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Das Dschungelbuch - mal anders...

10 Stars - nennen wir sie mal so - haben sich für 14 Tage in den australischen Dschungel fliegen lassen, um ihre Zeit zusammen unter Entbehrungen in einem Dschungelcamp zu verbringen. Aufgepeppt wird das ganze durch Ekelspielchen um das Essen und Schatzsuchen, welche den Speiseplan - bei richtiger Antwort - neben Sojabohnen und Reis ebenfalls abwechslungsreicher zu gestalten vermögen. Was tut man nicht alles um wieder ins Gespräch zu kommen?

Costa Cordalis läßt beispielsweise keine Gelegenheit aus, den anderen seine Überlegenheit deutlich zu machen. Ganz im Sinne von Fiesta Australia nominierte sich gar selbst zu ersten Dschungelprüfung und meisterte diese sogar erfolgreich. Er hat einen Weg gefunden der ihm helfen könnte, später endlich mal wieder gegen Gage aufzutreten. Nur darf er nicht weiterhin so viel singen.
Gottlieb Wendehals, alias Werner Böhm, leicht aufgebläht und ehemaliger Teamchef, sieht mittlerweile ob der Hitze scheinbar Gespenster und fuchtelt mit einem Knüppel und in Unterhosen mitten in der Nacht in der Dunkelheit herum. Anschliessend schwört er allen Stein und Bein, da sei jemand gewesen. Sowas passiert schon mal, wenn einem jahrelang die Löcher aus dem Käse geflogen sind. Womöglich hat Gottliebs Geist der Camp- Zicke Caroline Beil das Salz gestohlen, aber wer weiß das schon?
Auch Susan Stahnke hat sich nach Hollywoodflops, Damen- Stehtoiletteneinweihung und Playboy-Photos für ein ’’back to the roots’’ entschieden und präsentierte ihre schlaffe, weiße Haut (O-Ton Beil) in grünem Badeanzug den Zuschauern. Mit Fitnessball und Gesichtscreme will sie ihrer Karriere eine neue Richtung geben.
Das Sammelsurium von Fast- und Exprominenten wird durch die farblosen Gestalten von Hopskönig Carlo Thränhard, Astrotante Antonia Langsdorf, der gealterten Amazone Lisa Fitz und Bikiniwunder Mariella Ahrens komplettiert. Macho Dustin Semmelrogge hat die Segel bereits gestrichen. Dieser hat dem Spruch ’’große Klappe, nichts dahinter’’ eine völlig neue Bedeutung gegeben und bereits nach einer Nacht das Weite gesucht.
Der Star der Sendung ist unumstritten Ex- Fastsuperstar Daniel Kübelböck. Als femininer Möchtegern-Mann mit Sabberproblem und Kleinkindtendenzen ist er die wichtigste Figur im Urwald. Zum einen ist er für die Sicherheit der Campbewohner sehr wichtig, denn welche Schlange oder Spinne traut sich schon nahe an ein Lager heran, in dem Kübelchen mit Costa im Duett um die Wette singt??? Frei nach dem Motto: nicht schön aber laut! , löst er sogar bei Zicke Caro schon mit dem ersten Ton Fluchtreflexe aus, also sollte das bei den anderen Schlangenarten im Dschungel ebenfalls seine Wirkung zeigen.
Zum zweiten mutiert er langsam zum Ernährer der anderen, da ihm das deutsche Volk, das so arschig ist (O-Ton Lisa Fitz) scheinbar ein Abonnement für jede Dschungelprüfung verpassen möchte. Heulkrämpfe kannten wir ja schon von den Superstar- Folgen. Im Dschungel kommt noch wahre Verzweiflung, Protestgeschrei und ein Zusammenbruch in den Armen des Wendehalses hinzu. Da sag noch mal einer, Kübelböck böte nur seichte Unterhaltung. Wen wundert es da, wenn das halbe Land ihn gern zusammen mit 30000 Kakerlaken in einem Bottich sehen möchte?

Es bleibt eine Sendung, in der die beiden Moderatoren Dirk Bach und Sonja Zietlow das Niveau schön niedrig halten und mit der Schadenfreude der Zuschauer spielen. Erfolgreicher könnte dieses Format nur dann noch sein, wenn im Sommer Merkel, Schröder, Wetserwelle und Co ist Dschungelcamp einzögen. Da würde mancher dann sicher selbst gern den Hebel des Kakerlakensarges ziehen.