März 8, 2010
· abgelegt unter Aus dem Nähkästchen
Samstag habe ich mich gewundert, warum im Degukäfig so eine Ruhe herrscht und warum da immer nur zwei der Jungs kuscheln. Näheres hinsehen hat die traurige Gewissheit gebracht: Snoopy lag tot hinten in der Käfigecke. Ach Scheisse! Völlig unerwartet und viel zu früh,. weil Degus eigentlich 6 Jahre alt werden, aber er juste mal eineinhalb war. Nähere Besichtigung lässt uns vermuten, dass er eine Atemwegsinfektion hatte, weil die Nase verschleimt war. Nichts haben wir davon bemerkt -im Gegenteil, Freitag waren alle noch putzmunter. Wahrscheinlich hat er sich einfach ausgiebiger geputzt und sich sonst nichts anmerken lassen. Das ist das Leid bei Fluchttieren – wenn man was merkt, ist es schon zu spät. Gestern haben wir ihn bei schwiegereltern im Garten beerdigt.
Nun sitzen die Texas und Banjo traurig in ihrem Käfig und wir hocken ebenso geknickt davor! So’n Mist!
März 1, 2010
· abgelegt unter Aus dem Nähkästchen
Da kommen wir Samstag von Schwiegerpapas Geburtstagsfeier nach Hause, man(n) zieht die Schuhe aus. Mama macht das Engelchen bettfertig und man(n) wärmt kurz eine Milch an und bringt das Engelchen ins Bett. Soweit alles gut.
Danach kommt man(n) ins Wohnzimmer und sagt zur besseren Hälfte, man(n) hätte auf einmal leichte Schmerzen im Fuss. Nachts wurde es schlimmer, Schlaf war Luxus. Als man(n) am Sonntag aufstehen will (um sechs, weil die Terrorkröte ja Frühaufsteher ist), fällt er fast längs ins Schlafzimmer, weil er den Fuss gar nicht belasten kann. Man(n) dachte zwischenzeitlich der fällt gleich ab. So lebte man(n) den ganzen Sonntag von und mit Ibuprofen 600 und ging heute Morgen zum Arzt (mit erheblich weniger Schmerzen). Ergebnis: Fehlbelastung! Ruhig stellen. AHA!
Wie man(n) oben schon erwähnt hat, kam er Abends von einer Geburtstagsfeier. Also das übliche – Kaffee, Kuchen, Essen, Bier. Bewegung? Eher weniger! Ein, zwei Mal Treppen steigen mit dem Engelchen, welches aber weitgehend von Omas und Opas bespasst wurde. Wie zur Hölle kommt man(n) da zu einer Fehlbelastung? Man(n) soll den Fuss heute ruhig halten, was bis zumMittagsschlaf des Engelchens gar nicht geklappt hat. Ob es so klug war mit zum Kinderturnen zu gehen wird man(n) Morgen sehen. Morgen wird man(n) dann nämlich wieder arbeiten gehen, was die Ärztin für nicht wirklich richtig gehalten hat. Aber man(n) hat auch mal Wochen, da kann man(n) krank sein so gar nicht gebrauchen. Das ist in den nächsten Wochen bis Ostern nun mal der Fall.
Nun muss man(n) sich nur noch überlegen, ob er an derart belastenden Geburtstagsfeiern in seinem Alter überhaupt noch teilnehmen kann. Vor allem, weil Schwiegerpapa ihm bösartig und garstig angekündigt hat, dass am 20. März ein Alptraum wahr werden und Paderborn vor Arminia stehen würde. Wahrscheinlich war dies ein derartiger Tiefschlag, dass man(n) davon nicht Magen- sondern gleich Fussschmerzen bekommen hat
!
Februar 27, 2010
· abgelegt unter Dialog der Woche
ER steht kochend am Herd. SIE kommt herein und probiert die Sosse.
SIE: “HM- also wegen mir kann da noch Knoblauch dran.”
ER: “Wieso? Ich finde die Sosse ganz lecker. Noch mehr Knoblauch nimmt doch Geschmack.”
SIE: “Na ja, mir ist sie zu tomatig.”
ER: “Ach? Und das ist bei einer TOMATENSOSSE falsch?”
Manchmal versteht ER SIE einfach nicht…
Februar 19, 2010
· abgelegt unter politisch
Wenn man der Grundsatzdebatte eines Herrn Westerwelle so folgt, dann entsteht der Eindruck, dass jeder Hartz IV – Empfänger potentiell ein sorgenarmes und von Annehmlichkeiten übermäßig beglücktes Leben führt. Dabei lässt Herr Westerwelle außer Acht, dass die Regel nicht jene Fälle von (meist noch schwarz arbeitenden) Sozialschmarotzern sind, welche uns gern in den privaten Fernsehsendern vorgeführt werden. Die sind eher die Ausnahme. Hartz IV lässt den normalen Langzeitarbeitslosen keinesfalls Räume für irgendeine Art von Dekadenz.
Interessant ist auch die Aussage, dass jemand der arbeitet mehr Geld haben soll, als jemand der Sozialleistungen bezieht. Denn man muss dabei bedenken, dass in unserem Land das eine nicht automatisch das andere ausschließt. Immerhin gibt es aktuell in Deutschland noch rund eine halbe Million LeiharbeitnehmerInnen und viele Geringverdiener, von denen etliche zusätzlich auf Staatshilfe angewiesen sind, weil sie teilweise gerade mal 5,50- € die Stunde verdienen. Allein die Stadt Bielefeld sponserte diese prekären Arbeitsverhältnisse im letzten Jahr mit rund 20 Millionen Euro! Wir reden hier von Menschen, die trotz Vollzeitjob und Überstunden nicht genug Geld verdienen, um sich und ihre Familien zu ernähren. Wenn man schon den Vergleich zu spätrömischen Verhältnissen ziehen will, dann wohl besser an dieser Stelle.
Herr Westerwelle spricht davon, dass sich Arbeit in diesem Land wieder lohnen soll. Das ist löblich und richtig. Aber der Ansatzpunkt kann nicht immer wieder sein, Langzeitarbeitslose polemisch an den Pranger zu stellen. Viel mehr sollte Herr Westerwelle sich für gerecht bezahlte Arbeit und Mindestlöhne in den einzelnen Branchen einsetzen und dafür sorgen, dass jungen Menschen nach der Lehre Arbeitsplätze außerhalb der Leiharbeitsbranche angeboten werden. Aber das widerspricht sicherlich dem Interesse seiner Hauptwählerschaft.
Februar 17, 2010
· abgelegt unter da leuchten Papas Augen
Das Engelchen kann neue Wörter. “Arm”, “Tor”, “Minia” (gemeint ist selbstredend ARminia), “Metterling” (SCHmetterling), Ball, “Bauch” usw, usw. Nur “Oma” und “Opa”, das bekommt sie zum Leidwesen aller Beteiligten nicht gebacken.
Dumm ist nur, dass sie mittlerweile auch rausbekommen hat, wie man den ganzen Tag Aufmerksamkeit erregt. Im Moment ist nämlich alles “aua“! Könnt ihr euch eigentlich vorstellen wie nervig es sein kann, wenn die Terrorkröte, nachdem sie spitz gekriegt hat, dass die Eltern dieses Wort nicht ignorieren können, den halben Tag lang (sehr authentisch) “aua“- schreiend durch die Wohnung läuft? Ganz neu ist die Masche sich dabei wahlweise Finger, Fuss oder Bein zu halten, obwohl da nix “aua” ist! Besonders unangenehm ist, dass sie nach Schimpfe von Mama oder Papa zum jeweils anderen Elternteil läuft und mit weinerlich-theatralischem “aua” auf den Arm oder die Hand zeigt. Kleines Aas!!!
Schön ist auch, wenn sie bei Nichtbeachtung scheinbar hysterisch weinend auf dem Fussboden in die Knie sinkt und die Hände anklagend zum Himmel wirft.
Ganz klar: Die Terrorkröte hätte im Augenblick ob der schauspielerischen Leistungen echt einen OSCAR verdient!
Februar 16, 2010
· abgelegt unter alltäglich
Ich bin krank! Schon seit mehr als 14 Tagen. Vorletzte Woche habe ich zwei Tage abends Fieber gehabt und bin morgens dennoch zur Arbeit gefahren, weil wichtige Termine anstanden. Letzten Donnerstag war die Erkältung quasi in den letzten Zügen. Am Wochenende haben wir gemeinschaftlich wieder die weissen Massen weggeschoben, geschwitzt, leicht gefroren und nun hab’ ich seit Sonntag wieder den Salat. Nase zu, Husten und zusätzlich auch noch Stimme weg! Verdammte Schneeschieberei! Nu’ hab’ ich die Schnauze voll und war beim Arzt. Folge: Krank bis Freitag und Antibiotikum- trotz wichtiger Termine in der Firma. Danke sehr! Aber was muss, das muss.
Echt – ich mag Schnee. Aber dieses Geschiebe und das Geschwitze dabei, das geht mir langsam auf den Sack!
Februar 8, 2010
· abgelegt unter Aus dem Nähkästchen
Es ist ruhig, wenn ich nach Hause komme, Still, leise und viel zu ruhig. Keine trappelnden Kinderfüsse, kein lautes “PAPA”, wenn ich zur Tür herein komme – nein, es herrscht völlige Stille in unserer Wohnung. Ein komisches Gefühl!
Da Schwiegermutter in der letzten Zeit des Öfteren mal die Galle übergekocht ist – und das leider nicht nur im sprichwörtlichen Sinne – musste sie diese Woche ins Krankenhaus und man hat das Ding entfernt. Nun ist Gott sei Dank schon alles erledigt und es geht ihr mittlerweile wieder gut.
Nur muss Frau leider diverse Tageskinder ( und Schwiegerpapa) hüten und hat sich mitsamt dem Engelchen für eine Woche ins ehemals heimische Paderborn verabschiedet. Merkwürdig – zumal ich sonst immer derjenige bin, der die Familie aufgrund von Seminaren allein daheim lässt. Nun muss Papa sich erst mal an sein erzwungenes (Kurzzeit)Singleleben gewöhnen und weiß mit der vielen Ruhe und Freizeit am Abend gar nicht recht etwas anzufangen.
Februar 4, 2010
· abgelegt unter politisch
Wenn die Polizei sich bei den Ermittlungen eines Verfahrensfehlers schuldig macht und beispielsweise Gespräche ohne ordentliche gerichtliche Genehmigung abhört, dann kommen wirklich üble Straftäter wegen illegaler Beschaffung von Beweismaterial wieder auf freien Fuss. Wenn ein Staatsanwalt eine Frist versäumt, um eine Sicherheitsverwahrung für einen nicht resozialisierbaren Sexualstraftäter zu beantragen, dann wird dieser frei gelassen. Ein heimlicher DNA-Test gilt als illegal und wird nicht als Beweismittel für einen Vaterschaftstest zugelassen. Eine nicht vom Betriebsrat abgesegnete Kameraüberwachung kann nicht als Kündigungsgrund bei Verfehlungen eingesetzt werden. Ja man kann in Deutschland mit einem blöden Verfahrensfehler sogar ganze Bauabschnitte von Autobahnen auf Jahrzehnte blockieren.
Wenn der Staat nun aber mit illegal beschafftem Beweismaterial, in diesem Fall mit gestohlenen Bankdaten, Geld verdienen kann (sprich Steuern nachfordern), dann nimmt man es mit Ausnahmen von der Regel nicht mehr ganz so genau. Immerhin wurden die Daten ja nicht in Deutschland geklaut, sie werden hier nur quasi als Hehlerware angeboten, und so befindet man sich nach Aussagen der Bundesregierung in einer Grauzone.
Nun gehören Verbrechen natürlich immer bestraft – egal ob Steuerhinterziehung oder andere Straftaten – aber diese Grauzone würde ich mir dann doch eher bei Gewaltverbrechen und nicht schwerpunktmäßig bei Kapitalverbrechen wünschen. So hat’s irgendwie ein fades G’schmäckle!