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schnell noch was einkaufen... Teil 2 |
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Ich dachte, ich kaufe mal eben flux noch ein paar Würstchen und Küchenrollen ein. Dazu etwas Parmesan und einen Film auf DVD für die kränkelnde Holde daheim. Geht ja schnell, das erledigt man am besten auf einem Weg nach der Arbeit. So dachte ich heute und hielt mit meinem Gefährt direkt am real. Rein in den Laden, die genannten Dinge geschnappt und ab an die Kasse. Da lohnt sich die Schnellkasse nicht, es ist eh kaum was los. Also ran an die Nummer 4, da ist ein junger Mann gerade dabei, die letzten Dinge in seinen Wagen zu packen und die Dame um die 50 hinter ihm hat nur noch Sahne und ein paar Kleinigkeiten im Korb. Drei Kisten Wein, sowie diverse andere Sachen stehen auf dem Band und harren dem Strichcodeleser. Da soll es wohl schnell gehen, also angestellt und erwartungsvoll schon mal den Meine Sachen/Deine Sachen-Trenner in der Hand, um die vier Artikel ablegen zu können, sobald Madame vor mir aufgeladen hat. Diese hält jedoch plötzlich in ihrem konzentrierten Packen inne. Während der junge Mann an seinem Portemonnaie herumzuppelt, um die EC-Karte herauszuziehen, nestelt sie nervös hinter ihrem rigoros durch die Gegend geschobenen Einkaufswagen an ihrer Geldbörse herum und reisst triumphierend ihre Payback-Karte heraus. "Kann ich ihre Punkte haben???" fragt sie. "Was? Wie bitte, was wollen sie? " so die verblüffte Antwort des Mannes vor ihr."Ob ich ihre Punkte haben kann! Sein se mal nicht so ungehalten, ich hab ja nur gefragt!" "Ach, Punkte! Was bringen die ihnen denn? Na wenn sie es so nötig haben, nehmen sie die." So hält sie der Kassiererin triumphierend die Karte hin, um nach diesem zähen Kampf durch ein banales "Sorry, schon gebongt, geht nicht mehr." Doch noch kurz vor dem Klo einen Schuß in die Buchse zu bekommen. Also bildlich jetzt. Erst mein erwartungsvoller Blick ( gut, mit leicht hochgezogenen Augenbrauen ), erinnert sie daran, dass sie noch ihren halben Wagen voller Waren hat, die zu bezahlen sind. Sie läd also weiter auf, aber nicht weiter nach hinten, sondern immer mal alles munter auf den Scanner. Der beginnt leise vor sich hin zu piepsen. Die Kassiererin schiebt panisch alle wild gebongten Teile schon mal aufs Ablaufband und hält beide Hände über den Scanner. Während dessen versucht Madame sich mit dem Einkaufswagen darin, eine stabile Europalette unter dem Band zu verrücken. Bis sie merkt, warum der Wagen sich nicht bewegen lässt, ist eine nette Stolperkante geschaffen. Die hab ich dann mal unauffällig beseitigt. Irgendwann sind alle Kästen gebucht und umständlich im Wagen verstaut. Als nächstes hat sie noch so ein "Zweikriegeneinsbezahlen"-Angebot auf dem Band, natürlich nicht zusammen liegend, das wäre einfach, nein das zweite Teil liegt unter diversen anderen Artikeln auf dem Band und muss von der Kassiererin umständlich hervorgekramt werden. Unnötig zu erwähnen, dass sie mitten an der Kasse in aller Ruhe einpackte, während mir bewusst wurde, wie diese langen Schlangen bis zum Gemüsestand überhaupt entstehen. Vier Teile gekauft, 20 Minuten angestanden, hinter einer Person, es war mal wieder ein echtes Erlebnis! |