Startseite Pisa Studie
In den Monaten nach Pisa sind ebay oder auch andere Auktionshäuser eine wahre Goldgrube geworden. Bis das Internet wegen des fehlenden Technikverständnisses aus Deutschland ganz verschwand, ließ sich quasi alles an den Mann/die Frau bringen. Hier ein paar der Artikel, die in 2004 sehr häufig ersteigert wurden:
Alleiniger Spitzenreiter in der Verkaufshitliste ist der "Bürodiener rustikal". Universal verwendbar für alle Arten von beweglichem Büromaterial, wurde dieses Produkt allein im Jahr 2004 bisher 17865 Mal versteigert und brachte immer mindestens 22,-€ ein. Ein wahrer Kassenschlager.
Dieses Produkt nennt sich "Pfahlbau-Eigentumswohnung" und wurde unter der Rubrik "Eigenheime" für lächerliche 154000,-€ von einem Kunden in Wiesbaden ersteigert. Dieser will die Bude aufgrund der schönen Aussicht für mindestens 576,-€/Monat vermieten. Kalt, versteht sich. Die potentiellen Mieter stehen aufgrund der zu erwartenden, geringen Renovierungskosten und der guten Ausbaureserve Schlange.
Gerade im Sommer war dieses "Allwetter-Lesezeichen" ein absoluter Renner. Wasserabweisend und leicht zu händeln, aber nicht zu verlieren. Es wurde in ähnlichen Ausführungen 254 Mal ver- und ersteigert. Der Preis lag bei 43,-€, was nahezu geschenkt ist, bedenkt man den hohen Herstellaufwand. Dieses Exemplar beispielsweise wurde über 560 Jahre vom Meer in mühsamer Arbeit kantenfrei geschliffen.
Das "Bidet für draussen" war nicht einfach zu versteigern. Die potentiellen Käufer vermissten einfach die intime Atmosphäre, welche für die Nutzung einer solchen Apparatur unerläßlich ist. Außerdem waren die naßen Hosen nicht jedermanns/fraus Sache. Das Gerät wurde schließlich für nur 2,50-€ verkauft. Der neue Besitzer steigert nun fleißig an einem Preßlufthammer, um seine Errungenschaft auch abholen zu können.
Natürlich sind nicht alle Artikel gleich gut. Dieses "Steifftier" beispielsweise funktioniert zwar ohne Batterien und wurde 1268 Mal jeweils für mindestens 78,-€ versteigert, aber die lebens- und geruchsechten Ausscheidungen, der nicht abschaltbare Modus Gras fressen, das fehlende Handbuch, sowie die Tatsache, dass kein Ausschalter vorhanden war, machten den Käufern das Leben sehr schwer.

Das schlimmste jedoch ist wohl, wenn eine Versteigerung unsolide aufgebaut und mit Klauseln versehen ist. In diesem Fall hatte ein Kunde in gutem Glauben eine Kamera für 265,-€ ersteigert und im Kleingedruckten nicht gelesen, dass der unrasierte Typ im Paket enthalten war. Es dauerte Monate, bis er den Kerl wieder los war!

Er zahlte 5428,-€, damit die Verkäuferin ihren Lebensgefährten zurück nahm.
Dieses Verlustgeschäft ging in die Geschichte ein.