Dialog der Woche

Heute im ALDI. Kassiererin Nummer 1, weiblich, Migrantin, erzählt Kassierer Nummer 2, männlich, deutsch, lautstark über zwei Kassen hinweg eine Anekdote:

Nummer 1: “Ey gestern hab’ isch ab acht schon mal die Preisschilder umgehängt. War’n aber noch Kunden da.

Nummer 2: “???”

Nummer 1: “Na ey, hat misch Kunde angesprochen und gefragt, warum is Pilze jetzt teurer als vor acht. Da hab’ isch im gesagt, dass Pilze nur bis acht Angebot sind.”

Nummer 2: “…und dann?”

Nummer 1: “Ey da scht der Typ, die Pilze sähen eh schon voll scheiße aus und überleben die Nacht sowieso nich mehr!”

Nummer 2: “… und dann?”

Nummer 1: Isch hab dem Tpy gesacht, das wär ja wohl unser Problem, nä? höhöhö

….kurze Pause….

Nummer1: “Hey, regnet heute und is arschkalt. Merkt man, weil nich so viel Asylanten hier rumhängen! höhöhö

Nummer 2: “Wahrscheinlich ham die den LIDL in Ummeln entdeckt.”

BEIDE:höhöhöhöhö

Der Laden war übrigens voll!

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Stammkunde

Wir kaufen oft im real nebenan. Vor allem Wurst und die zumeist an der Frischetheke, einfach weil wir hoffen, dass es da wirklich frisch ist. Allerdings kaufen wir die guten Sachen für üppige Mahlzeiten, wie Schweinefilet, Hähnchenbrust oder auch richtig guten Aufschnitt oder Gewürzmett nicht im real, sondern im EDEKA oder bei Schlachter Münch “umme Ecke“, weil das Fleisch dort wesentlich besser ist. Außerdem kommt uns kein Wiesenhof mehr ins Haus und das haben sie im real fast ausschließlich! Was wir aber oft dort kaufen ist Hackfleisch. Wir frieren aber nicht ein, also kaufen wir für diverse Aufäufe, selbst gemachte Frikadellen oder Chevapcici, gebackene Mettbaguettes oder die Bolo-Sosse jedes Mal frisch ein. Mit anderen Worten, die Verkäuferinnen an besagter Theke erleben sehr selten, dass wir anderes Fleisch kaufen. Nun ist eine der Damen dabei, die fühlt sich beflissen, jedes Mal wenn wir an der Fleischtheke etwas gekauft haben, lauthals die Frage in den Laden zu brüllen, ob wir denn “heute auch schon wieder HACK haben wollten???” Dabei sieht sie unser engelchen jedes Mal mitleidig und uns missbilligend an.

Ich bin ja wirklich für vorausahnende Kundenfreundlichkeit! Außerdem ist es natürlich auch schön, wenn man als Stammkunde (an)erkannt wird. Aber ob das, was wir da derzeit erleben, noch unter diese Begriffe  “Freundlich” und “(An)erkennung” fällt, da bin ich mir gar nicht so sicher. Ich glaub’, ich gucke mal, ob Amazon auch Hackfleisch anzubieten hat!

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Wahlk(r)ampf

Bald sind wieder Wahlen in NRW. Außer der Reihe, weil die Minderheitsregierung gescheitert ist. Nicht an schlechter Politik, sondern an der Tatsache, dass die Opposition eben nicht zum Wohle eines Landes, sondern zum Wohle des eigenen Hinterns und Machtstrebens abgestimmt hat.

Nun wird wieder gepflastert – mit Wahlplakaten allerorts. Die ersten waren die Herrschaften von der FDP. Gut – die haben es auch nötig! Mit markigen Schlagworten betreiben sie Eigenwerbung. “RAUS AUS DEN SCHULDEN!” steht da blau auf gelb zu lesen. Wie das? Keine Ahnung! Womöglich wurde der Stein der Weisheit gefunden. Wahrscheinlich ist aber eher, dass sich der Slogan zwar gut liest, aber ebenso ernst gemeint ist, wie alle Wahlversprechen, die Guido Westerwelle vor der letzten Bundestagswahl gegeben hatte. Fakt ist, da wo FDP mitregiert gibt es genauso viele Schulden wie in allen anderen Ländern.

Die zweiten Plakatierer waren die Linken. An Regierungsarbeit kann man die zwar nicht messen, aber sie haben wenigstens einen Lösungsansatz für die Schuldentilgung. “MILLIONÄRSTEUER JETZT” liest man da, dieses mal in roten Lettern auf weißem Grund. Warum jemand, der viel Geld hat, nur aus diesem Grund eine zusätzliche Steuer bezahlen soll, erschließt sich mir nicht. Geht es um das schließen von Steuerschlupflöchern bin ich voll dabei – da versickern Milliarden – aber ein bloßes “in-die-Tasche-greifen”, nur weil jemand mit seiner Hände Arbeit Reichtum erwirtschaftet hat, das kann auch keine Lösung sein. Man muss nicht ständig von unten nach oben verteilen, aber anders herum ist es auch nicht gerechter. Aber es geht im Wahlkampf ja auch gar nicht um Lösungen, es geht um Wählergewinnung – und die funktioniert mit Polemik und Schlagworten eben leider immer noch am besten!

Die SPD braucht keine Inhalte auf ihren Plakaten. Sie hat “HANNELORE” und das muss erst mal reichen. Die aktuelle Regierungschefin hat sich viel Kredit erarbeitet und man kann Wahlkampf eben auch mit Köpfen machen. Wohl dem, der so einen Kopf hat. Die CDU wirbt bisher kaum. Die hat auch genug damit zu tun zu klären, ob ihr Spitzenkandidat denn nun auch im Falle der (wahrscheinlichen) Niederlage in der Landespolitik oder doch in der Bundespolitik bleibt. Aber der gute Norbert Röttgen ist ja nicht blöd und hält sich lieber beide Türen offen. Auf Opposition hat er keinen Bock. Ob das seine Chancen verbessert und ob er somit überhaupt als Werbekopf tauglich ist, lassen wir mal offen. Deshalb grinst uns hier im Stadtteil eben ein gewisser Herr “NETTELSTROTH” an, seines Zeichens bekannter Lokalpolitiker und scheinbar werbetauglicher als sein Spitzenkandidat.

Wer noch gar nicht wirbt, das sind die Grünen. Die haben anscheinend Zeit….

… oder keinen Kopf…

…oder keinen Polemiktexter…

… aber vielleicht wollen sie auch nur abwarten.

Ob die Piraten überhaupt Wahlplakate zu Stande bringen, wo sie doch nicht mal genügend Direktkandidaten für die Wahlkreise, geschweige denn ein fertiges Wahlprogramm haben? Schaun mer mal! Aber sie haben hervorragende Chancen auf den einzug in den Landtag. Bessere als die FDP – denn “FREIES INTERNET” trifft den Nerv der jungenGeneration offenbar besser als der “Peter-Zwegat-Gedächtnis-Slogan”. Der erinnert eben doch zu sehr an das “Hartz IV-TV” am Nachmittag.

Ja, ja – der Wahlk(r)ampf beherrscht mal wieder bis zum 13. Mai das ganze Land. Alle machen viele Versprechungen. Ob man danach Veränderungen merkt?

DAS darf zumindest bezweifelt werden!

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“Du kannst noch so lange Urlaub haben, …

… irgendwann ist immer der letzte Tag!” So sagt mein Papa immer, wenn man sich bei ihm darüber beschwert, dass der Urlaub schon wieder zur Neige geht. Nun ja, die Erkenntnis macht es nicht besser, möchte ich mal sagen und so muss ich Morgen nach etwas mehr als einer ruhigen Urlaubswoche trotzdem eher wiederwillig in die Firma zurück.

Am Ostersonntag haben wir herzlich gelacht. Das Engelchen hat im Garten nach Ostergeschenken gesucht. Gefunden hat sie unter anderem eine “Meerjungfrauen-Barbie”, die man in eine “Surferbarbie” umbauen kann. Nach dem Auspacken hat Papa versucht, die einziehbare Schwanzflosse entsprechend der Anleitung an ein Miniaturzugsystem im Surfbrett zu frickeln. Dabei hat er ein wenig geflucht und das ungeduldig wartende Engelchen hat ihn erst mitleidig angeschaut und dann gesagt:

Papa, das ist kein Problem. Weitere Details erfahren sie auf barbie-Punkt-de!!!

Mal ehrlich – da fällt einem doch nichts mehr ein und man muss den Lachanfall unterdrücken :) !

Nun ist Ostern auch schon wieder rum und ich habe das Gefühl, dieses Jahr will im Schweinsgalopp an mir vorbei ziehen. Die bessere Hälfte musste heute schon wieder an die Schippe, das Engelchen ist schon wieder im Kindergarten und so geniesst Papa die letzten freien Stunden daheim – gemütlich mit Zeitung, Kaffee und Brötchen. So ist der “letzte Tag” denn wenigstens ruhig und erholsam ;) .

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entschnullert

Irgendwie habe ich das Gefühl in der Familie sind wir nur noch krank. Das Kind hustet und schnupft seit Januar mit kürzesten Unterbrechungen vor sich hin. Papa war gerade richtig krank und hustet jetzt auch schon wieder, während die bessere Hälfte mit Magen-Darm auf dem Sofa vor sich hin übelt. Schön ist was anderes.

Zu allem Elend hatte sich das Engelchen vor kurzem auch noch im Gesicht neu gestaltet. Sie ist in Strumpfhosen durch die Wohnung geflitzt und hat sich dann auf dem Laminat im Wohnzimmer in eine nette Pirouette gedreht. Leider ist sie dabei vornüber auf das Gesicht gefallen und hat die Arme nicht rechtzeitig hoch bekommen. Das Resultat war ein Freitagabend in der Notaufnahme vom Kinderkrankenhaus. Die Lippe hat zunächst geblutet wie verrückt und ist dann angeschwollen. Das Engelchen sah um die Oberlippe aus wie Chiara Ohoven direkt nach der Böcklunderimplantation. Die Lippe musste innen genäht werden – und das Engelchen konnte in den folgenden Nächten nicht mal den Nucki drin behalten.So wurde sie sozusagen zwangsweise entschnullert.

Nun haben Mama und Papa die Gelegenheit genutzt und stumpf alle Schnuller verschwinden lassen. Dem verdutzten Engelchen haben wir erklärt, nun wäre das eben so, es schliefe prima ohne Nucki und die wären jetzt “eben wech”. Was soll ich sagen? Es hat funktioniert. Wir sind jetzt ein nuckelfreier Haushalt, ganz ohne Theater oder gar die  “Schnullerfee” und so hatte das ganze Drama doch noch was Gutes. Vor allem schläft das Engelchen trotz Erkältung besser, weil es nicht mehr dauernd versuchen muss durch die Nase zu atmen ;) .

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Qualitätstest

Wie testet man den Fruchtanteil von Sahnejoghurt? Sehr einfach. Man nehme:

- ein kränkelndes Kleinkind

-einen Becher Frucht-Sahnejoghurt

-eine frisch gewischte, vorzugsweise geflieste Küche

DAs Kind bekommt den Joghurt. Danach wartet man ganz einfach ab, bis sich das Milchprodukt ordentlich im Hals verschleimt hat. Ist es soweit, lässt man das Kleinkind einfach auf die frisch gewischten Fliesen kotzen (Profis schwenken es dabei noch entsetzt hin und her) und hat anschließend einen sehr guten Überblick darüber, wie viel Fruchtanteil sich tatsächlich im Joghurt befand!

Noch Fragen?

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Zwangskopulation

Es ist ja selten geworden, dass ich hier politisch werde, aber manchmal kann ich gar nicht so schnell tippen, wie ich kotzen möchte. Da haben sich doch wirklich ein paar junge Unioner zusammen getan, um eine neue Forderung aufzustellen: Eine Zusatzsteuer für Kinderlose!

Mein erster Blick ging zum Kalender…

…nicht erster April…

…muss also ernst gemeint sein.

Allen Ernstes soll so die Rentenlücke gestopft, der demografische Wandel aufgehalten und die finale Lösung für mehr Kinder gefunden sein. Wer mit 25 noch kinderlos ist, der soll 1% seines Jahreseinkommens als “Strafsteuer” zahlen, so stellt sich ein gewisser Herr Wanderwitz das vor. Im Grunde so eine Art “Zwangskopulation”, zur Schliessung der Rentenlücke. Ehrlich – der sollte sich lieber in “Treppenwitz” umbenennen. Frau soll sich also gefälligst von sämtlichen Karrierechancen verabschieden und spätestens im besten Alter schwanger werden. Aber nicht nur einmal – das halbiert die Steuer nur – sondern gleich zweimal. Damit die Rente auch wirklich sicher ist! So ein verordnetes Programm gab es schon mal, da ging es aber nicht um neue Beitragszahler, sondern um neue Soldaten.

Mal abgesehen davon, dass damit alle Familien gestraft werden, die keine Kinder bekommen können oder die den Partner fürs Leben erst mit 30 treffen – was ist das eigentlich für ein Ansatz? Da kann man auch gleich den Verkauf von Kondomen oder der Pille verbieten. Das Problem bleibt aber, dass man sich heutzutage ein Kind leisten können (und wollen) muss. Auch wenn es mir widerstrebt so zu rechnen, aber unser Engelchen “kostet” uns bis zur Volljährigkeit laut Statistik rund 120 000,-€. Das sind 100 Wochen  Ballermann all Inclusive!

Allein für den Kindergarten mit 45 Stunden zahlen wir monatlich mit 265,-€ mehr, als wir an Kindergeld überhaupt erhalten! Wenn man als Normalverdiener dann noch ab und an mal Urlaub machen oder dem Kind kulturell etwas ermöglichen möchte – vom Zoobesuch, übers Weihnachtsmärchen, bis zur Kirmes – dann ist oft nur eines “im Budget“. Dazu kommt das Problem fehlender Betreuungsmöglichkeiten, z.B. für Schichtarbeiter.

Wenn man was an der Geburtenrate ändern will, dann sollte mal jemand Herrn “Treppenwitz” erzählen, welche Probleme die Menschen vom Fortpflanzen abhalten. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse, steigende Anforderungen und Stress im Arbeitsleben, die Tatsache, dass man heute mit zwei Leuten arbeiten muss, will man sich mal was leisten, all das sind nur Auszüge. Was nutzt es, wenn Kinder zur Welt kommen, aber in finanziell (und damit auch oft sozial) instabilem Umfeld aufwachsen? Aber vielleicht kommt dann als nächstes ja ein paar Jahre Zwangserziehung im Heim oder später kostenlose “Schnupperjahre” im Beruf dazu, um aus den Kindern sozial wertvolle Mitglieder der Gesellschaft zu machen.

Wer weiß schon, wie sich so ein Treppenwitz entwickelt?

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Dialog der Woche

Das Engelchen ist krank.  Mama ist deshalb zu Hause, es ist kurz nach sechs Morgens und Papa hört am Telefon folgenden Dialog:

Engelchen: Mamaaaaa, darf ich Fernseh’ gucken?

Mama: Aber jetzt doch nicht. Spiel lieber etwas.

Engelchen: Mamaaaaa, darf ich dann in den Kindergarten?

Mama: Nein, heute noch nicht. Du bist krank.

Engelchen: Aber Mama – wenn man krank ist muss man im Bett liegen…

Mama: … ja, und? …

Engelchen: … und dann darf man Fernsehen gucken!!!

Mama: Äh….

Die Logik von 3jährigen ist bestechend, darf sie doch immer dann etwas mehr Fernsehen gucken, wenn sie Fieber hat und wirklich im Bett bleiben soll ;) .

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