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Was bedeutet DSC?

Zur Saison 1922/23 schlossen sich die beiden ortsansässigen Fußballvereine, 1. Bielefelder Fußball Club Arminia und die Bielefelder Turngemeinde zusammnen. Im Jahr 1926 brach diese Fusion auseinander - der Club der Ostwestfalen fungierte seither wieder in Eigenregie unter dem Namen "Deutscher Sport-Club Arminia Bielefeld". Durch die Vereinsfarben Schwarz/weiß/blau im Volksmund auch kurz "Die Blauen" genannt.

Warum nennt der Fan das Stadion "Alm"?

Aufgrund der sportlichen Erfolge der frühen 20er Jahre stiegen die Zuschauerzahlen an der Pottenau – dem ehemaligen Arminia-Gelände – stetig, was zu der Überlegung führte, das Gelände auszubauen. Trotz der inzwischen glänzenden Reputation des Vereins und zahlreicher Gönner wäre die Umsetzung der Idee zu kostspielig geworden.
Da entdeckte ein Mitglied der Handballabteilung, der Makler Paul Fleege, im Bielefelder Westen ein wenig urbanes Gelände. Bauer Lohmann überließ dem Verein eine Wiese zur Nutzung.
In der Folgezeit wurden Erdwälle für die Zuschauer aufgeschüttet, was das Vereinsmitglied Heinrich Pehle zu der Bemerkung veranlasste, hier sähe es aus „wie auf der Alm“...
Der Name hielt sich bis heute – auch nach diversen Umbauten des Areals. Das damals zur genaueren örtlichen Festlegung auch „Melanchthonalm“ genannte Stadion bot Platz für 20.000 Zuschauer.

Club Daten

Club-Gründung

03. Mai 1905
(als 1. Bielefelder Fußballclub Arminia)
DSC Arminia Bielefeld
seit 30. Januar 1926

Club-Farben

schwarz-weiß-blau

Club-Mitglieder

2.500

Stadion

Schüco-Arena, 26.601 Plätze

Trainingsgelände

Friedrich-Hagemann-Str.
Bielefeld-Oldentrup

Club Historie

Was bedeutet es, Armine zu sein? Titel und Triumphe aufzählen? In der Geschäftsstelle lange Reihen blankpolierter Pokale abschreiten) Eher nicht.
Die vielen tausend Anhänger des DSC Arminia Bielefeld eint ihre Leidensfähigkeit. Und Ihre Treue.

Kein Weltkonzern lässt seinen Geldregen auf der Alm niedergehen. Die Effenbergs und Kahns dieser Welt bestreiten auf der Alm allenfalls Auswärtsspiele, die Figos und Zidanes gar keine.
Die Fans stehen zu einem Club, der 1922 und 1923 die Westdeutsche Meisterschaft gewonnen hat. Der immer versucht hat, aus bescheidenen Mitteln Maximales zu machen und oft auf die Nase gefallen ist. Und immer wieder aufgestanden ist.


Der 1970 nach langen Jahren zweit- und dreiklassigen Fußballs ganz oben angekommen war und 1972 wegen Betrugs in den Amateurfußball zwangsversetzt wurde.
Der am 10. März 1979 im Münchner Olympiastadion 4:0 gegen FC Bayern gewonnen hat. Und 1986, wie es Schatzmeister Hubert Neugebauer formulierte, nur noch einen Ball und Eimer Kreide besaß.

Der 1994 bis 1996 mit einem grandiosen Durchmarsch in die erste Liga bundesweit für Aufsehen gesorgt hat. Ein Club, der niemals das Viertelfinale des DFB-Pokals erreichen wird.

Ein Club, für den auf und neben dem Platz stets viele grundsolide, fleißige (und manchmal ein bisschen biedere, aber so sind sie nun mal) Ostwestfalen gearbeitet haben, und ein Club, in dessen Reihen immer Platz war für Paradiesvögel und schräge Typen, die in den Jahren 1905 bis 2002 eine bemerkenswerte Geschichte geprägt und viele skurrile Geschichten geschrieben haben.

Einen Club, der jetzt wieder oben angekommen ist und einmal mehr versucht, sich unter den besten 15 der Republik zu etablieren. Die jüngerer Geschichte lässt hoffen, dass dieses Vorhaben gelingen kann. Wenn nicht, geht man trotzdem wieder hin.

alle Texte via DSC Arminia Bielefeld Homepage.