Archiv für alltäglich

Schweinemarkt

Gerade haben wir den Brackweder Schweinemarkt besucht. Trotz Nieselregen! Trotz Kälte! Ergebnis:

1. Kind ist Karussell gefahren, geritten und war bis zum erreichen von Punkt 6 zufrieden – TOP

2. Tackes Bratwurst schmeckte lecker wie immer – TOP

3. Die Kirmes ist so klein, dass man in 5 Minuten einmal alles gesehen hat – MIST

4. Die Herren, welche die Kirmes eröffnen, können das Fass Freibier mangels Besuchern selbst aussaufen – gut für die, aber eigentlich MIST

5. kostenlosen Schnaps vom Quirkendörper bekommen – TOP

6. Keine Fanta auf der ganzen sch*** Kirmes für’s Kind – MIST

7. Außer Bratwurst nur dubiose Ministände mit zwielichtigen Anbietern - somit nix zu essen für die bessere Hälfte, MIST

8. Wo sich früher wetterunabhängig hunderte Menschen tummelten, war nix los – MIST

9. Der Zutritt zum Oktoberfestzelt kostet Geld, auch wenn das Fest noch gar nicht im Gange ist – MIST

FAZIT: Für das Wetter kann keiner was, aber der Schweinemarkt ist den Besuch nicht mehr wert, egal was sich die Herren Veranstalter da am Dienstag via Zeitung wieder in die Tasche lügen werden. Das traditionelle Brackweder Kirmesfest ist nicht mal mehr so groß wie der Brackweder Friedhof, aber doppelt so tot! Wenn man das weiterhin so aufzieht, dann kann man es auch lassen.

Kommentar (3) »

Anmache

Neulich im Fernsehen gehört, vom  Altmeister der Proletencomedy:

Hallo Tinkerbell. Ich bin’s, Peter Pan

oder noch besser:

Hallo, Du Morgentau auf den Jasminblüten des Garten Eden!

Was ‘nen Spruch! Mal ehrlich, liebe Frauen, da liegt ihr doch so gut wie auf dem Rücken, oder ?

Funktioniert sowas eigentlich wirklich??? Und wenn ja, funktioniert das auch bei Frauen, die nicht zwangsläufig als Kandidaten für “Britt” oder “we are family” in Frage kommen? Ich denke mal nicht.

Kommentar (1) »

Urlaubsende

Mann, Mann, Mann, wo sind denn schon wieder die dreieinhalb Wochen Urlaub hin??? Die können doch noch nicht rum sein! Aber augenscheinlich sind sie es, denn heute muss ich wieder arbeiten. Wichtig war mir vor diesem Urlaub, dass ich mich nach einem stressigen Jahr gut erhole, auch wenn wir zu Hause blieben. Deshalb ein kurzes “to do” im Vergleich zum tatsächlich erlebten in diesem Urlaub:

  • oft Mittagsschläfchen mit dem Engelchen machen – erledigt
  • viel auf der faulen Haut liegen – erledigt
  • viel lesen – erledigt
  • Grillen bis man kein Grillgut mehr sehen kann – erledigt
  • Zoobesuch mit dem Engelchen – offen, weil die Hitze es nicht zuliess. Aber wir waren im Nardermanns Tierpark.
  • Kino - erledigt
  • Phototour in die Felder – offen, wegen der Hitze nicht geschafft, danach war alles abgeerntet
  • Rad fahren – erledigt
  • Neues Auto für bessere Hälfte – erledigt
  • schwangere Freunde in Essen besuchen – verschoben, weil der Nachwuchs es etwas zu eilig ahtte ;)
  • 30. Geburtstag der besseren Hälfte feiern – erledigt
  • Der Urlaub war schon herrlich, aber die Hitze hat in den ersten 14 Tagen die meisten körperlichen Aktivitäten verhindert. Eigentlich habe ich 14 Tage fast ausschließlich irgendwo im Schatten gesessen, weshalb ich irgendwie auch gar nicht braun geworden bin. In der letzten Woche hatten wir mit Autos ansehen und der Geburtstagsvorbereitung reichlich um die Ohren. Nun sitze ich hier und frage mich, wo der Urlaub schon wieder geblieben ist. Aber als Fazit kann ich wohl sagen: Ich habe mich gut erholt. Auch wenn das erfahrungsgemäß immer nur bis zur Frühstückspause andauert ;) .

    keine Kommentare »

    Veränderungen – Teil 2

    Vor kurzem habe ich mich über die Veränderungen in meinem Berufsleben ausgelassen, rein bezogen auf die Vorgesetzten. Aber nicht nur die haben sich in den letzten 20 Jahren im Verhalten geändert. Auch die Kollegen an den Maschinen und in den Werkstätten haben Veränderungen durchlaufen. Allerdings nicht nur positiv, denn man merkt, wie sehr mittlerweile die Angst vor Arbeitsplatzverlust und in der Folge Hartz IV oder Leiharbeit das berufliche Leben regiert.

    Als ich 1992 in Künsebeck anfing, da herrschte in der E-Werkstatt ein rauher, aber herzlicher Ton. Angelernt wurde da eher rudimentär. Man durfte eine Woche mit jemandem mitgehen und in der zweiten Woche hatte ich schon allein Spätschicht. Rein ins kalte Wasser und schwimmen oder ersaufen! Heute gibt es in den Bereichen Anlernpläne, die muss man gegenzeichnen. Und wehe man macht danach noch Fehler, womöglich noch welche, die Geld kosten, dann kann man sich auf ernste Gespräche und Abmahnungen gefasst machen.

    Als ich anfing, da durfte man jederzeit Kollegen fragen. Gut – man bekam z.B. von Kollege Wolfgang meist auf die erste, leise, demütige Anfrage nach Hilfe ein “WAS WILLST DU?!?!?!” und direkt danach ein “JA UND? KANNSTE DAS NICH?!?!?!” in den Block gebölkt, aber geholfen wurde immer. Heute wird einem regelmäßige Nachfrage als Schwäche ausgelegt und man gilt als unselbstständig.

    Die Rangordnung wurde einfach dadurch hergestellt, dass man als Neueinsteiger die schlechtesten Tätigkeiten bekam (”Ey, geh ma innen Keller vonne Stufenpresse. Da is ne Latüchte inne Mäse!” – “Aber da steht doch knöchelhoch das Kühlmittel drinne und es tropft ekelich vonne Decke!” “Ja und? Biste aus Zucker? Ziehste halt Gummistiefel an. Musste ich schon tausende Male machen.Und wo kein Schnee is, da kannste laufen ” ). Heutzutage kann man froh sein, wenn einem die jungen Azubis nicht die Arbeit verweigern und mit irgendwelchen Passagen aus der Ausbildungsordnung wedeln, die solche Schmutzarbeiten untersagen.

    Verbesserungen oder Ideen wurden früher kurz mit dem Vorgesetzten besprochen und dann wurde es gemacht. Heute regelt die Gruppe solche Dinge – theoretisch jedenfalls – in einer Teamsitzung. Das Ergebnis ist, es dauert länger und alle haben das Gefühl, es gemeinsam entschieden und verbessert zu haben. Das Problem ist aber leider meist immer noch da, weil viel zu selten die Zuständigkeiten geregelt werden und alle denken, der andere wird es schon machen.

    Gelästert wurde natürlich auch ( “DEN? Den kannste nur jebrauchen um inne Kirche nen Glockenschwängel festzuhalten!” ), aber dennoch haben wir uns eigentlich immer gut verstanden. Wenn der Chef unangenehme Entscheidungen verkünden wollte, dann haben wir das mit ihm in der Werkstatt ausdiskutiert. Besonders die Kollegen Heinz und Ralf haben sich da wenig bieten lassen. Und nicht nur da: Wenn Cheffe morgens um 7.05 Uhr ( schnieke in Jacket und Krawatte ) in die Werkstatt kam und Heinz noch BILD las, dann sagte der Chef: “Heinz, leg bitte jetzt die Zeitung weg” und Heinz antwortete :”Jau, sobald ich den Artikel feddich gelesen hab.” Von diesem Misserfolg angespornt trat der Chef dann an Ralfs Werkbank, die immer voll mit Cola-Flaschen stand und sagte: “Ralf, ich mag keine Flaschen!“, was der mit einem netten “Tja, so iss das Leben, ich mag auch keine Krawatten” beantwortete. Am Folgetag hat der Chef es noch mal mit einem “Na, sie Flaschengeist?” versucht, aber dann nach dem prompten “Na, sie Karawattenständer?” entgültig die Segel gestrichen. Trotzdem haben wir natürlich unsere Arbeit gemacht und den Chef respektiert. Aber die alten Hasen haben halt nicht bei jedem Satz sofort die Hacken zusammen geschlagen und “JAWOLL” gebrüllt, wie es heute sehr oft zu beobachten ist.

    Heute wird auch viel mehr wortlos hingenommen. Wenn früher den Jungs in der Dreherei eine Entscheidung, zum Beispiel zum Personalabbau, nicht ganz klar war, dann hat dort einer gepfiffen, ein anderer hat den Hauptschalter umgelegt und dann haben die Kollegen bei abgeschalteten Maschinen so lange gewartet, bis ihnen jemand die Lage plausibel erklären konnte. Ach ja, und einen vorwitzigen Elektriker (nicht ich), der die Gunst eines Warnstreiks nutzen wollte um im Bereich Lampen zu wechseln, haben sie beinahe von der Leiter geschüttelt. Der kam mit bleicher Nase wieder in die Werkstatt geschlichen und musste fortan mit streiken ;) . Heute kann man froh sein, wenn man überhaupt 60% der Belegschaft für einen Warnstreik vor die Tür bekommt.

    Warum hat sich also alles so verändert? Kollege Heinz ist leider schon tod, Kollege Wolfgang ist in Rente, Kollege Ralf hat irgendwann mal gekündigt um ein Reisebüro zu eröffnen, usw. Nachgerutscht sind zumeist junge Kollegen, teils direkt aus der Ausbildung, meist aber eben noch in der Selbstfindungsphase. Zudem haben viele unserer neuen, jungen Kollegen Zeitverträge, die per se eine große Klappe verbieten, will man irgendwann fest eingestellt werden.

    So geraten wir (heute) alten und gestandenen Mitarbeiter nach und nach in die Minderheit und wachsen uns sozusagen raus. Die Zeiten wandeln sich. Deshalb rede ich hier zwar nicht von “der guten alten Zeit“, aber dennoch vermisse ich manches Mal die Bereitschaft der Kollegen, sich auch mal gegen den Chef aufzulehnen. Ich bin gespannt, ob sich das jemals wieder in die andere Richtung entwickelt.

    Kommentar (1) »

    Kuriositäten

    Wie ich heute gelesen habe, donnert man(n) schon mal ungebremst gegen eine Strassenlaterne, wenn man beim fahren mit dem Rad auf die Flip-Flops anstelle der Strasse guckt. So passiert gestern in Bielefeld. Dass der arme Kerl auch noch den Beleuchtungskörper der Lampe auf den Helm bekommen hat, ist nur doppelte Strafe für das fahren ohne geeignetes Schuhwerk. Da kann man belustigtes Kopfschütteln nicht vermeiden.

    Aber in der letzten Woche konnte ich bei 33 Grad im Schatten auch über eine andere Sache nur lachen. Am Getränkecenter steht neben Schwiegerpapa und mir ein Golf. Aus diesem steigen Leute aus. Soweit, so unspektakulär. Aber als dann rund um das Auto plötzlich 6 Personen standen und wir feststellten, dass der Fahrer noch immer drin sass, da sind wir aus dem lachen nicht mehr heraus gekommen. Manche Menschen stehen wohl auf Kuriositäten. Allerdings möchte ich nicht in der Nähe sein, sollten die mal mit der Fahrzeugbesetzung gegen eine Laterne donnern .

    In diesem Sinne, schönes Wochenende!

    keine Kommentare »

    trööööööööt

    Also WM finde ich echt toll. Auch die Tatsache, dass man sich endlich mal ein afrikanisches Land ausgesucht hat. Aber die Stimmung in den Stadien, die ist meiner Ansicht nach die schlechteste, die ich je bei einer WM erlebt habe. Zumindest für europäische Bedürfnisse, denn diese unsäglichen Vuvuzelas machen alles kaputt. Damit kannst Du in der Steppe eine Treibjagd veranstalten oder Kannibalen dazu bringen sich ein anderes Mittagessen zu suchen, aber im Stadion sorgt dieses unterschwellige Gebrumme nur für höllischen Krach – unabhängig von Spielverlauf, Spielqualität oder Spielstand. Als schwirrte ständig ein Hornissenschwarm um die Mirkos. Da kriegt ja selbst Bejamin Blümchen Depressionen!

    Aber verbieten würde ich die Dinger auch nicht, wie man ja scheinbar schon diskutiert. Es sind halt die typisch südafrikanischen Stimmungströten. Wir würden uns die Fangesänge auch nicht verbieten lassen. Das muss man meiner Ansicht nach respektieren und in Kauf nehmen, wenn man eine WM in Südafrika austrägt. Schaun mer mal, was ich in 4 Wochen dazu sage, wenn mir die Ohren brummen ;) .

    Kommentar (1) »

    Wie macht man(n) (s)eine Frau verrückt?

    Die bessere Hälfte und ich, wir sind nun bald 5 Jahre verheiratet. Davor waren wir aber auch schon 5 Jahre zusammen, so dass wir nun unser 10jähriges Jubiläum feiern. Aber man(n) macht sie immer noch in Null Komma nix verrückt! Darauf kann man(n) sich echt was einbilden ;) . Ein Beispiel gefällig?

    Frau steht im Bad, noch nahezu unbekleidet, Schminke in der Hand und macht sich für den Ausgehtag fertig. Man(n) steht in der Tür, halb bekleidet, in Unterhose (enge Boxershorts, KEINE SOCKEN!!!) und schaut zu. Frau schaut den Mann an und fragt: “Na Schatzi? Alles klar?”. MAn(n) erkennt: Jetzt geht was, die Gelegenheit ist günstig. Sie ist wieder bereit, verrückt zu werden!

    Da braucht man(n) bloss noch eines zu machen: Sich beherzt in den Schritt packen, ein proleten- und machohaftes, einstudiert-wiederliches “Ja klar meine Blume…” von sich geben…

    und schon wird die sowas von verrückt!!!

    Aber wir haben nach 10 Jahren Zusammenleben immer noch viel Spaß ;) .

    Kommentar (2) »

    Stadtmarathon

    Heute war Stadtmarathon in Bielefeld und ich habe teilgenommen. Also nicht mit Startnummern jetzt, sondern ich war der Taschenträger für zweieinviertel Frauen, die beschlossen hatten, am Samstag eine Shoppingtour zu machen, so rund 8 Stunden in Bielefeld. Dabei hat die bessere Hälfte mich ganz fies in die Falle gelockt und quasi zum Start intrigiert. Wie? Ganz einfach: Heimtückisch habe ich zum Geburtstag Gutscheine für Thalia und Saturn geschenkt bekommen. Noch heimtückischer sind mit in den letzten Wochen auf mysteriöse Weise drei kaum 6 Jahre alte Jeans “kaputt” gegangen (Sabotage nehme ich an!!!).

    Deshalb hat die bessere Hälfte mir am Donnerstag vorgschlagen, dass wir zusammen mit dem Engelchen doch wegen der Hosen, den Gutscheinen und (vielleicht) ein, zwei Oberteilen für Mama und Engelchen in die Stadt fahren könnten – wo Papa doch schon mal Urlaub hätte.

    Abends hat sie dann heimlich, still und leise mit der Schwägerin ausgemacht, dass die Einkaufstour um eine Frau erweitert (besagte Schwägerin) und dafür um einen Tag nach hinten auf den Samstag geschoben wird. So sind wir dann heute um 10.30 Uhr zu unserer 10stündigen Shoppingtour gestartet. Begonnen hat alles mit den Hosen für Papa, wobei die bessere Hälfte die hosenlose Notsituation von Papa kanllhart ausgenutzt hat und ihn (nach Entledigung von Schuhen und Hose) quasi ohne Beinkleider stundenlang in der Kabine statt mit Hosen erst mal mit Hemden und T-Shirts zugefrachtet hat. Nach gefühlten 5 Stunden war Papa um drei neue Jeans reicher – und um zwei Hemden, ein T-Shirt und ein Sweatshirt! Das blöde bei zwei Frauen ist nämlich, dass die sich mit Bewachung der Umkleide und holen der Klamotten ablösen können und Papa sozusagen keine Chance hatte seinen Wächterinnen zu entkommen.

    Die Mittagspause unserer 12stündigen Shoppingtour haben wir beim Türken eingelegt, mit “lahmer Schuh” und Döner. Danch war die bessere Hälfte und Schwägerin dran mit ihren Klamotten. Papa durfte also tonnenweise Kleidung an die Kabine heran schaffen – und die in Ungnade gefallenen Auswahlstücke wieder weg hängen. Dabei musste Papa konsequent an drängelden und meckernden Damen und Herren vorbei, denn der Laden war gerammelt voll und es war eng und stickig in der Butze! Entsprechend gut gelaunt war, nebenbei bemerkt, auch die Terrorkröte. Ich sach euch, Frondienste auf dem Bauernhof sind ein Dreck dagegen. Aber für das engelchen mussten auch noch Klamotten her, was einen Zwischenstop bei Zara bedeutet hat.

    Erst am Ende der 14 Stunden konnte Papa dann seine Gutscheine einlösen und mit ein wenig persönlicher Beute endlich gen Parkhaus entschwinden. Leider wurde aus dem “im real noch Brot holen” auch noch ein “wir müssen noch kurz rein”, wobei KURZ bei Frauen ganz andere Bedeutungen hat als bei Männern.

    Nun ist Papa nach 16 Studnen wieder zu Hause, todmüde, ruhebedürftig und freut sich auf die Phase in der das Engelchen endlich schläft und Papa sich sein wohl verdientes Weizenbier aus dem Kühlschrank holen kann! In diesem Sinne….

    schönen Sonntag!

    Kommentar (2) »