genauso erfolgreich herauszubringen, wie die beiden letzten. Ihr wisst schon, die Dings mit der geilen Brille und der rockende Dingsbums. Die hört man doch jeden Tag, deshalb fallen einem auch sofort die Namen ein.
Die erste Folge der größten Castings aller Zeiten mit mehr als 30 000 Bewerbern lassen erahnen, wo die Reise hingeht. Der erste Auftritt einer Kandidatin auf Malle, die sich mit “Du hast die Haare schön” in die Herzen der Jury singen wollte, war wohl einer der denkwürdigsten in DSDS. War er doch der Beweis dafür, dass bei 30 000 Leuten in jedem Fall der oder die eine oder andere Granate dabei ist. Zwischenzeitlich hatte ich mir einfach nur gewünscht, die Alte hätte ihr Zeug nicht allein geraucht. Wenn der Rausch verflogen ist, wird die sich wahrscheinlich schämen – es sei denn, die normalerweise vorhandenen Gehirnzellen waren bei ihr schon vollkommen abgestorben.
Traurig ist, dass der Erfolg der Castings nicht in der Entdeckung von wirklich guten Künstlern besteht, sondern in den dort auftretenden Idioten, Schwachmaten und manchmal scheinbar auch geistig zurückgebliebenen armen Lichtern. Ich frage mich, ob man da wirklich jeden zulassen muss oder ob man manche nicht lieber vor sich selbst schützen sollte. Denn da war schon der eine oder andere dabei, der vielleicht alle Tassen im Schrank hatte, aber sie definitiv in der falschen Reihenfolge gebraucht.
Nicht nur die Dummheit der Menschen wurde in der ersten Folge wahrlich zelebriert, teilweise mit dümmlichsten Kommentaren oder Untermalungen seitens der Regie. Auch die körperliche Verfassung wurde gezielt und so billig wie möglich aufs Korn genommen. Die Zeiten, wo ich bei einem künstlich hergestellten, wackelnden Bild und extra vertonten donnernden Schritten während des Auftrittes einer übergewichtigen Dame in schallendes Gelächter ausgebrochen bin, sind seit dem dritten Kindergartenjahr vorbei – und ich war Spätentwickler! Wirklich eine traurige Veranstaltung.
Ebenso übrigens wie der Auftritt dieses glatzköpfigen Fraggles Heinz, der seine Minderwertigkeitskomplexe wohl mittlerweile hinter der “ich-bin-so-cool-wie-dieter“-Masche verstecken muss. Zwar weiß ich, was mich bei der Show für ein Niveau erwartet, aber wer hätte gedacht, dass es unterhalb der Grasnarbe noch etwas gibt. Ich dachte, mit Kübelböck wäre der Tiefpunkt erreicht, aber scheinbar versucht RTL immer noch einen drauf zu setzen und die Jury muss noch härter werden und noch beleidigender und muss noch blödere Metaphern erfinden, um das Volk noch zu befriedigen. Aber ich muss sagen: noch mehr ist nicht immer gleich noch besser. Bei dem ganzen Klamauk treten die wirklich guten Künstler, die dort ebenfalls zu entdecken sind, absolut in den Hintergrund. Nicht nur das, sie wurden in der ersten Folge gar nicht gezeigt.
DSDS – die Castings ist einfach nur noch armseelig und wenn das die aktuelle deutsche Fernsehunterhaltung sein soll, dann lebe ich in der falschen Zeit! Da nehme ich mir lieber ein Buch.
… fährt ein alter Öko. Die Haare lang und er scheint high gut drauf zu sein.
So oder so ähnlich ging es mir diese Woche auf dem Weg zur Arbeit. Da hatte ich nämlich einen dieser Typen vor mir, die ich wirklich hasse, weil sie mich immer wieder sogar morgens um viertel vor sechs zu plötzlichen Bremsmanövern zwingen. Das hat natürlich nichts mit dem Outfit oder langen Haaren bei Männern im Alter um die 40 zu tun, sondern eher mit der Tatsache, dass der Kerl zu der Art Autofahrern gehörte, die das eigentliche fahren als Nebensache betrachten.
Gemerkt hatte ich das schon, als diese mutige Laune der Natur mir an der Abfahrt Quelle erst mal mit dem Handy am Ohr (wen ruft man um die Zeit denn an?) gepflegt mit Tempo 60 die Vorfahrt nahm. Da war ich das erste Mal so richtig wach, was bemerkenswert ist, bedenkt man, dass ich diesen Weg seit 1992 fahre und dies auch um viertel vor sechs normalerweise im Halbschlaf beherrsche.
Also war ich gezwungen, hinter dem Kollegen herzutuckeln, denn Überholen ist auf der Bundesstrasse nicht, weil es dort massenhaft LKWs gibt.
Der fuhr denn auch nach dem Ende des Telefonats beschwingt Schlangenlinien, frei im Takte des Radios. Wahrscheinlich hat ihm seine Perle am Telefon einen neuen Haarschnitt in Aussicht gestellt oder eine Haarwäsche oder was weiß ich. Als ihm die Musik dann augenscheinlich nicht mehr gefiel, tauchte er das eine oder andere Mal ab. Ich nehme mal an, er hat im Fußraum nach ner Kassette von Janis Joplin gesucht oder der Joint ist runter gefallen. Nachdem er dann endlich aufgehört hatte den Gegenverkehr zu gefährden, ging er während der Fahrt dazu über zunächst sein langes Haar zu bürsten und anschließend den Dunst und die Schuppen von der Scheibe zu wischen. Aber wenigstens hat er nach dem ersten Stop dann gepflegt in der Nase gebohrt, wie sich das für echte Kerle am Steuer gehört!
Es gibt so Tage, da wünscht man sich einen Rammsporn, wie sie sich bei den Galeeren im alten Rom so gut bewährt hatten. Denn mein Fuß steht nicht so auf krampfhafte Zuckungen zwischen Bremse und Gaspedal, weil der Vordermann das Tempo nicht halten kann und der spitzbärtige Bursche mit allem möglichen beschäftigt war, nur nicht mit Autofahren! Gott sei Dank musste er an der nächsten Ampel rechts ab, sonst hätte ich womöglich noch einen Striptease im Auto geboten bekommen oder er hätte sich mit dem Scheibenwasser die Zähne geputzt. Darauf kann ich dann um diese Uhrzeit doch getrost verzichten.
Der Arbeitsweg – da erlebst Du was!
Ein Rückblick in die Zukunft.
Nun ist es also wieder soweit. Das alte Jahr 2006 hat die Biege gemacht und wir haben 2007. Was wird es uns bringen? Das fragen sich viele, selbst wenn schon eine ganze Woche ins Land gegangen ist.
Na ja, was es uns auf jeden Fall schon mal gebracht hat ist das übliche: 3% höhere Mehrwertsteuer, etwa 10% höhere Strompreise und eine zu erwartende Benzinpreissteigerung um 5-7 Cent. In Summe höhere Preise, aber die schon seit November 2006, damit die Geschäfte nun Werbung mit stabiler Mehrwertsteuer machen können. Dazu eine kräftige Nachzahlung im April und etwa 100 Euro mehr für den Sprit im Jahr. Alles wie immer, is klar. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier!
Aber, das sagen die Politiker, es wird der Wirtschaft nicht schaden. Würde ich an deren Stelle auch behaupten, denn immerhin haben die sich den Mumpitz mit der Mehrwertsteuer ja ausgedacht und sind durch ihre Genehmigung des Antrages auch an den höheren Strompreisen nicht ganz unschuldig. Es ist wie immer. Wenn die sagen, dass wir sparen, bedeutet dies: Du hast weniger, meine Diäten werden entsprechend erhöht. Chefarztplural vom Feinsten. Wenn man sich auch auf nichts verlassen kann, das ist immer gleich. Auch schön!
Was es uns jedenfalls nicht bringen wird, das gute Jahr 2007, ist mehr Geld im Portemonnaie. Denn die Gewerkschaften werden sich sicherlich nicht im ihren 8%-Forderungen durchsetzen und außerdem bricht ja auch immer gleich die Wirtschaft zusammen, wenn wir mehr Geld fordern. Merke:
3% Mehrwertsteuererhöhung = unschädlich für die Wirtschaft.
Aber 3% Lohnerhöhung = schädlich bis tödlich für die Wirtschaft.
Klingt logisch. Zumindest für diejenigen, die sich die Hose mit der Kneifzange anziehen, bevor sie das Licht mit dem Hammer aus machen.
Aber 2007 wird auch gute Seiten haben. Beispielsweise wird es weniger Arbeitslose geben. Zwar fangen die meisten für acht Euro bei Leihfirmen an, aber sie sind immerhin von der Strasse und das Arbeitsamt muss, wenn sie wieder fliegen, auch gleich weniger bezahlen. Denn die Firmen stellen zwar ein, aber nicht auf dem Niveau, was man uns immer weiß machen will.
Ach ja, Elterngeld gibt es auch noch. Alle werdenden Mütter, die ihre Beine bis zum 1.1. um 0.00 Uhr zusammen kneifen konnten, haben nun für ihre Familien zwischen 500 und 1000 Euro mehr im Monat zur Verfügung – wenn sie denn gearbeitet haben. Dem Staat und hier insbesondere Frau Merkel ist nämlich aufgefallen, dass es immer weniger Kinder gibt. Schröder war das wurscht, Angela nicht. Deshalb bekommt Familienpolitik tatsächlich eine Bedeutung und Frau 67% ihres vorherigen Nettodurchschnitteinkommens für 12 Monate vom Staat. Das hilft anfangs über das Gröbste weg, aber danach wird es für junge Familien bei den Preissteigerungen und unter dem Zwang privater Rentenvorsorge weiterhin schwer. Aber – es ist eine Verbesserung, zumindest für viele.
Machen wir uns nichts vor, auch 2007 wird man vornehmlich und schamlos wieder in die Taschen der kleinen Leute packen, obwohl schon heute viele Haushalte überschuldet sind. Aber das ist der Staatshaushalt auch, insofern sind die in guter Gesellschaft.
Zwar mag es mit der Konjunktur aufwärts gehen, aber bis das auch der normale Malocher in der Tasche merkt, soll es wohl schon die eine oder andere WM ohne Klinsi gegeben haben. Man muss weiterhin mit spitzem Bleistift rechnen. Es ist wie bei jedem Jahreswechsel:
Dinner for One – same procedure as every year!
Bin ich schon verkalkt oder was?
Da lese ich in der Zeitung, dass fünf Jahre nach der Euroeinführung eine Umfrage gemacht wurde. Da behaupten die Händler und Kneipiers eiskalt und lächelnd, mit dem Euro habe es keine Preiserhöhungen gegeben, man habe allenfalls mal nach oben gerundet und alles andere sei gefühlt.
Also ich fühl auch, aber mich verarscht! Ich weiß noch genau, dass ein Weizenbier in einer Bielefelder Szenekneipe zwei Monate vor der Euroeinführung von 6,- DM auf 6,50 DM erhöht wurde, um dann kurz nach der Euroeinführung wohlwollend auf 3,50 Euro gerundet zu werden.
Ich weiß auch noch, dass eine Damenbluse bei C&A vorher für 35,- bis 40,- DM zu haben war, aber seit dem 1.1.2002 kaum mehr unter 25,- € zu bekommen ist. Ich weiß noch, dass ich Preisschilder über Ständern mit Damentops gesehen habe, auf denen die Zahl stehen blieb und das DM überklebt und durch das Eurozeichen ersetzt wurde! Wenn das keine Preiserhöhung war, was war es dann?
Abgesehen davon, wo sind denn die ganzen Angebote, die früher 99 Pfennige gekostet haben? Wo sind die günstigen T-Shirts für 9,99- DM? Die gibt es noch immer, die Zahl ist auch gleich geblieben, nur das Wertzeichen dahinter hat sich verändert. Gerade bei Kleidung und in der Gastronomie hat man beim Euro ganz dreist kräftig hingelangt.
Natürlich hätte es in diesen fünf Jahren auch bei der D-Mark Preissteigerungen gegeben. Das ist ganz klar. Aber die wäre nicht so einfach und schon gar nicht in solchen Ausmaßen umzusetzen gewesen. Es gibt heutzutage einfach Dinge, da schüttelt man nur den Kopf. Hätte mir früher jemand gesagt, ich sollte für eine Currywurst 4,40 DM bezahlen, ich hätte sie nicht angepackt oder sie wäre mir quer runter gegangen. Heute freut man sich, wenn sie mal nur zwei Euronen kostet. Ein Steak im Brötchen kostet heute 6,50 Euro. Wer hätte vor fünf Jahren dafür 13,- DM bezahlt? Kommt mir doch nicht mit gefühlt!
Noch ein Beispiel? Der Glühwein mit Schuss war früher mit 5,-DM schon teuer, heute sind auf dem Bielefelder Weihnachtsmarkt 3,-€ bis 3,50-€ normale Preise – bei 2,- € (fast 4,-DM!!!) Tassenpfand!
Genau das ist auch der Grund, warum immer noch viele Deutsche in DM umrechnen, bevor sie etwas kaufen. Einzelhandel und Gastronomie haben es sich kalt lächelnd zu Nutze gemacht, dass der Deutsche nun mal aus DM-Zeiten Zahlen unter fünf mit “preisgünstig” assoziiert und somit manchen überhöhten Preis nicht wirklich wahrgenommen hat. Gab es früher eine Erhöhung um 50 Pfennige, so gibt es sie heute um 50 Cent. Das erleben wir doch täglich.
Nur weil die Einführung fünf Jahre her ist, haben die Menschen das nicht vergessen, ganz unabhängig davon, ob sie sich nun finanziell gut oder schlecht aufgestellt sehen. Die Nehmermentalität etlicher Branchen bei der damaligen Umstellung und im Laufe der letzten Jahre war extrem ausgeprägt. Dies heute wegzudiskutieren und zu bestreiten ist für mich eine Frechheit!