Archiv für Aus dem Nähkästchen

Revival

Die bessere Hälfte und das Engelchen sind allein in den Urlaub gefahren. Die Schwiegereltern haben einen Campingplatz in der Rhön, dem wir auch gemeinsam schon des Öfteren einen Besuch abgestattet haben. Nun haben die bessere Hälfte und ich am Anfang der Woche zunächst herum gescherzt, dass sie doch mit dem Engelchen dort Urlaub machen könnte, weil Papa die Woche meist eh bis 15.30 Uhr oder länger arbeiten musste. Aus dem Scherz wurde Ernst und nun sind sie schon fast eine Woche weg und kommen Morgen wieder nach Hause.

Papa hat die Woche genutzt, um nach Feierabend auszuspannen. Auch wenn ich das Engelchen natürlich wirklich liebe, ist es auch mal entspannend, wenn einem nicht vom Zeitpunkt des Wohnungseintrittes an ein etwa 15 Kilo schweres, qäkendes Paket am Bein hängt, dass bis zur Bettzeit bespasst werden will, weil es Papa vermisst hat.

Heute – an meinem letzten “freien” Tag – mache ich ein “Single-Revival“. Als ich noch allein wohnender Junggeselle war, da habe ich natürlich auch nicht immer so regelmäßig eingekauft. Was aber immer im Haus war, das war eine Kiste Bier (klar), Weissbrot und eine Packung mittelalter Gouda. Glaubt mir, davon kann ein männlicher Single um die 26 problemlos zwei bis drei Tage leben ;) .

Dass es auch mit 38 noch ( zumindest für einen Abend ) geht, dies beweise ich mir gerade. Natürlich ganz bewusst und ohne den Einkauf vergessen zu haben. Was soll ich sagen? Ist immer noch einfach – aber lecker.

Mann, was komme ich mir gerade JUNG vor!!!

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Nur mal am Rande:

Blödes Ding!!! Meine Jeans färbt! Auch nach dem dritten Waschen. Ich habe blaue Beine und blaue Hände, als würde ich mich in einen Schlumpf verwandeln!

*grmpf*

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Veränderungen – Teil 1

Im Urlaub erledigt man auch mal ungeliebte Aufgaben. So auch das sortieren von Unterlagen. Dabei bin ich auf meine alten Arbeitszeugnisse, Verträge und ähnliches gestoßen und ins Grübeln gekommen. Die Zeiten haben sich in den letzten 22 Jahren meiner Berufstätigkeit ganz schön verändert. Die Mitarbeiter haben sich mehr getraut und die Meister haben ihre Leute und ihre Maschinen gekannt. Reden wir zuerst mal über die Vorgesetzten:

Als ich nach meiner Lehre in Künsebeck anfing, im Jahr 1992, da gab es noch eine Menge Meister aus der Nachkriegsgeneration.  Die Jungs hatten von der Pike auf gelernt, oft im selben Betrieb gelernt,  nie gewechselt und kannten ihre Maschinen, ihre Leute und die Belegung. Gesteuert wurde von einer übergeordneten Stelle, entschieden haben die Meister. Den Abteilungsleiter hat man an den Anlagen kaum gesehen. Wenn man da als Elektriker mal gefragt hat, welche der drei kaputten Drehmaschinen als erste repariert werden muss, dann konnte einem z.B. der gute Egon aus dem Stehgreif sagen, auf welcher Anlage welche Teile drauf sind und was eilig ist.
Stellt man heute den so genannten Gruppenbetreuern die selbe Frage, dann müssen die meist erst 10 Minuten mit dem “Feinsteuerer” telefonieren, der dann bei der Production Control Rückversicherung hält. Die Aufgaben und der Überblick sind auf mehrere Schultern verteilt.

Früher hatte ein Meister nur die Aufgabe, seine Leute und seinen Bereich zu führen. Heute müssen die Gruppenbetreuer alle möglichen Statistiken anfertigen, an etlichen Meetings teilnehmen, am Scrap Marketplace Rede und Antwort stehen und Workshops besuchen. Was besser war/ist, das möge jeder für sich selbst entscheiden.
Besagter Egon gehörte aber auch noch zu einer besonders durchsetzungsfähigen Sorte Meister, der es regelmäßig schaffte, dass bei ihm defekte Lampen den Vorzug vor den defekten Maschinen der anderen Bereiche bekamen. Trotzdem waren viele Vorgesetzte dabei, für die unsere Mitarbeiter jederzeit gern am Samstag die Kastanien aus dem Feuer geholt haben. Heute lastet auf den Gruppenbetreuern ein derartiger Druck, dass der persönliche Umgang mit den Kollegen deutlich öfter leidet als früher – aber natürlich ist das auch abhängig vom Charakter der Vorgesetzten.

Zudem fehlt so ein bisschen die Kulanz, welche ein Meister in früheren Jahren noch mitgebracht hat. Das ist einer gewissen Obrigkeitshörigkeit gewichen. In den 90ern wurde ein guter Mitarbeiter, der ansonsten in seinen 35 Dienstjahren  nicht auffällig war und nur ab und an nach einem sonntäglichen Grillabend am Montag mit Obstlerfahne zur Schicht kam, unauffällig vom Meister per Taxi gen Heimat entsorgt. Am nächsten Tag hat man ihm kurz die Ohren lang und einen Tag Urlaub abgezogen und dann war es gut. Heute würde der gleiche Mitarbeiter zum Sani geschliffen, abgemahnt, mit Jobverlust bedroht, womöglich ins Suchthilfeprogramm aufgenommen und mehrfach von höchster Stelle gemaßregelt.

Die Menschlichkeit ist in den letzten Jahren deutlich auf der Strecke geblieben. Das Geschäft wird heute eher von Druck beherrscht, in dem sich Vorgesetzte unverhohlen heraus nehmen, einem sich (zu recht) beschwerenden Mitarbeiter im Beisein des Betriebsrates damit zu drohen, dass man das jetzt zwar gemäß seinen Wünschen gestalten, aber ihm diese Beschwerde nachtragen werde und er sich in Zukunft warm anziehen könne. Sowas hat manch ein Vorgesetzter früher nicht nötig gehabt, sondern eher durch natürlich ausgestrahlte autorität solche Beschwerden von Anfang an verhindert ;)   – von Ausnahmen mal abgesehen. Die Zeiten ändern sich eben…

…und von den Veränderungen bei den Mitarbeitern schreibe ich ein anderes Mal.

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nöckelig

Dinge, die mich im Moment nerven:

  • Arbeiten bei 30 Grad im Büro
  • Typen, die nach einem WM-Sieg um 18.00 Uhr noch bis nachts um 1.00 Uhr hupend im Wohngebiet herumgurken
  • Menschen, die sofort brüllen”ES ZIEHT“, weil man bei dem Wetter mal den Ventilator angemacht hat
  • Das nöckelnde und heulende Kind, nur weil die Folge “kleine Prinzessin” zu Ende ist
  • Warme Nächte, in denen man nicht schlafen kann
  • Die Tatsache, dass mir gerade sowohl die Nudel(fertig)sosse angebrannt ist, wie auch die Nudeln, die im Topf am Boden festgepappt haben!
  • Das niedrige Niveau der Spiele bei der WM
  • … eigentlich alles

Noch eine Woche durchhalten. Ehrlich – ich bin ja sowas von urlaubsreif!!!

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Spielparadies

Kaum zu glauben. Nun ist das Engelchen schon zwei Jahre alt. 18 Leute haben mit uns den Geburtstag gefeiert. Für das Kind ist es wunderbar, wenn neben zwei Patentantinnen auch noch alle Omas und Opas, sowie einmal Uroma und Uropa mit Spielsachen um die Ecke kommen. Aber das arme Ding wurde mit Geschenken derart überhäuft, dass Mama und Papa einen ganzen Vormittag lang im Kinderzimmer alte Spielsachen aussortieren und Platz für die neuen schaffen mussten.Nun hat das Engelchen ein neu eingerichtetes Spielparadies im Kinderzimmer.

Neben der Küche von “Hello Kitty” stehen neuerdings ein Toaster, eine Kaffeemaschine und eine Mikrowelle (auch “Hello Kitty”), die, selbstredend alle mit Batterien ausgestattet, allerlei Geräusche von sich geben. Ehrlich gesagt überlegt Papa schon, an welche Wand der diese piepende, leuchtende und ratternde Mikrowelle am besten pfeffern kann .

Das Engelchen sitzt nun am neuen Tisch mit Stühlen und serviert allen Kaffee mit Brathähnchen (oder Pizza). Wenn das langweilig wird, wechselt sie rüber an die Werkbank, hämmert ein bisschen oder bohrt irgendwas mit ihrem Akkuschrauber an ! Alternativ malt sie jetzt mit “Doolit pro”, so eine Magnetmaltafel, bei der die kleine Picassa endlich mal ohne Aufsicht malen kann.

Wenn das alles ausgeschöpft ist, dann wird das neue Playmobilhaus im amerkanischen Landhausstil interessant. Das wird dann zunächst bespielt und während dessen erst einrichtungsmässig entkernt, bevor es nach und nach in seine Einzelteile zerlegt wird.

Nach einer halben Stunde, spätestens aber wenn das Carport zusammen gestürzt ist, dann darf Papa ran und muss das ganze Haus wieder zusammen bauen und anschließend neu einrichten. Papa kann also (endlich) wieder mit Playmobil spielen – derzeit am Tag so 6 – 8 Mal.

Als nächstes soll die Lüdde laut Mama das Freibad bekommen, aber dann schlägt Papas grosse Stunde! Dann wird Papa dem Kind erklären, dass jedes richtige Mädchen eine Drachenritterburg braucht, so richtig mit schwarzem Riesendrachen, wie Papa…. äh das Kind es im Katalog gesehen hat. Ach ja – und natürlich das Piratengeisterschiff mit den im dunklen leuchtenden Geisterpiraten! Sowas haben Mädchen nämlich heutzutage! Das Engelchen bekommt dann alles, was Papa… ääääääh das Kind schon immer haben wollte. So wird’s gemacht. Und weil sich das Engelchen ja diese Sachen wünscht, kann Mama gar nix dagegen machen. JAWOLL!

…ich …. äh das Kind geht jetzt den Katalog wälzen und weitere mädchengerechte Sachen raus suchen.

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JAPS!

Was wird das eigentlich für ein Sommer?

Vorgestern noch 7 Grad in der Nacht, jetzt zwei Tage gutes Wetter, endlich mal am Tage mehr als 25 Grad  und schon sinken wir nachts nicht mehr unter 18. Die Kleine japst schon wie verrückt, weil es ihr zum pennen zu warm ist.

Aber keine “Panik”, der Regen kommt schon Morgen und Montag sind’s dann laut wetterpunktcom schon wieder nur noch 15 Grad.Die Temperatursprünge sind echt der Knaller!

Kann das nicht am Tage so bleiben und wir einigen uns nachts – sagen wir mal, so ab 0.00 Uhr – auf schöne 12 Grad???

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Westfalentreffen 2010

Am letzten Samstag stieg mal wieder das mittlerweile fast traditionelle Treffen der westfälischen Blogger. Dieses Mal organisiert von Dagmar und Agnes in der alten Kokerei in Essen. Treffpunkt war die Gaststätte in der Kokerei um 12.00 Uhr, wo Dagmar ein nettes Essensbuffet für uns organisiert hatte.

Das Restaurant liegt eingebettet in die für einen Ostwestfalen gewöhnungsbedürftige Industrieromantik des riesigen Stahlwerkgeländes. Alles dort erinnert an die alten Zeiten, in denen dort noch wild “geschafft” wurde. Wir hatten also nach der Ankunft erst mal ausgiebig Zeit, um uns am Tisch zu unterhalten. Die üblichen “Verdächtigen” der letzten Treffen waren fast alle wieder da und so haben die bessere Hälfte und ich uns abwechselnd um das Engelchen und den Klönschnack gekümmert. Im Anschluss…

…sind wir bei bestem Wetter auf Photosafari gegangen. Ich war mir mit Tom aber schnell einig, dass es nicht nur sehr schwierig ist, in diesem Gewirr von Technik, Rost, Verstrebungen und Schornsteinen geeignete Motive zu finden, sondern sie auch noch gut ins Bild zu setzen. Da braucht es einiges an Übung.

Interessant fand ich an der Stelle, dass sich die Bewohner des Ruhrgebietes an allen Ecken und Enden zu Picknick und Ruhepausen unter Stahlträgern zu treffen schienen. Mir ist da ganz spiessig der Bürgerpark lieber ;) .

Leider mussten wir uns mit dem Engelchen recht früh wieder verabschieden und konnten die organisierte Führung nicht mit machen, weil sie nicht besonders kleinkindgeeignet war – und wenn ich von Tom was von 116 Stufen höre, dann war sie auch nur bedingt “richiegeeignet” *fg*!

Wir haben uns gefreut alle mal wieder zu sehen. Ich bin mal gespannt, wohin es uns nächstes Jahr verschlägt.

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FRECHHEIT!

Die ganze letzte Woche habe ich gedacht, ich bekomme die Pimpernellen. Unser Besuchereingang wird komplett neu gestaltet, weil zum einen das neue Firmenlogo angebracht werden muss, es insgesamt einladender aussehen soll und nicht zuletzt, weil wir sehr hohen Besuch aus der japanischen Konzernspitze erwarten.  Bis heute war da konstant nervtötender Baulärm direkt neben dem Fenster.  Unterstützt nicht gerade dabei, eine Excel-Tabelle mit 470 Datensätzen nebst Rechnung mit “WENN”-Funktionen zu erstellen. Aber heute ha’m se dann dem Fass den Boden ins Gesicht geschlagen:

Da ha’m die mir doch heute glatt die schöne, Schatten und Sichtschutz spendende Tanne vor meinem Bürofenster weggesägt! Jetzt muss ich im Sommer den halben Tag die Schalosetten runter lassen, damit ich nicht in zwei Monaten selbst aussehe wie ein Japaner – also zumindest um die Augen.   Frechheit sowas!

Wehe da wird kein schickes neues Beet als Ersatz am Eingang angelegt!

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