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Amerika ist zu klein!
Zu dieser Erkenntnis kommt man, wenn man die neuesten Pläne des George ’’Dabbelju’’ Bush, seines Zeichens mächtigster Mann der Welt, in der Zeitung liest. Dabei reicht es dem normalen Mitteleuropäer schon, wenn man sich den weltpolitischen Grössenwahn des Oberamis mal genauer ansieht. Weil es im Irak so gut geklappt hat, wollte er gern sich auch noch ein paar andere Staaten zu Eigen machen. Gern hätte George den Iran und Syrien gleich mit ’’befreit’’. Dummerweise haben ihm das alte Europa und der eigene Kongress einen Strich durch diese Rechnung gemacht und so musste Schnellschiesser Bush ganz fix ein neues Ziel für die Zukunft finden. Schliesslich ist bald Wahl und die Amerikaner wählen nach Sympatie, nicht nach fachlicher Kompetenz. Jedenfalls die paar, die zur Wahl gehen, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, des aber sehr begrenzten Allgemeinwissens.
Frei nach dem Bond- Film die Welt ist nicht genug will unser texanischer Revolverheld nun einen Menschen zu Mars schicken. Naja, eigentlich will er erst mal zum Mond. Also nicht er selbst, sondern natürlich die heldenhaften Patrioten der amerikanischen Gesellschaft. Dazu gehört George W. nun wahrlich nicht, obwohl es sicherlich etliche gibt, die ihn nicht nur sprichwörtlich gern zum Mond schiessen würden.
Dieses ehrgeizige Projekt will Bush sich, vor allem aber die Steuerzahler schlappe 12 Milliarden Dollar kosten lassen. Natürlich nicht während seiner Amtszeit, sondern er schnürt dieses Paket schon für die arme S…, die sein Nachfolger wird. Der darf es dann ausbaden, sollte es schief gehen. Gute Strategie, oder? Da fragt man sich doch ernsthaft, wie oft der Mann beim Cowboy und Indianer spielen in der Kindheit in der texanischen Wüste vor den Marterpfahl gerannt ist. 5 der letzten 7 Marsmissionen sind aus verschiedensten Gründen gescheitert. Davon ab behaupten die Wissenschaftler, es sei derzeit nicht nur sicherer und zu 90% billiger den Mars mit Sonden und Robotern zu erforschen, sondern ein Roboter könne dies sogar besser als ein Mensch. Aber das interessiert unseren politisch engagierten Longhornzüchter nicht. Kein Stacheldraht in der Prairie und natürlich auch keine Grenzen im Weltall!
Ausserdem, wo kommen wir denn da hin, wenn sich jetzt schon Europäer oder Chinesen an der Raumfahrt beteiligen und eigene Forschungen betreiben? Haben die überhaupt schon elektrischen Strom oder das Telefon erfunden? Was sollen denn die Araber denken, wenn jeder dem Ami ins Vorherrschaftsrecht pfuschen will? Also packen wir mal eins drauf! Auf dem Mond soll bis 2015 eine dauerhafte Raumstation entstehen. Die auf dem Mond vorhandenen Rohstoffe könnte man dann abbauen. Zack! Damit wäre der Mond schon mal annektiert. Was bei den Indianern geklappt hat, sollte beim Mond doch auch nicht unmöglich sein.
Man wolle von Mond und Mars zu neuen Welten aufbrechen. Schliesslich sei es ja unmöglich, dass Amerikaner sich seit 30 Jahren nicht mehr weiter als lächerliche 620 km von der Erde entfernt haben. Ist das schon das erste Anzeichen von Schwachsinn oder sind es Spätfolgen der heissen Sonne von Texas? Mal ehrlich George, ich kenne Leute, die haben sich noch nie weiter als 62 km von Bielefeld entfernt.
620 km, man muß sich das mal überlegen, im luftleeren, schwerelosen Raum. Ohne Anhaltspunkte und mit einem Hitzeschild unter dem Hintern, damit man sich beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht die schönen Astronautenanzüge verkokelt. Aber Dabbelju will sogar noch weiter. Den Mars und die Welten jenseits der eigenen will er erforschen. Wie weit es zum Mars ist, dass scheint ihm nicht so ganz klar zu sein. Aber was will man von einem Regierungschef erwarten, der noch vor der Wahl dachte, Deutschland sei Bayern, es auf der Europakarte bei China gesucht hat und der keinen blassen Schimmer hatte, wo denn dieses komische Kolumbien liegt. Ja mei, auf der Sternenkarte siehts nicht weit aus, lasst uns mal eine neues Raumschiff bauen und eben hin fliegen.
Ja nee, is klar |