Gibt es das?
Stellen sie sich mal vor, sie bestellen einen Handwerker. Der soll ihr Bad renovieren – sagen wir mal inklusive neu fliesen, neuer Fussboden, neue Badewanne und neue Dusche. Der Chef der Handwerkerbude gibt einen Preis und die Dauer an. Sagen wir mal: 5000,- € und zwei Monate Arbeitszeit. Dann beginnt er zu renovieren. Er schickt seinen Gesellen, der in seinem Auftrag anfängt zu arbeiten. Er braucht aber nicht zwei, sondern vier Monate und nicht 5000,- € sondern 7000,- €. Als er angeblich “fertig” ist, funktioniert in der Dusche das warme Wasser nicht, beim Klo ist der Abfluß nicht angeschlossen, die Badewanne hat keinen Wasserhahn und es sind nur zwei von vier Wänden gefliest. Also bestehen sie auf Nachbesserung, da sie das Bad nicht nutzen können. Diese Nachbesserung verschlingt weitere 3000,-€ und es wird während der Arbeitsphase festgestellt, dass beim Spülbecken ebenfalls keine Abflüsse angeschlossen sind, das Klo verkehrt herum hängt, die Fliesen teurer waren als erwartet und dass sich die Renovierungsarbeiten von zwei Monaten auf etwa ein bis zwei Jahre ausdehnen werden. Sie sind natürlich entsprechend sauer, aber der Chef der Handwerkesbude, die sie beauftragt haben, ist sich keiner Schuld bewusst. Als der Druck zu groß wird, entlässt er zunächst seinen Gesellen, zahlt ihm aber eine Abfindung von 100000,- €, die sie durch Umlagen gegenfinanzieren müssen. Als weitere drei Monate später deutlich wird, dass ihr Bad auch nach zwei Jahren und der Investition von weiteren 5000,- € nicht betriebsbereit sein wird, sieht sich der beauftragte Handwerker nicht in der Verpflichtung, ihnen einen Schadenersatz für die permanente Unannehhmlichkeit, die öffentlichen Toiletten zwei Straßen weiter, sowie die kostenpflichtigen Duschen der öffentlichen Badeanstalt nutzen zu müssen zu zahlen. Statt dessen tritt er von seinem Job als Meister im Handwerksunternehmen zurück. Dafür erhält er eine Abfindung vom 300000,-€, die wiederum sie durch Umlagen gegenfinanzieren müssen. Er bleibt aber weiterhin Besitzer einer anderen Handwerksbude und ihr weiteres Schicksal ist ihm herzlich egal! Nach vier Jahren Bauzeit sind sie pleite, ihr Bad ist aber immer noch nicht fertig. Ihr Haus ist weiterhin nicht richtig nutzbar. Verklagen und in Regress nehmen können sie aber niemanden, sondern sie bleiben auf ihren Problemen sitzen.
GIBT ES NICHT, sagen sie? Dann vergleichen sie die Story mal mit dem “Projekt” Berliner Flughafen!!!







